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Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Lieselotte » Fr 10. Apr 2015, 08:34

Lanca hat geschrieben:Ich sehe das nunmal so, dass ich mir gerade bei einem neuen Hund solche Nachlässigkeiten nicht erlauben darf. In den Chill-Modus beim Spaziergang kann ich erst dann gehen, wenn ich mir diesen Stand erarbeitet habe. Das gehört zur Verantwortung, die ich für ein Lebewesen übernehme dazu.
Klar sind wir alle nur Menschen, aber die Häufigkeit dieser Vorfälle zeigt doch, dass man dieses Thema nicht zu nachlässig angehen sollte.


Mir selber ist sowas auch schonmal passiert, nur dass Luna kein ehemaliger Straßenhund ist, der evtl. vor Leuten stiften geht... Ich halte mich sehr zurück damit über andere Leute zu urteilen solange ich nicht selber dabei war (wobei das mit der Flexi nun wirklich schon saudoof war und der Hund das wahrscheinlich mit seinem Leben bezahlen durfte).
Bei mir war's so, dass ich mit Luna im Wald joggen war, da hatte ich sie noch nicht so lange. Mir ist der Schuh aufgegangen, ich bin dann noch extra ein Stück weiter. Dort hatte ich gute Sicht und nix und niemand war zu sehen. Hund sitzen lassen, die 5m-Schlepp um die Hand gewickelt, die Schlaufe ums Handgelenk. Hingehockt zum Schuhbinden und zack - kommen drei Rehe kurz vor uns aus dem Gebüsch gesprungen. Luna ist sofort losgespurtet, ich hab mich lang gelegt und sie hat mir die Schlepp aus der Hand gerissen. Hund weg, ab ins Unterholz. Mit Geschirr und Schlepp dran. Herzlichen Glückwunsch.

Wir hatten Glück, sie hat sich nirgendwo mit Leine oder Geschirr vertüddelt und ein netter Mann hat sie ein gutes Stück weiter auf der Straße eingesammelt und beim nächsten TA abgeliefert.

Ich denke es gibt bestimmt viele Leute, die da nicht sorgsam genug mit umgehen, aber auch denen, die gut aufpassen kann mal irgendwas Dummes passieren. Davor ist niemand gefeit und oft reichen 3 Sekunden Unachtsamkeit und schon hat man eine blöde Situation...
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Kuvasusa » Fr 10. Apr 2015, 09:19

Ich wollte hier eigentlich nichts mehr dazu beitragen, weil alles schon gesagt wurde. Beim Durchlesen der Posts drängte sich mir aber eine Frage auf.

Die Pro - Auslandsstierschützer sprechen davon, wie behutsam und einfühlsam man mit solchen armen Kreaturen umgehen muss, wieviel Geduld es benötigt so einem Hund Sicherheit und Geborgenheit, ein Heim zu geben. Man hört immer wie dankbar diese Hunde einem dann ja sind ..... -

Auf der anderen Seite steht diese Geschichte: viele Auslandshunde lassen sich eben nicht problemlos eingliedern, verlieren ihre Angst nicht, sie zeigen stereotypische Verhaltensstörungen, drehen sogar durch oder hauen eben ab, wenn sie können ( das will natürlich niemand hören und wahr haben ).

Und nun komme ich zu meiner Frage:
Ganz abgesehen davon, dass das Streuner / Strassenhundeproblem im Ausland ja irgendwie bewältigt werden muss....

Warum muss man Hunde, die, egal aus welchen Gründen auch immer, den Menschen meiden, retten und in menschliche Obhut zwingen, die ihm ja so Angst macht ? Ihn in eine ihm komplett fremde Umgebung verschleppen, die ihm dann wieder um Angst macht. So gesehen setzt man solche Hunde bewusst ständig Angst und Panik aus. Wie kann man das denn ethisch - moralisch vertreten und rechtfertigen ?
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon friida » Fr 10. Apr 2015, 13:46

Kuvasusa hat geschrieben:Auf der anderen Seite steht diese Geschichte: viele Auslandshunde lassen sich eben nicht problemlos eingliedern, verlieren ihre Angst nicht, sie zeigen stereotypische Verhaltensstörungen, drehen sogar durch oder hauen eben ab, wenn sie können ( das will natürlich niemand hören und wahr haben ).

