Illegaler Welpenhandel: Wiener Pärchen zu zwei Jahren Haftstrafe verurteilt

Welpe, Foto: Melanie

Ein Wiener Pärchen wurde heute, am 6. März 2014 wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Tierquälerei vom Landesgericht für Strafsachen in Wien schuldig gesprochen. Sie handelten mit kranken und noch viel zu jungen Hundewelpen.

Laut Anklage bezog das Paar seit 2012 Hundewelpen aus der Slowakei und bot diese im Internet zum Kauf an. Sechs Welpen verschiedener Rassen wären zu Preisen zwischen 190 und 450 Euro verkauft worden. Diese waren offenbar schwer krank und sind nach kurzer Zeit verstorben oder mußten eingeschläfert werden.

Die beiden einschlägig Vorbestraften hielten ihren illegalen Welpenhandel auch noch während des laufenden Verfahrens aufrecht. Im Jänner boten sie erst einen Staffordshire-Bullterrier über das Internet zum Kauf an.

Das nichts rechtskräftige Urteil lautete zwei Jahre Haft, davon acht Monate unbedingt. Verteidiger Werner Tomanek erbat drei Tage Bedenkzeit.

Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ brachte den Fall ins Rollen. Nachdem sie Hinweise von Geschädigten erhielten, gaben sie sich als Testkäufer aus und entlarvten das Paar. Mit einer versteckten Kamera filmten sie das Verkaufsgespräch in einer Wohnung mit. Dort befanden sich 13 Welpen in schlechtem Zustand. Unter dem Vorwand, Geld vom Bankomaten zu holen, kamen sie mit der Polizei und einem Amtstierarzt zurück.

Titelbild: Symbolfoto

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