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Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mo 26. Mai 2014, 16:21
von JustDoIt
Hallo zusammen,

mit ein Grund für meine Motivation mal wieder ein Forum aufzusuchen, ist der aktuelle Gesundheitszustand von Romeo.
Seit einiger Zeit testen und rätseln wir, haben aber noch keine direkte Ursache gefunden.
Daher möchte ich jetzt mal hier von ihm berichten und hoffe, dass der ein oder andere noch einen Tipp o.S. hat.

Die Symptome:
- Rapider Muskelabbau am gesamten Körper
- Unrundes Gangbild und wenig Kondition
- Vermehrtes Trinken --> und Urinieren
- Heißhunger
- Häufiges Hecheln
- Kröcheln/Husten, besonders in Ruhephasen (als hätte er was im Hals)
- sehr sehr schütteres Fell
- Faltige, dünne und leicht schuppige Haut (teils auch leicht gerötet)
- Pigmentverlust (Dunkelbraunes Fell wurde Blond und kleine Stellen der Nase wurden rosa)
- Gewichtsverlust (allerdings denke ich nur aufgrund des Muskelabbaus, ansonsten ist er noch "gut genährt")
- Im Kopf ist er klar und wach, er will noch immer tun&machen, kann aber nicht (zb ins Auto springen, oder große Rennspiele etc)

Folgendes wurde getestet:
- Zeckenprofil (anaplasma, ehrlichia, babesien): negativ
- ANA Test: negativ
- Schilddrüse: T4 erniedrigt, restliche Werte im Referenzbereich (Werte habe ich gerade nicht vorliegen, die trage ich nächste Woche nach)
- Allergietest: Bei dem Vortest war der Wert bei den Milben enorm hoch, da haben wir dann einen Sensibilisierungsnachweis auf Einzelallergene angefordert (wurde mit der Blutprobe vom Vortest durchgeführt), welcher den anderen Werten überhaubt nicht entsprach - hier waren die Werte plötzlich vergleichsweise niedrig. Das wird zur Zeit noch mit Labor geklärt. (Werte habe ich gerade nicht vorliegen, die trage ich nächste Woche nach)

2x großes Blutbild im Februar und Mai. Wenn gewünscht kann ich davon Fotos einstellen.

Geröngt wurde die Wirbelsäule und der Brustraum, beides unauffällig.

Befundaufnahme bei der Physiotherapie ergab auch nichts konkretes. Das unrunde Gangbild und Rückenschmerzen werden wohl vom Muskelabbau kommen.

Aktuell warten wir auf folgende Testergebnisse: Cushing und erneutes SD-Screening. (außerdem lassen wir erneut MDR1 abklären)

Nun sieht es so aus, dass sämtliche Ärzte und Therapeuten auf Autoimmun tippen, obwohl der ANA Test negativ war. 2010 wurde eine falsch negativ Diagnose auf Autoimmun gestellt und Romeo wurde mit Prednisolon behandelt. Angefangen bei einer höllischen Dosis von 50mg/Tag. Relativ fix konnten wir diese dann verringern und letztlich sogar einige Monate später gänzlich ausschleichen. Damals war, wie oben erwähnt, der ANA Test ebenfalls negativ. Die Symptomatik war allerdings ganz anders als aktuell (Gewichtsverlust, krustig/blutiger Nasenrücken, große plötzlich auftretende "Eiterbeulen", enormer Durchfall etc.). Damals hatten wir Erfolg mit der Prednisolon Behandlung, allerdings ist es ja seltsam dass wir es ganz ausschleichen konnten - im Normfall muss der Patient ja bei einer AIE sein Leben lang Cortison nehmen.

Jedenfalls möchte meine Tierärztin (und ein Fachtierarzt der 1x/Woche in der Praxis ist), wenn die Tests nun auch negativ sind, auf Verdacht falsch-negativ die AIE behandeln, mit Predni (allerdings sehr niedrig dosiert, die hohe Dosis 010 hatte ein anderer TA verschrieben). Da bin ich allerdings gar nicht von begeistert und hatte mit dem FachTA über eine Muskelbiopsie gesprochen - um die AIE evtl. doch noch abzuklären. Davon rät meine TÄ ab, weil wenn diese positiv wäre würden wir auch mit Predni behandeln - wenn sie negativ wäre, bliebe uns kaum noch was zu testen und wir würden auf falsch-negativ auch Predni geben. Ihrer Meinung nach also unnötig, besonders für Romeo (wegen der Narkose usw.).

