Angestellte klagt gegen Werbeagentur: darf Hündin Kaya weiter mit ins Büro

Planet Hund News Deutschland

In letzter Zeit mehren sich Fälle, in denen Arbeitgeber die Mitnahme des Hundes zur Arbeitsstätte verbieten, obwohl es über Jahre hinweg funktionierte.

Claudia van de Wauw, Angestellte in einer Düsseldorfer Werbeagentur, klagt vor dem Arbeitsgericht, da ihr von ihrem Arbeitgeber untersagt wurde, weiterhin ihre Hündin Kaya mit ins Büro zu bringen.

Die dreibeinige Mischlingshündin stammt von der Tierhilfe aus Russland. Über drei Jahre durfte sie den Hund mit zur Arbeit nehmen. Ende letzten Jahres hieß es dann von ihrem Vorgesetzten, dass der Hund zuhause bleiben muss.

Kaya dürfe nicht mehr mit ins Büro, da sie ein gefährliches soziales und territoriales Verhalten zeige. Sie knurre Kollegen an, die sich deshalb auch nicht mehr ins Büro der Klägerin trauten und es gehe von dem Hund eine Geruchsbelästigung aus, so die Gründe des Arbeitgebers.

Laut der 46-jährigen Angestellten sei Kaya keineswegs aggressiv, ihre Hündin bedrohe auch niemanden im Büro. Zudem würden auch andere Kollegen ihren Hund mit in die Argentur bringen, worauf sich die Besitzerin vor Gericht auch beruft – auf den Grundsatz der Gleichbehandlung.

Die Prozessverhandlung vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht beginnt am kommenden Mittwoch, den 24. April 2013. Die Hundebesitzerin wurde dazu aufgefordert ihre Hündin Kaya mit ins Gericht zu bringen. Der Richter möchte sich anscheinend ein eigenes Bild von ihr machen.

Aktualisierung vom 24. April:

Hündin Kaya verhält sich ruhig im Gerichtssaal

In der guten Stunde, in der die Richterin Sabine Dauch verhandelte, verhielt sich die dreibeinige Husky-Mischlingshündin freundlich. Sie gab keinen Laut von sich und ließ ungerührt den Rummel im Gerichtssaal über sich ergehen.

Das Gericht regte zu einer Mediation oder dem Einsatz eines Hundepsychologen an.

Der nächste Gerichtstermin ist für den 12. Juni angesetzt, da die Werbeagentur kurzfristig weitere Zeugen nannte und die Klägerin dazu schriftlich bis Mitte Mai Stellung nehmen darf.

Aktualisierung vom 5. September:

Hündin Kaya wird aus dem Büro verbannt

Das Düsseldorfer Arbeitsgericht hat die Klage der Arbeitnehmerin am Mittwoch, den 4. September 2013 abgewiesen. Nach einer weitreichenden Beweisaufnahme und der Vernehmung von Zeugen sah die Kammer es als erwiesen an, dass Mitarbeiter sich von dem Hund bedroht fühlen und Arbeitsabläufe gestört werden.

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