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Riesenschnauzer Rasseportrait – Harte Schale, weicher Kern

Was ist am Riesenschnauzer so besonderes? Für mich ist es seine optische Erscheinung gepaart mit seinem unglaublich liebenswerten Wesen und seinem Arbeitswillen.

Einerseits ist der Riesenschnauzer sehr selbstbewusst, Fremden gegenüber in den meisten Fällen eher abweisend oder uninteressiert, gleichzeitig aber in der Familie extrem anhänglich und verschmust. Wenn es nach dem Riesenschnauzer gehen würde, wäre sein Platz , der auf dem Schoß seines Frauchen oder Herrchens. Bei einem Gewicht von 35-47 kg nicht immer eine leichte Sache. Für Hundeanfänger ist ein Riese nur bedingt geeignet, sie stellen schon Herausforderungen an ihre Halter, insbesondere bei der Erziehung und Auslastung.

Ursprünglich wurde die Hunderasse Riesenschnauzer als Viehtreiber und Hofwächter eingesetzt. Bereits 1925 erhielt er aufgrund seiner hervorragenden Schutz- und Wacheigenschaften die Anerkennung als Diensthund.

Einem Riesenschnauzer liegt es einfach im Blut sein Revier und Familie zu bewachen. Diese Aufgabe erfüllen sie auch mit großer Gewissenhaftigkeit und sehr ernsthaft. Er will eine Aufgabe erfüllen und wenn er keine bekommt, sucht er sich sein eigenes Betätigungsfeld. Nicht immer ganz im Sinne seiner Besitzer, wenn er zum Beispiel die Wohnung oder den Garten nach seinen Vorstellungen umgestaltet.

Riesenschnauzer Schutzdienst

Riesenschnauzer beim Schutzdienst

Die Ausbildung eines Riesenschnauzers ist nicht immer ganz einfach. Sie gehören zu den so genannten Spätentwicklern und das muss auch bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Ab einem Alter von circa 2,5 Jahren kann man sagen, dass der Riese geistig „reif“ ist. Ihr jugendliches Wesen und auch die große Spielfreude behalten sie aber bis in das hohe Alter.

Ein Clown auf Lebenszeit, weil ihnen fällt immer irgendeine Dummheit ein. Ihre Besitzer sollten also eine gehörige Portion Humor mitbringen und auch in der Lage sein über ihren Hund zu lachen.

Riesenschnauzer Chiara Training

Riesenschnauzer Chiara beim Training

Die Arbeitsfreude ist ihnen – normalerweise – in die Wiege gelegt. Meine Hunde finden es super, wenn wir auf den Hundeplatz fahren zum Arbeiten. Das Problem bei Riesen ist eher, sie in ihrem überschäumenden Temperament zu bremsen ! Das ist nicht immer leicht und erfordert auch eine Menge Geduld und Nervenstärke des Besitzers.

Ideenreichtum bezüglich der Auslastung ist ebenfalls gefragt. Meine beiden Riesenschnauzer laufen gerne am Fahrrad mit, Frauchen kommt dann völlig k.o. von der Fahrradrunde zurück und die beiden Damen fragen „uuuund ? was machen wir nun ?“ . Glücklicherweise sind sie aber auch anpassungsfähig und akzeptieren es, wenn es heißt : „nun ist Ruhe“ .
Man kann Riesen fast alles beibringen, ich sage immer „auch Rolle rückwärts“, die Hauptsache für diesen Hund ist es, dass er arbeiten darf. Egal was.

Es ist sehr wichtig diesen Hunden schon ab dem Welpenalter beizubringen, dass es auch Ruhephasen gibt. Sie neigen sonst dazu sich immer weiter „hochzuschrauben“, weil aufgeben für sie ein Fremdwort ist.

Schwarzer Riesenschnauzer

Riesenschnauzer haben eine hohe Lernfähigkeit

Ausdauer gehört zu einer ihrer Eigenschaften und auch Eigensinn. Man könnte natürlich auch sagen sie wären stur, nein das sind sie nicht ! Die Hunderasse ist einfach sehr ausdauernd und hartnäckig, wenn sie meinen sie müssten etwas durchsetzen. Dabei sind sie sehr schlau, wenn es um ihre Interessen geht und können einen echten Dackelblick aufsetzen. Wer einmal in die Augen eines bettelnden Riesenschnauzers gesehen hat, weiß von was ich spreche.