Und nun komme ich zu meiner Frage:
Ganz abgesehen davon, dass das Streuner / Strassenhundeproblem im Ausland ja irgendwie bewältigt werden muss....

Warum muss man Hunde, die, egal aus welchen Gründen auch immer, den Menschen meiden, retten und in menschliche Obhut zwingen, die ihm ja so Angst macht ? Ihn in eine ihm komplett fremde Umgebung verschleppen, die ihm dann wieder um Angst macht. So gesehen setzt man solche Hunde bewusst ständig Angst und Panik aus. Wie kann man das denn ethisch - moralisch vertreten und rechtfertigen ?


Genau das frage ich mich auch immer wieder.
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Wuschel » Mo 13. Apr 2015, 17:45

Kuvasusa hat geschrieben:Auf der anderen Seite steht diese Geschichte: viele Auslandshunde lassen sich eben nicht problemlos eingliedern, verlieren ihre Angst nicht, sie zeigen stereotypische Verhaltensstörungen, drehen sogar durch oder hauen eben ab, wenn sie können ( das will natürlich niemand hören und wahr haben ).

Das kann dir aber auch mit jedem anderem Hund aus zweiter Hand passieren, solange sie sich noch nicht eingewöhnt und Vertrauen aufgebaut haben. Den deutlichsten Unterschied merkt man, wenn ein Stadthund auf das Land vermittelt wird, oder umgekehrt.

Und nein, Hunde sind nie dankbar, egal woher sie kommen.

Kuvasusa hat geschrieben:Und nun komme ich zu meiner Frage:
Ganz abgesehen davon, dass das Streuner / Strassenhundeproblem im Ausland ja irgendwie bewältigt werden muss....

Es istj a nicht so, dass im "Ausland" selbst nichts gemacht wird oder passiert!
Ein Beispiel dazu:
http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/t ... l-100.html

Warum muss man Hunde, die, egal aus welchen Gründen auch immer, den Menschen meiden, retten und in menschliche Obhut zwingen, die ihm ja so Angst macht ? Ihn in eine ihm komplett fremde Umgebung verschleppen, die ihm dann wieder um Angst macht. So gesehen setzt man solche Hunde bewusst ständig Angst und Panik aus. Wie kann man das denn ethisch - moralisch vertreten und rechtfertigen ?


Weil sie vor Ort erschlagen, erhängt, lebendig begraben oder vergiftet werden? Das sind ganz schreckliche Leiden, was dann so ein Tier aushalten muss und der Tot ist dann noch eine Erlösung.

Selbst hier in Deutschland ist die Angst sehr groß, dass unsere Hunde vergiftet werden. Täglich gibt es dazu neue Meldungen in den Medien.

Wer kann sagen, ob und wie schnell diese Hunde sich den Menschen nicht doch noch anpassen können?
Oder ob sie eben nicht immer auf der Straße lebten und mal ein Zuhause gehabt haben? Dann sind sie vll. schon in der Lage mit einem Menschen wieder eine Basis zu finden - nur dauert das eben auch seine Zeit.
Vll gibt es auch in einem dieser Shelter nur einen einzigen Menschen, dem sie vertrauen können und gerade derjenige hat den Vermittlungstext erarbeitet? Er kann dann aber auch nur das sagen, wie er den Hund erlebt. Da gibt es noch viel mehr Faktoren, die eine Rolle spielen...

Die entlaufenen Hunde sind nicht unbedingt "nur" den TSchV anzukreiden, finde ich. Die Menschen, die Auslandstiere "retten" wollen, haben doch auch die Pflicht sich zu informieren. Das machen sie doch bei jedem anderen Hund oder Gegenstand auch.

Allerdings ist es natürlich auch sehr schwer einzuschätzen, wie sehr sich die neuen Halter dann auch für ein gutes Zusammenleben mit dem Hund tatsächlich bereit sind, einzusetzen. Das erfährt der Verein dann erst, wenn er Nachkontrollen macht oder Rückmeldungen bekommt.

