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Oberösterreich: Rehbock brutal zu Tode gequält

BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 19:35
von Christian
Einen unfassbar grausamen Fall von Tierquälerei hat der Österreichische Tierschutzverein bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. In Schalchen soll ein Jäger einen kranken jungen Rehbock auf besonders qualvolle Weise getötet haben.


Mit einem Jagdhund, einem Messer und einem Revolver soll der Jäger angerückt sein. Als der Rehbock den Hund wahrnahm, raffte er seine letzten Kräfte zusammen und versuchte, in den Garten des Nachbarn zu flüchten. Daraufhin soll der herbeigerufene Jäger seinen Hund auf das Tier gehetzt haben. Dieser fiel den Bock an und verbiss sich im Garten der Nachbarn in dessen Körper.


:shock:

Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2556069/ und http://www.tierschutzverein.at/de/menu_ ... len-jaeger

Re: Oberösterreich: Rehbock brutal zu Tode gequält

BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 19:53
von Andreas
Mhm schwer zu beurteilen. Auf mich macht es den Eindruck, das der Jäger welcher einen anderen beauftragt hat noch nicht wirklich mit der Jagd konfrontiert wurden.

Der Jäger welcher den Bock erlösen sollte, handelte erst einmal nicht verkehrt, als er den Hund geschnallt hat.
Was danach passiert ist, ist naja. Da ist der andere mit einem Hammer los, der andere wollte schießen, zum Schluss das Messer und das klappte nicht.
Zum einem haben wir hier einen , der zwar Jäger ist, der nicht darf aber eigentlich könnte, dieser holt aber lieber Hilfe. :roll: Ich denk mir da mein Teil zu....
Der stand vermutlich nach dem ganzen hin und her derart unter Stress, dass das ganze dann ein Desaster geendet ist. Das war weniger Professionell. Hier müsste man sich die Frage stellen, ob er die nötige Erfahrung schon sammeln konnte.

Ob das mit dem Hund nötig war, oder ob er nicht hätte gleich schießen können kann man so nicht beurteilen. Dazu fehlen nähere Infos über örtliche Lage etc.

Re: Oberösterreich: Rehbock brutal zu Tode gequält

BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 20:05
von Melimaus
Andreas hat geschrieben:Zum einem haben wir hier einen , der zwar Jäger ist, der nicht darf aber eigentlich könnte


Was ist das denn für ein Schwachsinn? Wenn da ein Tier am verenden ist, dann ist es doch scheiß egal (tschuldigung für den Ausdruck), ob es sein Revier ist oder nicht. Da hätte der Jäger aber mal Mut beweisen sollen und selber handeln, egal was es für Konsequenzen für ihn haben könnte. Aber lieber dann das Tier elendig nieder machen. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis :(

Re: Oberösterreich: Rehbock brutal zu Tode gequält

BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 21:32
von Feiticeira
Oh Gott wie furchtbar. :cry: Das arme Tier-welch elender Tod.

Bei dem Jäger ging ja anscheinend wirklich einiges schief. Solche Leute sollten doch sowas nicht machen dürfen oder? Wie kommt so jemand an sein eigenes Revier? Und wenn er das doch nicht hinbekommt, kann er den Jäger der da war doch um Hilfe beten.

Das mit dem Hund ist ebenfalls schlimm. Erinnert mich an die Geschichte einer meiner Trainerinnen. Die war auf der Jagd-dabei en noch in Ausbildung stehender Jagdhund (nicht ihrer). Der haute wohl ab und man hörte kurz darauf nur noch einen Bock schreien... Das Gebiet war groß und es hat lange gedauert bis sie den wieder fanden. :?

Re: Oberösterreich: Rehbock brutal zu Tode gequält

BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 22:13
von Andreas
Jetzt wurde ich kurz vorm Absenden ausgelogt. Misst.

Also noch einmal das Ganze, hoffentlich bekomme ich das wieder zusammen.
Die Fähigkeit ein Tier auf kürzester Entfernung zu Erlösen ist noch mal was anderes. Eine Situation die man nicht erlernen kann, man wird damit Konfrontiert. Manch einer gerät nie in diese Situation, ein anderer Meistert diese wiederum ein anderer Scheitert.

Nachdem ich mir das jetzt noch zwei drei Mal durchgelesen habe, gibt es ein paar Punkte die mir nicht ganz klar sind.
Zum einem wie Mobil war der Bock noch und hätte gleich ein Schuss angetragen werden können.
Gesetz dem Fall, das der Hundeeinsatz erforderlich war, ist er insofern auch zu rechtfertigen, wenn das Stück dadurch schneller zur Strecke kommt.

Für mich spielt der Hausbesitzer und ebenfalls „angeblicher“ Jäger eine fragliche Rolle. Anstatt den Hammer zu holen, hätte auch dieser das Stück erlösen können. Theoretisch sollte er das wissen und gelernt haben. Und man hätte ihn spätestens dann keinen Stick mehr draus drehen können.
Das nicht gleich geschossen wurde, lässt sich evtl. mit einer Gefahrensituation erklären. Auch das ist laut dem Artikel unklar.
Einsatz der Schusswaffe wenn der Hund dran hängt, muss glaub nicht näher erläutert werden, will gut überlegt und durchgeführt sein.
Das der Revolver letztendlich nicht geladen war…tja „kann passieren“

Das eigentliche Drama sehe ich beim Einsatz des Messers. Es ist so, dass der Einsatz der kalten Waffe in ungeübte Hände nicht selten in einem gemetzelt endet. Gerade ungeübte die damit das erste Mal konfrontieret werden sind mit dieser Situation nicht selten überfordert.
Ob das Messer stumpf ist, oder der Anwender zu zaghaft war, kann ich nicht sagen. Ich kann mir aber gut Vorstellen das er Stress hatte und in Hektik geriet. Panik macht sich sicher breit, weil alles Hektisch , Laut und das Klagen vorhanden war.
Besser wäre der Stoß in die Kammer. Generell aber ist die kalte Waffe das letzte in Betracht zu ziehende Mittel.

Professionell war das nicht. Ich kann aber die menschlichen Schwächen teilweise Nachvollziehen.