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Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 09:56
von frauhundi
Hall0 zusammen!

Was haltet ihr eigentlich von der Idee einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem auch die Ernährung unserer Lieblinge umweltfreundlicher gestaltet wird. Nachhaltig hier im Sinne von weniger Fleisch, da ja die Fleischproduktion einen erheblichen Anteil der Treibhausgase verursacht etc.
Ich habe nämlich Link entfernt von einer Aktion gelesen, bei der jetzt 100 Hunde gesucht werden um ein neues fast vegetarisches Hundefutter zu testen. Ob ich's da mal versuchen soll?

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 10:36
von Kirsten
Jetzt haben wir grade verstanden, daß Hunde keine Kühe sind und mehr Fleisch als alles andere brauchen, da sollen wir wieder umstellen auf fleischfrei? :crazy:

Meine Meinung dazu: bevor ich an der natürlichen Ernährung von Tieren rumprosche, die von mir abhängig sind, leiste ich meinen Beitrag am Umweltschutz lieber an anderer Stelle (Mülltrennung / -vermeidung, unnütze Autofahrten, etc. pp.)

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 11:10
von heisenberg
Naja,die genannen Punkte von dir Krsten,sollten die nicht irgendwie ne selbstverständlichkeit sein?

Ich finde diese Frage nicht so leicht zu beantworten.
Meine Hunde bekommen viel Fleisch und kein Getreide,aber ich bin mir durchaus bewusst,das das ne egoistische Enscheidung ist,da mir das Wohl meiner Hunde näher ist,als Klimaschutz.
Ein wenig beruhigt mich,dass das Fleisch,was ich füttere aus Resten besteht,die übrig bleiben,weil wir Menschen sie nicht essen.
Keine Kuh wird für ihren Pansen geschlachtet ;)

Aber ich kaufe keine Hühnerschenkel im Supersonderangebot(mehr),weil man damit das Fleisch-Preisdumping tatsächlich aktiv unterstützt.

Wer seine Hunde vegetarisch ernährt hat aber auch meinen Respekt,denn im Grossen und ganzen möchte ich nicht entscheiden,weche Verantwortung jetz wichtiger ist,die für meine geliebten Haustiere,oder für en Rest der Welt...zumindest nicht für andere.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 11:40
von Andreas
Füttert mehr Wild und gönnt euch gelegentlich auch mal eine Keule. Damit tut ihr der Umwelt auch was gutes.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 11:49
von Kirsten
äh... war nicht eh das größte Problem der Treibhauseffekt durch pupsende Kühe? Wenn es nun davon mehr gibt, weil unsere Hunde kein Rind mehr bekommen...

Sorry, ich mag das Thema eigentlich nicht verhohnepiepeln, aber die ganze political-correctness wirkt irgendwann so absurd, daß es mit mir durchgeht. :oops:

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 12:22
von Andreas
Angebot und Nachfrage.

Sorry, ich mag das Thema eigentlich nicht verhohnepiepeln, aber die ganze political-correctness wirkt irgendwann so absurd, daß es mit mir durchgeht


Das ganze ist in der Tat, schaut man es sich genauer an, bei weitem komplizierter. Wie du richtig erkannt hast fokussiert man jetzt die Pupse, da Anbaufläche und Regenwaldverlust nicht mehr richtig als Argument taugen. :roll: da kommt es dann zum Bumerangerfekt.

Am Pupsproblem ist ja auch die Wissenschaft dran, da wird ja experimentiert um die Methangas Ausscheidungen zu verringern. Apropos Bumerang hier muss man auch zwischen guten und schlechtem Methan unterscheiden. Weil was auf der einen Seite unerwünscht auf der anderen Seite Bio und folglich der political-correctness entspricht.

Dabei ist die Lösung so einfach. Weniger fressen mehr schlemmen. Und wenn man öfter auch mal wieder zu Wild aus heimischen Wäldern gereift tut man auch was gutes für die Umwelt.