Sollte man dann erkennen, dass der Hund nicht "für Deutschland" geeignet ist, ist der Hund dann trotzdem da. Sollte man ihn dann wieder zurück bringen und in seiner gewohnten Umgebung aussetzen? Es hatte vll. auch einen Grund (siehe oben), dass er aus dieser Umgebung schnell weg sollte/musste....

Und ja, ich bin weiterhin dafür, Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu verbringen. Aber nicht nur verbringen, gleichzeitig muss auch etwas vor Ort geschehen. Und von Spanien kann ich sagen, dass sich in den letzten Jahren sehr viel getan hat und auch noch tut.
Den Menschen eine andere Wertigkeit gegenüber Tieren "bei zu bringen" ist eine langjährige Angelegenheit, das sieht man hier auch in Deutschland bei der Nutztierhaltung. Hier werden auch nur ganz kleine Schritte gemacht, weil ein Umdenken seine Zeit braucht.

Unsere "deutschen" Tierheime können den Bedarf an z.B. kleinen Hunden gar nicht mehr abdecken. Sollte man dann die Tiere im Ausland töten, wenn sie hier ein schönes Zuhause bekommen können? Auch wenn sie eine "längere" Eingewöhnungsphase brauchen?

Und wie viele der nun wirklich verängstigten und traumatisierten Hunde kommen denn nun wirklich nach Deutschland, in Relation zu denen, die eben nicht traumatisiert sind? Eine Frage, die ich mir schon seit dem Anfang des Threads hier stelle...

Und wie sehr "muss" man es den Menschen von den Vereinen dann ankreiden, wenn sie eine sog. "Fehlvermittlung" machen? Es kann durchaus sein, dass sich die Hunde im Heimatland ganz anders verhalten, da sie die Geräusche/Gerüche/Situationen und Umstände kennen.

Nun.... wer ist dann dafür verantwortlich?

Und ja, es gibt Vereine die auf "Teufel komm raus" Tiere nach D vermitteln und es gibt Vereine, die sich die Tiere sehr genau aussuchen, wenn sie vermitteln oder nach D verbringen wollen.

Aber deshalb alle Vereine, die Tiere aus dem Ausland nach Deutschland verbringen, gleich zu ziehen, halte ich nun nicht für richtig.

Wie bereits geschrieben: Auch "deutsche" Hunde aus einem "deutschen" Tierheim, die vom Land in die Stad vermittelt werden (oder umgekehrt) können sehr schnell in Panik verfallen (Geräusche/Gerüche etc.) und ausbüxen, solange sie noch keinen Fuß im neuen Zuhause gefasst haben
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Kuvasusa » Mo 13. Apr 2015, 20:51

Wuschel hat geschrieben:Es istj a nicht so, dass im "Ausland" selbst nichts gemacht wird oder passiert!
Ein Beispiel dazu:
http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/t ... l-100.html

Ich habe nicht gesagt, dass keiner etwas tut. So unterstütze ich ja auch Organisationen vor Ort.
Wuschel hat geschrieben:
Warum muss man Hunde, die, egal aus welchen Gründen auch immer, den Menschen meiden, retten und in menschliche Obhut zwingen, die ihm ja so Angst macht ? Ihn in eine ihm komplett fremde Umgebung verschleppen, die ihm dann wieder um Angst macht. So gesehen setzt man solche Hunde bewusst ständig Angst und Panik aus. Wie kann man das denn ethisch - moralisch vertreten und rechtfertigen ?


Weil sie vor Ort erschlagen, erhängt, lebendig begraben oder vergiftet werden? Das sind ganz schreckliche Leiden, was dann so ein Tier aushalten muss und der Tot ist dann noch eine Erlösung.

Das ist natürlich ein Argument ! - Aber wie alles im Leben, hat das auch zwei Seiten. Retten um jeden Preis .... damit habe ich halt so meine Mühe. Gerade wenn es Hunde anbelangt, die seit Generationen in Freiheit leben und dort eigentlich gut überleben. Ich sehe das Ganze mit ganz viel Skepsis und Sorge.

