Gerichtsurteil: Sturz über eigenen Hund am Weg zur Arbeit gilt als Arbeitsunfall

Recht Justiz Hund

Stürzt man auf dem Weg zur Arbeit durch seinen eigenen Hund und verletzt sich, so kann das laut einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichtes Sachsen-Anhalt, als Arbeitsunfall gelten.

Sachverhalt:

Ein Versicherungsvertreter verließ am Morgen sein Haus, um mit dem Auto zu Arbeit zu fahren. Er pfiff nach seinem Hund, um sich von ihm zu verabschieden. Der Schäferhund kam angerannt und stieß sein Herrchen versehentlich um. Der Mann verletzte sich dabei am Knie.

Da er auf dem Weg zu Arbeit war, stellte sich die Frage, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt, denn gesetzlich gilt ein Unfall, der sich auf dem Weg zur Arbeitsstätte ereignet, als Arbeitsunfall und ist als solcher unfallversichert.

In erster Instanz entschied die Berufsgenossenschaft, das es sich nicht um einen Arbeitsunfall handle, da das Verabschieden vom Hund nicht zum versicherten Arbeitsweg gehöre.

Das Landessozialgericht Sachsen-Anhalt in Halle revidierte jedoch dieses Urteil und befand, dass sich der Mann auf dem unmittelbaren Weg zur Arbeit befunden hat. Die Verabschiedung von seinem Hund sei nur eine unerhebliche und geringfügige Unterbrechung des Arbeitswegs gewesen.

Das Gerichtsurteil L 6 U 12/12 ist rechtskräftig.

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