Nun bin ich natürlich sehr verunsichert. Ich vertraue meiner TÄ enorm und verstehe auch ihre Ansichten. Allerdings sagt mir mein Gefühl dass eine Predni Behandlung auf Verdacht AIE auch ziemlich nach hinten losgehen kann - ist es keine AIE könnte das Cortison evtl. nachteilig für die Erkrankung sein oder aber die Erkrankung schreitet fort während wir vergeblich auf Besserung warten. (Bis er wieder Muskeln aufgebaut hat, das Fell besser wird usw dauert es ja)

Also habe ich mich entschlossen, sofern Cushing negativ ist - zur Camp Klinik nach Kleve (Erfahrungen?) zu fahren und hoffen, dass ich an einen Professor o.S. gerate der noch andere Ideen hat. Die Werte und Symptome sind auch schon an einige Trainer und Co gegangen, die engen Kontakt zu diversen TÄ haben. Bisher hatte allerdings keiner eine weitere Idee.

Sollte Cushing positiv sein, habe ich schon einen Link zu einer Spezialisten in Köln bekommen.

Im Grunde ist der erste Gedanke von jedem, der Romeo wiedersieht, dass es wirkt als wäre er in 4-5 Monaten um 4-5 Jahre gealtert.

Heute Abend kann ich noch Vergleichsbilder einstellen. Ach und falls relevant für eure Gedanken: Geimpft wird er seit 2010 nicht mehr, Futter ist: Bestes Futter Fenrier Spezial (das bekam er letztes Jahr bis Herbst, wurde dann Rudelbedingt umgestellt und hatte auch bis dato nie Probleme mit Futterumstellungen, nun bekommt er wieder Bestes Futter seit Feb 014 - zwischenzeitlich: Wolfsblut Polar Night). Ansonsten bekommt er auch sehr wenig Chemie - Entwurmung und Zeckenabwahr findet auf natürlicher Basis statt.
Seit gut 4 Wochen bekommt er nun ein Schmerzmittel und wir stellen ihn auf Forthyron ein.

Falls noch Fragen offen sind, einfach fragen.

Glg,
Ramona

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mo 26. Mai 2014, 18:22
von Melimaus
Ach du je, mir fällt da absolut nichts zu ein.

Ich kann aber ein Spezialforum empfehlen. Ist zwar für Cushing-Hunde, allerdings kann die Admine dort die Blutbilder wirklich super auslesen und so evtl. noch andere Hinweise geben :winken: http://cushinghund.iphpbb3.com/forum/in ... 651nx56482

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mo 26. Mai 2014, 19:15
von JustDoIt
Den Tipp zu dem Forum habe ich schon bekommen. Aber ich wusste nicht dass sie Blutbilder gut auslesen kann. Danke für den Tipp! Dann werde ich da auch nochmal die Geschichte vorstellen.

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mo 26. Mai 2014, 21:07
von Feiticeira
Uff, das klingt ja heftig. Ich hätte da jetzt auch erst auf Zecken-Krankheiten getippt, aber das hast du ja bereits abklären lassen. Bisher hab ich viel Gutes von der Klinik in Gießen gehört-vor allem bei schwierigen Fällen. Ist natürlich ein Stück zu fahren, aber immerhin erreichbar. Ich drücke die Daumen, dass ihr heraus findet, woran er leidet.

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mo 26. Mai 2014, 22:12
von JustDoIt
Gießen habe ich mir mal fix im Web angesehen, hatte zuvor nichts davon gehört. Ist jedenfalls notiert, sollte ich in Kleve erneut in eine Sackgasse kommen. Danke Nina.

Hier mal Vergleichsbilder, die Veränderung (besonders Fell und Muskeln) werden wir zu Beginn nicht wahrgenommen haben - denken wir. Am Anfang sind die Veränderungen ja minimal. Aber anhand von Fotos kann ich definitiv sagen, dass die Farbveränderung des Fells ab Sep/Okt langsam anfing - also einige Wochen nach der Futterumstellung. Das stellte ich im Feb 014 fest und stellte ja dann das Futter wieder um. Mittlerweile werden einige Stellen langsam wieder dunkler - das hat also entweder mit dem Futter, oder (was ich eher vermute) mit der Schilddrüse zu tun - da wir ihn ja einstellen. Hinten am Rutenansatz und teils auch am Kopf wird er wieder dunkler - sieht man auch auf den Bildern. Meine Theorie ist, dass die SD-Fehlfunktion eben ein Symptom der eigentlichen Erkrankung ist & hauptsächlich für die Fellveränderung verantwortlich ist. Alles nur Gedankengänge...