Wuschel hat geschrieben:Selbst hier in Deutschland ist die Angst sehr groß, dass unsere Hunde vergiftet werden. Täglich gibt es dazu neue Meldungen in den Medien.

Das weiss ich wohl ! Ich habe selber einen Hund durch Gift verloren ! Solche hirnverbrannten Hundehasser gibt es überalll. Leider !! - Und die Kehrseite der Medaille ist, dass es leider auch viele Hundehalter gibt, die durch ihr rücksichtsloses Verhalten das Feuer der Hasser noch schüren. Da beisst keine Maus den Faden ab. Da müssen wir ehrlich sein. Auch hier zwei Seiten. :( Nicht, dass Du jetzt denkst, ich hätte Verständnis für solche "Ar***löcher* von Hundehassern.
Wuschel hat geschrieben:
Wer kann sagen, ob und wie schnell diese Hunde sich den Menschen nicht doch noch anpassen können?
Oder ob sie eben nicht immer auf der Straße lebten und mal ein Zuhause gehabt haben? Dann sind sie vll. schon in der Lage mit einem Menschen wieder eine Basis zu finden - nur dauert das eben auch seine Zeit.
Vll gibt es auch in einem dieser Shelter nur einen einzigen Menschen, dem sie vertrauen können und gerade derjenige hat den Vermittlungstext erarbeitet? Er kann dann aber auch nur das sagen, wie er den Hund erlebt. Da gibt es noch viel mehr Faktoren, die eine Rolle spielen...

Wenn ich Deine Aussage hier nehme, wäre dies aber keine objektive Beurteilung vor Ort. Die Menschen, die dort arbeiten, müssten die Hundegruppen und Rudel " da draussen " besser beobachten. Sie kennen ja die Begebenheiten in Deutschland und sollten dann entscheiden können. - Als Beispiel nenne ich jetzt die Welpen, die in der Toskana von den verwilderten Haushunderudeln "gestohlen" werden. Oder die vielen Hunde, die sie z.B. in Thailand am Strand einfangen und zwangsretten. Auch auf Sardinien haben sie verwilderte Hunde auf in unwegsamem Gelände aus ihrer "Heimat" heraus gefangen und hier her deportiert. - Denen wäre es dort in Freiheit besser ergangen. - ich habe so ein Hund hier .... Und genau deshalb hinterfrage ich es ....
Wuschel hat geschrieben:Die entlaufenen Hunde sind nicht unbedingt "nur" den TSchV anzukreiden, finde ich. Die Menschen, die Auslandstiere "retten" wollen, haben doch auch die Pflicht sich zu informieren. Das machen sie doch bei jedem anderen Hund oder Gegenstand auch.

Ich glaube hier hast du mich missverstanden. Ich kreide dieses Entlaufen nicht einzig alleine dem Tierschutz an.
Wuschel hat geschrieben:Sollte man dann erkennen, dass der Hund nicht "für Deutschland" geeignet ist, ist der Hund dann trotzdem da. Sollte man ihn dann wieder zurück bringen und in seiner gewohnten Umgebung aussetzen? Es hatte vll. auch einen Grund (siehe oben), dass er aus dieser Umgebung schnell weg sollte/musste....

Genau ! und dann ist der Hund schon da .... und man muss gucken .... er wird zum Wanderpokal ...

Wuschel hat geschrieben: Und von Spanien kann ich sagen, dass sich in den letzten Jahren sehr viel getan hat und auch noch tut.
Den Menschen eine andere Wertigkeit gegenüber Tieren "bei zu bringen" ist eine langjährige Angelegenheit, das sieht man hier auch in Deutschland bei der Nutztierhaltung. Hier werden auch nur ganz kleine Schritte gemacht, weil ein Umdenken seine Zeit braucht.
- Da bin ich Deiner Meinung !

Wuschel hat geschrieben:Unsere "deutschen" Tierheime können den Bedarf an z.B. kleinen Hunden gar nicht mehr abdecken. Sollte man dann die Tiere im Ausland töten, wenn sie hier ein schönes Zuhause bekommen können? Auch wenn sie eine "längere" Eingewöhnungsphase brauchen?

