Belgischer Schäferhund Artus – Erster Handyspürhund in Deutschland

Justizvollzugsanstsalt Dresden

Ein drei Jahre alter belgischer Schäferhund namens „Artus Lübeck Airport“ begann am 15. März 2013 nach einjähriger Ausbildung seinen Dienst als erster Handy-Spürhund in der Justizvollzugsanstalt Dresden in Deutschland.

Mobiltelefone gelten in Strafanstalten als Sicherheitsrisiko. Jährlich werden in den sächsischen Justizvollzugsanstalten hunderte Mobilfunkgeräte sichergestellt. Bei den Gefangenen sind die immer kleiner und billiger werdenden Mobilgeräte sehr begehrt. Die Gefahr ist zu groß, dass Häftlinge kriminelle Geschäfte vom Gefängnis aus steuern oder Zeugen unter Druck setzen. Da die Handys immer kleiner werden und sich besser verstecken lassen, setzt man Hunde spielerisch für die Suche nach verbotenen Handys in Gefängnissen ein. Neben Drogen sind Mobilfunktelefone die beliebteste Schmuggelware in den Gefängnissen.

Bislang gab es Handyspürhunde laut der sächsischen Justiz  jedoch nur in Amerika und England, Artus ist der erste Hund mit dieser Ausbildung in Deutschland. Für den Schäferhund ist es wie ein Spiel. Findet er ein Handy, dann bekommt er einen kleinen grünen Ball, sein Lieblingsspielzeug und wedelt mit dem Schwanz.

Sein Besitzer und Hundeführer ist Jörg S., ein 42-jähriger Justizbeamter der erklärt, dass es egal ist, ob das Handy eingeschaltet ist oder nicht. Handyspürhund Artus wittert den Eigengeruch der Mobiltelefone, eine typische Kombination aus speziellen Kunststoffen und Metall, auf die er trainiert ist.

Wichtig bei Spürhunden ist vor allem die Teamarbeit zwischen Hund und Herrchen. Ist der Hund nach mehreren Gefängniszellen erfolglos, so braucht es auch wieder ein Erfolgserlebnis als Antrieb, und ein leicht auffindbares Handy wird extra platziert.

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