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Fachtagung: Europa auf dem Weg zu verantwortlicher Heimtierhaltung

Fachtagung Berlin Haustiere

Im Rahmen der Fachtagung „Europa auf dem Weg zu verantwortlicher Heimtierhaltung – Anforderungen an eine bundesweite Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen“ referierten am 6. September Interessensvertreter aus Tierschutz und Tierärzteschaft, Parlamentarier und Tierschutzbeauftragte der Länder in Berlin. Viele Probleme im Heimtierbereich bestehen in Deutschland aufgrund einer nicht vorhandenen einheitlichen Regelung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen.

Laut dem saarländischen Tierschutzbeauftragte Dr. Hans-Friedrich Willimzik, müssten alle Heimtiere in einem bundesweiten zentralen Register zusammengeführt werden um die Vision „jeder Hund/jede Katze hat einen Transponder“ zu erreichen. Dies würde weniger Kosten für Tierheime, Ordnungsämter, Fundbehörden und Tierhalter bedeuten. Ebenso würde ein solches zentrales Erfassungssystem mehr Rechtssicherheit bieten, indem für jedes Tier der Halter zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Kosten für Tierheime

Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sieht eine Kostenersparnis für Tierheime durch das eigene Heimtierregister, denn diese würde jährlich rund 60.500 entlaufene Tiere wieder zurück nach Hause vermitteln. Damit erspare TASSO den Tierheimen Kosten in Höhe von 11 Millionen Euro, da diese Tiere dort nicht versorgt werden müssen. Wären deutschlandweit alle Haustiere bei TASSO als zentralem Register erfasst, könnte die Tierschutzorganisation Tierheime um 27 Millionen Euro pro Jahr entlasten.

Dr. Renate Sommer, Mitglied des Europäischen Parlamentes thematisierte den Aspekt Gesundheitsschutz und Eindämmung des illegalen Welpenhandels. Die erschreckenden Berichte über den illegalen Welpenhandel und das damit einhergehende unglaubliche Tierleid würden zeigen, dass die nationalen Regelungen nicht ausreichen, um den Schutz der Tiere zu gewährleisten. Da diese Tiere zudem häufig nicht geimpft seien und auch für den Menschen gefährliche Krankheitserreger in sich trügen, betreffe dieses Problem auch die öffentliche Gesundheit, den Verbraucherschutz und die Bekämpfung organisierter Kriminalität.

Transparenz, Rechtssicherheit und umfassender Gesundheitsschutz

In der Podiums- und Abschlussdiskussionsrunde waren sich alle Interessensvertreter einig, dass eine ausreichende Transparenz, Rechtssicherheit und vor allem ein umfassender Gesundheitsschutz im Bereich Hunde und Katzen können nur durch ein kostenfreies bundeseinheitliches Register erreicht werden. Mit einem solchen zeitgemäßen System, das zur nachhaltigen Lösung nahezu aller Probleme im Heimtierbereich beiträgt, könnte Deutschland innerhalb der Europäischen Union eine Führungsposition einnehmen. Darüber hinaus könnte das deutsche System als Vorbild für die Einrichtung einer EU-weiten Harmonisierung der Kennzeichnung und Registrierung von Heimtieren dienen, wie sie das Europaparlament mit großer Mehrheit bereits im Februar 2016 von der EU-Kommission gefordert hat. Die Machbarkeit eines solches EU-weiten Systems hat die interdisziplinäre Expertengruppe (CAROdog/cat), zu der auch TASSO gehört, bereits in einem konkreten Konzept ausgearbeitet.

Die Fachtagung „Europa auf dem Weg zu verantwortlicher Heimtierhaltung – Anforderungen an eine bundesweite Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen“ wurde von der Tierschutzorganisation TASSO e.V., dem Tierschutzbeauftragten des Saarlandes, Dr. Hans-Friedrich Willimzik sowie den Co-Veranstaltern europäische Dachverband der Tierregister Europetnet und der Tierschutzorganisation Vier Pfoten Deutschland ausgerichtet.

Quelle: TASSO, Bild ©TASSO e.V. / Mark Darchinger

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Eingereicht von am 7. September 2016 um 12:17Ein Kommentar

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Ein Kommentar »

  • 1984 sagt:

    Sehr interessante Fachtagung.
    Was mich verblüfft sind diese unglaubliche Beträge, welche Tierheime sparen könnten. 11 Millionen Euro kosten um 60.000 Tiere zurückzuführen, das bedeutet Kosten von fast 200 Euro pro Tier für eine Rückführung? Ich schätze dabei handelt es sich um „durchschnittliche“ oder gar hochgerechnete Beträge.
    Nun ist die große Frage: wie teuer ist die Einrichtung eines solchen Registers?
    Wer programmiert und wartet die dazugehörige Datenbank?
    Dazu gibt es keine Zahlen in diesem Artikel.
    Darüberhinaus würden die Kosten für die Transponder dann wieder über die Halter abgerollt werden.
    In Anbetrat des NSA Skandals und dem Weg zum den gläsernen Bürger plus
    Überwachungsmethoden in Stasi-Manier, sehe ich dies als sehr bedenklich.
    Doch ist es in der Tat, wie im Artikel beschrieben ein „zeitgemäßes System“ passend zu indect prism und co, das zur nachhaltigen (Auf)Lösung der Privatsphäre sicher gut beitragen wird.

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