Das finde ich jetzt eine ganz interessante Ansage, die Du hier machst. - Denn viele Tierschützer,die Auslandstierschutz befürworten, fordern ja schon lange, dass die Züchter hier endlich aufhören sollten, Hunde zu züchten, mit der Begründung: es gäbe genügend Hunde im Ausland, die einen Platz bräuchten. -

Wuschel hat geschrieben:Und wie sehr "muss" man es den Menschen von den Vereinen dann ankreiden, wenn sie eine sog. "Fehlvermittlung" machen? Es kann durchaus sein, dass sich die Hunde im Heimatland ganz anders verhalten, da sie die Geräusche/Gerüche/Situationen und Umstände kennen.

Nun.... wer ist dann dafür verantwortlich?

Für den oberen Absatz: Eben genau. Würde dafür sprechen, dass diese Hunde hier ebenso Stress haben.
Und wer dafür verantworltich gemacht werden soll: Die, die diese Hunde um jeden Preis hier her deportieren und diejenigen, die solche Hunde dann halten wollen.
Wuschel hat geschrieben:Und ja, es gibt Vereine die auf "Teufel komm raus" Tiere nach D vermitteln und es gibt Vereine, die sich die Tiere sehr genau aussuchen, wenn sie vermitteln oder nach D verbringen wollen.

Habe nichts anderes behauptet- ;)


Liebe Grüsse
Susanne mit Rahan und Monello
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon lexymaus2012 » Do 2. Mär 2017, 21:04

:winken: Hallo an alle...

hat zwar lange keiner mehr hier geschrieben, aber ich dachte, ich versuche es mal...

Auch ich gehöre zu den Menschen, die einen Hund aus dem Ausland aufgenommen haben, aber nicht aus Mitleid oder um ihn zu retten. Ich habe hier in den Tierheimen keinen Hund (Schäferhund oder Mischling)gefunden der Katzenverträglich war oder um einen Hund zu bekommen darf man maximal 2 Stunden am Tag aus dem Haus sein :crazy:

Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass ich beide Seiten sehr gut verstehe (Pro u. Contra Auslandstierschutz). Ja und es ist schrecklich, die ganzen Hunde die hier her gerettet werden und dann überfahren werden, aber ich denke, dass nur die wenigsten Hundebesitzer in schlechter Absicht handeln, wobei ich sagen muss, dass ich wahnsinnige Panik davor habe dass unsere Maus überfahren wird, das wäre mein absoluter Alptraum. Vielleicht u. a. deswegen, weil eine Freundin von mir bei Totfundhund mithilft und das ist wirklich grausam...

Nun muss ich manchen hier auch absolut recht geben, denn unsere Hündin kam kerngesund hier im Alter von etwa 8 Monaten an und nun ist sie schwer krank. Der ganze Stress hier hat sie krank gemacht : fremdes Land, fremde Sprache, Hektik und vor allem die Tatsache, dass diese Hündin bis heute ihre FREIHEIT LIEBT!!! Sie wurde mit der Schlinge eingefangen, kurze Frage: ist das wirklich Tierschutzgerecht? Ihre FREIHEIT kann ich ihr nicht zurückgeben, da sie nicht nur eine Jagdleidenschaft hat, sondern auch tötet. Ihre Erkrankungen tragen noch einmal dazu bei, dass ihre Jagdleidenschaft nicht nur selbstbelohnend ist, sondern für sie auch selbsterhaltend.

Wir haben bis heute von April 2012 an, nicht nur Unmengen an Behandlungskosten, Spezialfutter, Medikamente usw. zwischen 300 und 500 € pro Monat, sondern auch einen enormen Verschleiß an Hundeschullehrern gehabt, wobei uns letztendlich nur ein ganz bekannter "Hundemensch" weitergeholfen hat.