Klimaschutz muss man als Gesamtheit betrachten, es ist nie gut nur etwas herauszupicken.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 12:58
von heisenberg
Äh,was heisst denn hier "absurde political correctness"?

Ich glaube,es ist eher lächerlich abzustreiten,dass Massentierhaltung ne Menge moralische und praktische Bedenken auf den Plan rufen muss.
Dabei finde ich es eigentlich egal,ob wir über den massiven Getreideanbau,die zerstörung der Preise in der dritten welt,abholzung,Tierleid oder halt Pupse reden.

Das Gegenargument billiges Fleisch und Bequemlichkeit hält in meinen Augen nicht so ganz dagegen.
Ist es heutzutage schon lächerlich oder gar verwerflich,wenn man sich Gedanken macht?
Also diese Mode finde ich ziemlich absurd!

Ich esse übrigens fast komplett vegan,aber wenn ich ein schönes Stück Wid bekomme habe ich kein schlechtes Gewissen.
Man muss auch hier nicht extrem werden.

Jedem das seine...

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 13:14
von Kirsten
ICH persönlich finde es absurd, einem Fleischfresser seine natürliche Nahrung vorzuenthalten.
Darauf bezog sich meine "Absurdität".
Nirgends habe ich geschrieben, daß ich abstreite "dass Massentierhaltung ne Menge moralische und praktische Bedenken auf den Plan rufen muss."
Auch bin ich sicherlich kein Mensch, "der sich keine Gedanken macht".

Was aber ganz sicher nicht mein Ding ist, ist Extremismus. Und dazu gehört für mich vegetarische oder gar vegane Ernährung eines Hundes.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 13:22
von Andreas
heisenberg hat geschrieben:Äh,was heisst denn hier "absurde political correctness"?

Die Absurdität besteht darin, das man auf der einen Seite den Futteranbau und die Holzungen diesbezüglich bemängelte und heute mehr geholzt wird den je und zwar für Bio-Gas und Bio-Sprit.

Ich glaube,es ist eher lächerlich abzustreiten,dass Massentierhaltung ne Menge moralische und praktische Bedenken auf den Plan rufen muss.

Wenn man es auf die moralischen Bedenken reduziert ist es in der Tat absurd, aber um diese geht es ja nicht.

Dabei finde ich es eigentlich egal,ob wir über den massiven Getreideanbau,die zerstörung der Preise in der dritten welt,abholzung,Tierleid oder halt Pupse reden.

Das Problem würde sich aber nicht in Luft auflösen, sondern nur verschieben. Wenn man sich mal die IPCC berichte genauer anschaut kann es einem regelrecht schlecht werden.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 18:51
von Trini
heisenberg hat geschrieben:Ein wenig beruhigt mich,dass das Fleisch,was ich füttere aus Resten besteht,die übrig bleiben,weil wir Menschen sie nicht essen.
Keine Kuh wird für ihren Pansen geschlachtet ;)

Aber ich kaufe keine Hühnerschenkel im Supersonderangebot(mehr),weil man damit das Fleisch-Preisdumping tatsächlich aktiv unterstützt.


Aus dem 1. von Dir genannten Grund kaufe ich tatsaechlich auch mal die Superangebotskeulen. Traurig aber wahr. Hier wird fast nur Haehnchenbrust verlangt, deswegen werden die uebrigen Teile des Tieres verramscht oder gehen in den Export, wo sie in anderen Laendern die eingesessenen Gefluegelbauern kaputt machen. :shock:

Bei Rind versuche ich, wenn moeglich, auf Schlachtungen aus der direkten Umgebung zurueck zu greifen. Da muss die TK aber leer fuer sein, um ein Achtel Rind einlagern zu koennen. Natürlich nicht nur für den Hund. Gefluegel kaufe ich eigentluch auch am liebsten am Stueck. Aber durch die gesetzlichen Bestimmungen hat hier vor Ort von den Gefluegelbauern keiner mehr Huehner aus eigener Schlachtung. Die muessten alle ihre Schlachthaeuser komplett umbauen bzw. umruesten und das lohnt sich bei den kleineren Haltern nicht.

