Hund in Lebensgefahr: Bußgeld bei Tempoverstoß reduziert

Recht Justiz Hund

Mit einem kranken Hund auf dem Weg zum Tierarzt und dabei wegen Schnellfahrens geblitzt? Es gibt Hoffnung auf Strafminderung. So geschehen bei einer Hundehalterin am Koblenzer Amtsgericht.

Sachverhalt:

Die 43-jährige Hundebesitzerin aus Oberwesterwaldkreis war mit ihrem Rettungshund, der sich in lebensbedrohlichem Zustand befand, auf dem Weg zum Tierarzt. Dabei überschritt sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn um 28 km/h.

Ihr drohten 80 Euro Strafe und drei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Das Koblenzer Amtsgericht befand, dass es sich hier um eine besondere Stressituation gehandelt hat und reduzierte die Geldstrafe der Geschwindigkeitsübertretung auf 35 Euro.

Durch die Senkung des Bußgeldes unter 40 Euro, ersparte sich die Betroffene zudem die drei Punkte in Flensburg (Danke an Rechtsanwalt Dr. Ingo E. Fromm für diesen Hinweis).

„Diese Reduzierung rechtfertigt sich aus der besonderen Stresssituation, in der sich die Betroffene befand aber auch im Hinblick auf den langen Zeitablauf seit Tatgeschehen, was die Betroffene nicht zu vertreten hat. Darüber hinaus wurde nach Auffassung des Gerichts bereits in ausreichendem Maße verkehrserzieherisch auf die Betroffene durch das vorliegende Gerichtsverfahren eingewirkt.”

Gerichtsurteil: Az.: 2010 Js 43957/12.34 OWi

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