Ich liebe diese Hündin, ich habe noch nie einen Hund gehabt, mit dem ich so verbunden bin, wie mit ihr.
Sie wird immer meine ungarische Rennmaus bleiben, auch mit all ihren Macken und Kanten, aber eines weiß ich genau:

Noch einmal würde ich, ungesehen, keinen Hund mehr aus dem Ausland zu uns nehmen, alleine schon, weil man einigen dieser Tiere wirklich ihre Freiheit nimmt! Unsere Hündin ist das beste Beispiel dafür, auch nach so vielen Jahren zeigt sie uns immer wieder, dass sie nicht auf uns angewiesen ist. Wir haben sehr viel mit ihr erlebt in Punkto Jagdleidenschaft, trotz Sicherheitsgeschirr und zusätzlicher doppelter Leine. Sie ist und bleibt ein "wilder Hund".

Die Tierschutzorganisation hat uns mit ihr total im Stich gelassen, das wollte ich noch dazu schreiben.

Sicher, es gibt andere Hunde und andere Orgas bei denen alles besser läuft, aber ich für meinen Teil bin geheilt vom Ausl. Tierschutz.

Trotz allem finde ich es schrecklich wie Tiere dort behandelt werden, da laufen auch mir immer wieder die Tränen. Heute war ich seit über 2 Jahren wieder mal auf der Seite wo wir unsere Maus herhaben.
Ich hatte ein ganz merkwürdiges Gefühl in der Magengegend.

Ich kann nur jedem dazu raten, dass man sich 1000%tig sicher sein muss einen ausländischen Hund aufzunehmen, denn diese Hunde haben eine ganz andere Körpersprache wie gezüchtete Hunde und von wegen dankbar und so gut sozialisiert, das trifft nur in den wenigsten Fällen zu.

Schön, dass es hier auch Menschen gibt, die nur gute Erfahrungen gemacht haben, auch wenn ich das nicht teilen kann bin ich froh, dass wenigstens ein kleiner Teil der Straßenhunde aufgenommen werden kann.

Und eines weiß ich: Die Erfahrungen die ich mit der Maus habe sammeln dürfen, die möchte ich nicht mehr missen. ;) auch wenn sie uns noch immer viele Nerven kostet und wir immer um sie bangen müssen.


Liebe Grüße an alle, die auch Ausländer an ihrer Seite haben...

Lexy und Esther
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Erna » Sa 11. Mär 2017, 06:54

Hallo

Ich hatte mich zu diesem Thema ja schon gemdeldet..Allerdings ist das einige Zeit her und auch bei uns hat sich so einiges getan..

Ich habe zu diesem Thema einiges mehr an Einblick bekommen,weil wir selber mittlerweile eine Hündin aus dem ausländischem Tierschutz haben..

Wir haben uns eine gute Orga gesucht,die uns etwas mehr über die Hunde erzählen konnte..Haben uns eine Hündin gewählt,die nicht auf der Straße lebte..Auch heute noch,sehe ich es so,das nicht jeder Hund gerettet werden muß...So schlimm es auch vor Ort sein mag..
Nicht jeder Hund,passt in unser zum Teil hektisches Leben...

Was ich selber sehe,im Ausland gibt es zum Teil Rassen(Podenco und co z.b)die nicht so ganz einfach sind..Ich denke mittlerweile,es wird oft sehr unterschätzt..
Diese Hunde haben einen zum Teil heftigen Jagdtrieb..
Bei unserer Hündin gehe ich davon aus,das Terrier und Husky in ihr sind..Es weißt mehreres darauf hin,eine DNA Analyse hat es dann bestätigt..Sie hat mir eigentlich nur das bestätigt,was ich selber in ihr gesehen habe..
Das unsere Hündin deshalb einen gewissen Jagdtrieb,als auch eine gewisse Selbstständigkeit hat,sollte mich nicht wundern.. :mrgreen:

Wir arbeiten verstärkt an dem Rückruf,als auch an der Zusammenarbeit mit mir..Genau wie an der Impulskontrolle..
Mittlerweile ist sie über 10 Monate bei uns,allerdings ist sie immer noch oft durch eine SChleppleine abgesichert..In Wildreichen gebieten,bleibt sie genau so an der LEine,wie meine anderen Hunden mit Jagdtrieb..