Und ja, ich denke, mein Hund kaeme mit vegetarischem Futter ueber die Runden. Richtig Spass haette er daran aber auch nicht. Hier geht eigentlich nichts ueber Frischfleisch am Stueck. Vielleicht noch durch altes, hartes Brot zu toppen.

@ Andreas
Wild waere tatsächlich eine gute Alternative. Komischerweise habe ich dafür hier überhaupt keine Quelle. Gibts nicht im Supermarkt oder beim Metzger. Kommt eigentlich nur der Markt in Frage, da komme ich aber auch nur alle paar Wochen hin. Wildschweine und Rehe gibts hier eigentlich genug. Allerdings kenne ich keinen einzigen Jäger hier.

LG
Martina

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 19:19
von Andreas
Such dir die Nummer vom Forstamt raus. In der Regel haben die eine Verkaufsstelle.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 22:25
von heisenberg
Andreas hat geschrieben:Die Absurdität besteht darin, das man auf der einen Seite den Futteranbau und die Holzungen diesbezüglich bemängelte und heute mehr geholzt wird den je und zwar für Bio-Gas und Bio-Sprit.


Was aber irgendwie ne andere Baustelle ist. wenn ich auf Fleisch verzichte,wird nicht mehr Biosprit produziert,oder doch?
Andreas hat geschrieben:Wenn man es auf die moralischen Bedenken reduziert ist es in der Tat absurd, aber um diese geht es ja nicht.


Dass ich das nicht habe,hast du vermutlich gelesen,obwohl ich es tatsächlich nicht unwichtig finde in Punkto Motivation.
Andreas hat geschrieben:[q
Das Problem würde sich aber nicht in Luft auflösen, sondern nur verschieben. Wenn man sich mal die IPCC berichte genauer anschaut kann es einem regelrecht schlecht werden.

Magst du das mal für mich zusammenfassen? Ich kenne diese Berichte nicht und auch nicht den Gedankebn,den du verfolgst.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 22:45
von Andreas
Bei den Berichten geht es um verschiedene Probleme die der Klimawandel verursacht. Unter anderem auch wie man die Welternährung bewerkstelligen will. Es ist zwar richtig, das die Bedarfsflächen für die Viehwirtschaft ein Problem ist aber da geht es primär um die Fläche für den Anbau für Menschliche Nahrungsmittel.
Hier wird ja gerne Soja angeführt. Für das Vieh wird überwiegend aber Soja-Schrot verwendet. Der Hauptgewinn ist Soja-Öl. Soja wird als eine der Pflanzen betrachtet, die für unser Ernährungsproblem eine hohe Bedeutung hat. Sprich die Flächen sind dennoch für notwendigen Wald nicht da.
Einfach, ohne Viehwirtschaft stünde zwar mehr Fläche zur Verfügung, diese kann man aber nicht als Mehrgewinn für nötigen Wald sehen, da diese Flächen für Turbo-Landwirtschaft bezüglich Nahrung benötigt wird.
Ein weiteres Problem ist der Bedarf an Energie. Windkraft, Solarenergie bedarf Flächen aber decken auch nicht den tatsächlichen Bedarf. Dazu bedarf es alternativen. Hier setzt man auch auf Nachwachsende Rohstoffen. Also auch Fläche, Monokultur mit all seinen Folgen.
Gibt da eine Interessante Doku auf Arte Zuckerrohr für Biosprit und Holzungen im Urwald.

Die Realität ist sehr nüchtern, es gibt keine wirkliche Lösung sondern nur Verlagerungen.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 23:12
von heisenberg
Im Grunde geht es aber auch nicht um Lösungen,oder? Sondern darum weniger zu zerstören.
Das ist doch estmal löblich.
Es ist ja auch keine Lösung zu sagen,wenn man keine absolute Lösung hat,dann lässt man es halt.(Ich weiss,das hast du nicht gesagt)

Ist ja schon irgendwie ne Tatsache,dass für ein kg Fleisch eben mehr Getreide/Soja produziert werden muss,als es nötig wäre,wenn die Menschen das Getreide/Soja selbst essen würden,oder?