Aufgrund ihrer hohen Lernfähigkeit sind sie in der Lage jede Schwäche ihres Besitzers gnadenlos auszunutzen und das zu ihrem Vorteil sie nutzen. In der Regel sind sie extrem verfressen und machen für Futter fast alles. Ihre Gefräßigkeit wird nur noch von der Spielfreude überboten.

Insgesamt ist der Riesenschnauzer ein absoluter Traumhund und Partner für sportliche, agile und ideenreiche Menschen und Familien.

Tipps vor dem Kauf eines Riesenschnauzers:

Schaue dir verschiedene Züchter an, beziehungsweise nehmen Kontakt mit diesen Hundezüchtern auf. Am besten besuchst du ein paar Sportveranstaltungen bei denen Riesen gezeigt werden. Du wirst überrascht von deren Temperament und Arbeitseifer sein. Frage die Züchter nach der Gesundheit der Eltern, Großeltern und Ahnen des Hundes. Ein guter Züchter wird gewissenhaft auch Krankheiten nennen, die vorkommen können.

Autorin & Fotos: Kerstin

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Eingereicht von 9 Kommentare

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9 Comments »

  • nick sagt:

    Diese Rassebeschreibung ist die beste, die ich bis jetzt im Netz und auf so gelesen habe. Es gibt keinen Punkt, den ich nicht unterschrieben würde. Gratuliere!
    Cool!

  • RiesenFan sagt:

    Super! Habe meine Riesen wiedergefunden! Genau so sind sie :-))

  • Silvia Hönicka sagt:

    Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre für alle angehenden „Besitzer“ von dieser Rasse sein.

  • Kerstin sagt:

    Danke für die netten Kommentare !!!! Es freut mich, dass Euch meine Beschreibung gefällt.
    Liebe Grüsse
    Kerstin

  • anja sagt:

    hallo…besser kann man die riesen nicht beschreiben…lg anja

  • Sabine Schönbauer sagt:

    In diesem Bericht sehe ich meine Lotte wieder, wie sie lebt. In ihr ist eine Katze verloren gegangen. Immer zum schmusen bereit und der Mittelpunkt bei uns.

  • Michael sagt:

    Genau so sind sie, liebenswert ,manchmal stur, verschmußt und immer für eine Überraschung zu haben.
    Ich sage nur einmal Schnauzer , immer Schnauzer, alles andere sind nur Hunde.

  • Linda Kauk sagt:

    Hallo Hundefreunde,
    mein Riese gehörte zu den Hunden, die Krebs erschnüffeln konnten.
    Dadurch hat mir mein „Atti“ das Leben gerettet.
    Dennoch war dieser Hund eine Herausforderung; aber freundlich und fair zu allen Familienmitgliedern, ob Mensch, Katze, Hunde oder Papageien. Niemals kam es im Familienverband zu Raufereien.
    Manchmal lagen meine Nerven blank; aber ich vermisse ihn wahnsinnig. Er war mein 5. Hund und sollte der letzte sein. Doch jetzt geht ein Beagle mit mir durch dick und dünn. Kein Vergleich; aber altersgerecht und lieb.
    Ein Leben ohne Hund, ist kein Leben.

  • Michael sagt:

    Wir haben vor drei Wochen unsere Riesenschnauzerhündin an den Krebs verloren, mit nur 8 Jahren. Ich wollte nie wieder einen Riesenschnauzer, weil unsere Emma nicht zu ersetzen ist.
    Sie soll auch nicht ersetzt werden, sondern ich habe mich wieder für einen Riesenschnauzer entschieden nach dem ich diese und andere Kommentare gelesen habe. Meine damalige Züchterin sagte mir,einmal Schnauzer immer Schnauzer und das ist genau s0 eingtroffen. Leider Züchtet sie nicht mehr.
    Im Oktober ist wieder die internationale Ausstellung in Dortmund.Dort werde ich mich nach einem geeigneten Züchter umhöhren.

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