Was ich mittlerweile etwas mehr verstehen kann,ist der falsche Eindruck,den diese Hunde vermitteln können..
Bei unserer Hündin ist es so,das sie Zuhause,ganz anders ist..Sich mehr an uns Orientiert,anhänglich und verschmust ist..
SIe bringt eine gewisse Sensibilität mit,die ich auch schon bei anderen Hunden aus Spanien so sah..
Allerdings bin ich mir bis heute nicht ganz sicher,was das nun Auslöst..Ich denke es ist eine Kombination,aus einigem was zusammen kommt..
Gene,Aufzucht-Umwelt..

Bei unserer Hündin weiß ich,das sie die ersten 8 Wochen bei den Menschen lebte,die die Mutterhündin hatten.Dann warf man beide Hündinnen(unsere und ihre SCHwester)über den Zaun zu den Tierschützern..DOrt wuchs sie sehr Liebevoll,mit anderen Junghunden auf..Wir bekamen sie dann mit 5,5 Monaten..
Die Tierschützer arbeiten vor Ort,zeigen dort den Menschen,das es sich lohnt,diese Hunde aufzunehmen..Sie fangen bei den Kindern an..Gehen in SCHulen,machen Straßenfeste..Um den Menschen dort,diese Hunde näher zu bringen..Das ist für mich sehr Wichtig..Das war mit ein Punkt,mich bei dieser Orga umzuschauen..

Hunde ohne "Wenn und Aber "hier zu Massen nach D oder woanders hin zu bringen,finde ich mehr denn je,nicht den richtigen Weg..
Viele grüße
Erna
Erna
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Trini » Sa 11. Mär 2017, 18:54

Auch bei uns hat sich diesbezueglich noch einmal etwas getan. Bungee, der irre Ungar, hat seit 5 Wochen einen weiteren Ungarn an der Seite, den wir aber als "Notfall" aus der naeheren Umgebung uebernommen haben.

Bungee war garantiert niemals Strassenhund, aber die Familie, die ihn in Ungarn zum Einschlaefern abgab, haette auch noch angeben duerfen, dass sie ihn erst kurze Zeit hatten und aus welchen Umstaenden sie ihn uebernommen haben. Aber der sollte wohl einfach nur weg. Er ist drinnen ein ziemlich wohlerzogener Hund, der drinnen z.B. ein perfektes Sitz und Bleib beherrscht, was wir ihm nicht beigebracht haben. Damit wurde er bereits "geliefert". Er hatte in den Anfaengen auch das Ausbrecher-Gen und laeuft seit nun fast zwei Jahren nur an der Schleppe. Ist uns aber in den Anfaengen auch durch Unvorsichtigkeit von uns oder Besuchern mehrfach ausgebuechst. War bei ihm damals wohl auch die Tatsache, dass jede Aufmerksamkeit eine ist. Draussen ist er meist, leider, immer noch sehr oft in seiner Welt. Aber der Neuzugang wirkt sich sehr positiv auf ihn aus. Er kann ploetzlich langsamer unterwegs sein und ist staerker an huendischen Aktivitaeten interessiert.

Unser Neuzugang, der urspruenglich aus einer Toetung in Ungarn stammt, ist komplett anders gelagert. Er ist draussen und drinnen extrem menschenbezogen. Er wird in sehr naher Zukunft Freilauf geniessen koennen. Und ich hoffe, dass unser grosser Grauer sich noch ganz viel von ihm abschaut....

Wir wuerden wieder einen Hund direkt aus dem Ausland nehmen, allerdings wohl nicht zu einem bereits vorhandenen Hund. Aber selbst das haengt vom vorhandenen Hund ab.

Ich hoffe aber, das wir uns darueber in den naechsten Jahren keine Gedanken machen muessen.....
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Re: Entlaufene Auslandshunde - gerettet in den Tod?

Beitragvon Tedi » Mi 15. Mär 2017, 23:44

Ja, das dauert auch einfach eine Weile, bis alte verhaltensmuster abgelegt und neue aufgenommen werden. Gerade wenn sich die Situation so schlagartig ändert.
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