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 4. Jul 2013, 23:49
von Andreas
heisenberg hat geschrieben:
Ist ja schon irgendwie ne Tatsache,dass für ein kg Fleisch eben mehr Getreide/Soja produziert werden muss,als es nötig wäre,wenn die Menschen das Getreide/Soja selbst essen würden,oder?

Naja ganz so einfach ist es nicht. Denn das Tierfutter ist zum größeren Teil nur ein Nebenprodukt(Sojaschrot). Der Hauptbestandteil Öl.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 07:42
von heisenberg
Aber was passiert,wenn es keine Abnehmer dafür mehr gibt?
Du meinst,es würde dann zu Biosprit etc?

Tatsächlich könnte man es aber auch sinnvoller nutzen.
Der Mais der hier in der Gegend angebaut wird,ebenso,wie die Erbsen ist übrigens zu 100% Tierfutter.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 08:06
von Andreas
Naja der Bedarf an Soja außerhalb von Tierfutter steigt stetig.

Tatsächlich könnte man es aber auch sinnvoller nutzen.
Der Mais der hier in der Gegend angebaut wird,ebenso,wie die Erbsen ist übrigens zu 100% Tierfutter.

der größte Teil an Mais ist Silagemais also Tierfutter. Wobei mittlerweile ein nicht unerheblicher Teil in die Biogasanlage verschwindet. NRW ist da ein gutes Negativbeispiel. Generell bauen wir Emmens viel Nahrungsmittel (Getreide) nur für die Energiegewinnung an. Bei den Erbsen wäre ich mir nicht so sicher. Ich wollte eigentlich nur aufzeigen, das der Flächenbedarf sich nicht groß ändern würde. Im Gegenteil sogar. Die Empfehlungen gehen ja dahin, das in den Ländern mit guten Ertragsmöglichkeiten die "Welternährung" übernehmen sollen. Zwar hört sich das im ersten Moment vernünftig und gut an, birgt aber auch wieder seine Nachteile. Monokulturen und Verschiebung /Verdrängung von Artenpopulationen.
Da mag auch keiner vorhersagen wie sich das wirklich entwickeln mag. Es könnte auch gut sein, das Arten wie z.B. Hirsche/ Trughirsche ob der für sie idealen Lebensbedingungen in ihrer Population explodieren uns ein neues Klimaproblem pupsen.

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 14:28
von heisenberg
Andreas hat geschrieben:Es könnte auch gut sein, das Arten wie z.B. Hirsche/ Trughirsche ob der für sie idealen Lebensbedingungen in ihrer Population explodieren uns ein neues Klimaproblem pupsen.

:D Dann mache ich nen Jagdschein und esse sie auf!
Zumindest moralisch wären wir dann etwas weiter!

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 17:49
von Trini
@Andreas
Danke für den Tipp. Mal sehen, was sich findet. Ueber die I-Net-Seiten der verschiedenen Forstaemter (ich habe 3 davon in der nahen Umgebung) fine ich nichts ueber Verkauf von Wild; die wollen oeffentlich nur Holz verkaufen. ;)

LG
Martina

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 22:41
von heisenberg
Übrgens scheint es in diversen Foren Neuuser zu geben,die alle einen Fred über dieses TroFu eröffnen,ohne sich weiter vorzustellen.
Ein seltsamer Zufall?

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Fr 5. Jul 2013, 22:45
von Andreas
Ne, das hat System. Schau mal in den ersten Beitrag;-)

Re: Hunde nachhaltig ernähren

BeitragVerfasst: Do 22. Aug 2013, 17:40
von HundRobin
Hallo Zusammen,

mein Hund bekommt auch Fleischreste. Und ich finde es nicht, dass vegetarisch gleich den Klimaschutz bedeutet. Wenn man bedenkt, z.B. wie viele Mais- oder Soja-Felder angebaut werden müssen. Da muss auch Platz dafür vorhanden sein...anstatt von Waldflächen?

Viele Grüße

HundRobin