In Dunkelheit tun Hunde häufiger Verbotenes

Barf, Foto: Melanie
Loki lässt ich die Mahlzeit schmecken

In Dunkelheit lassen sich Hunde viel häufiger zu Diebstählen und Verbotenem hinreißen, als bei hellen Lichtverhältnissen. Dies stellte eine Studie von Juliane Kaminski von der Universität Portsmouth und Kollegen vom Max-Planck-Institut in Leipzig anhand 42 Hündinnen und 42 Rüden verschiedenster Rassen fest.

Anhand der Forschungen konnten zwei wesentliche Punkte abgeleitet werden. Zum Einen spielen die Lichtverhältnisse eine große Rolle, zum Anderen können Hunde die Aufmerksamkeit ihrer Beszugperson sehr gut einschätzen, wenn es darum geht Verbotenes zu tun.

Alle Hunde-Kandidaten standen vor derselben Situation. Es lag ein Leckerbissen auf dem Boden, der Versuchsleiter sprach ein Fressverbot aus und zog sich daraufhin ein paar Meter zurück. Von Versuch zu Versuch wurden allerdings die Lichtbedingungen verändert – der ganze Raum erhellt oder völlig abgedunkelt, nur die Versuchsleiterin beleuchtet oder nur das Futter.

Bei totaler Finsternis wurden nicht nur viermal so viele Futterdiebstähle registriert als bei heller Beleuchtung, sondern die Hunde zögerten auch kaum, bevor sie sich das Leckerli holten.

„Das ist unglaublich, möglicherweise wissen die Hunde, dass der Mensch sie dann nicht sehen kann.“ so Kaminski.

Weiter zeigten die Experimente, in denen der Mensch anwesend und das Futter beleuchtet war, dass die Hunde zögerten oder ganz davon abließen. Verließ die Versuchsleiterin jedoch den Raum, fraßen die meisten Hunde das beleuchtete Futter sogar schneller als das im Dunkeln.

Es scheint, dass Hunde verstehen, ob der Mensch das Futter und damit auch den möglichen Futterdieb im Blick hat oder nicht. Sie können die Welt also aus dem Blickwinkel eines anderen betrachten, was eine beachtliche geistige Leistung vorraussetzt!

Quelle: www.fr-online.de/wissenschaft/experiment-hunde-tun-im-dunkeln-verbotenes,1472788,22011928.html

1 Kommentar

  1. gerne lese ich immer wieder ihre Berichte, die sehr
    gut geschrieben und erklärt werden.
    Grüße aus dem Rosendorf Seppenrade
    Gisela M. und Leni

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