Also, Bilder vom letzten Sommer:

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Und Bilder von letzter Woche:

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Am Liebsten würde ich ihn ja aufs Barfen umstellen, schon allein wegen der Milben Geschichte (auch wenn die noch unklar ist) - aber ohne zu wissen was er hat und bei all dem Chaos in seinem Körper weiß ich nicht, ob das zu diesem Zeitpunkt so ratsam wäre (?).

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Di 27. Mai 2014, 04:53
von Erna
Ich dachte beim lesen auch recht schnell an Cushing...Bin gespannt,was die Ergebnisse sagen...

Auch wenn viele es für Hokuspokus halten,wart ihr schon einmal bei der Bioresonanz?

Zum Barfen...Es kommt immer auf den Hund an,es könnte für deinen Hund sehr gut sein,es kann aber auch nach hinten los gehen..Unsere Hündin,Allergien,Hautausschläge,habe ich über fast 2 JAhre gebarft..Leider wurde ihr Fellzustand schlimmer,als mit Trofu..

WAs ein Unterschied von den Bildern..Auch sein Gesichtsausruck sieht anders aus...

Ich kann euch nur ganz,ganz fast die Daumen drücken....

Alles,alles Gute
Erna

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Di 27. Mai 2014, 20:11
von JustDoIt
Danke Erna, die gedrückten Daumen können wir gebrauchen. Und übrigens, schön dich mal wieder zu lesen.

Bioresonanz hatte ich schon im Kopf, bin allerdings gerade noch auf der Suche nach einer vernünftigen THP die das anbietet. Falls hier jemand aus dem Ruhrgebiet & Umgebung ließt und eine gute kennt, immer her mit den Adressen. Ein paar Empfehlungen habe ich schon, da melde ich mich sobald ich das Cushing Ergebnis habe.

Er hat das Futter halt im letzten Jahr sehr gut vertragen und hatte, während er es bekam, gesundes Fell und guten Output, gesund war er da ja auch. Mit Wolfsblut hat sich zu mindest der Kot nicht geändert - aber ob die Fellveränderung nun von der SD, dem Futter oder der Erkrankung kam, kann ich ja jetzt nicht mehr rausfinden. Fakt ist - er ist gut mit bestes Futter gefahren und auch jetzt ist zumindest der Output echt gut. Ich werde wohl besser abwarten, bis ich weiß was er hat (und ich hoffe so sehr, dass wir auch tatsächlich was finden) und ob die Milbenallergie nun vorhanden ist, bevor ich ihn auf BARF umstelle.

Bin gerade total nervös. Meine TÄ ruft heute noch an, bis 21 Uhr. Das Cushing Ergebnis ist da und auch das erneute SD Screening. Einerseits hoffe ich so sehr, dass es Cushing ist, wir endlich was haben was wir behandeln können und es ihm endlich besser geht... andererseits wünsche ich ihm natürlich nicht dass es Cushing ist - stattdessen etwas viel simpleres. Aber das kann ich wohl abhaken...

Ich lenke mich jetzt mal weiter ab und hoffe das wir ihm endlich helfen können...

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Di 27. Mai 2014, 22:34
von JustDoIt
Da wartet man den ganzen Abend nervös auf den angekündigten Anruf bzgl der wichtigen Testergebnisse, und dann? Passiert nichts. Ich bin ganz schön verärgert. Ausgerechnet jetzt bei dieser komplizierten Geschichte bin ich zunehmend enttäuschter von der Praxis, die ich immer in höchsten Tönen lobte. :problem:

Nun also noch eine schlaflose Nacht und morgen früh stehe ich dann da auf der Matte. Kann ja nicht sein....

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mi 28. Mai 2014, 00:29
von JustDoIt
Habe was Neues entdeckt. Schwarze/Rötliche "Punkte" auf der Haut im Bereich der Vibrissen. Zum Vergleich ein Foto einer Hautstelle direkt an den Vibrissen und ein Foto einer Hautstelle zwischen Lefze und Auge (also nur wenige cm entfernt)

Normale Hautstelle:
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Veränderte Stelle:
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Nach ersten kurzen Recherchen könnten das Komedone, also Mitesser, sein - denke ich. Egal was genau es ist - ich Stempel das mal unter Hautveränderung ab und das passt wieder ins klinische Bild vom Cushing. (Mitesser stehen auch in der Symptomliste)

Schonmal jemand sowas gesehen?

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mi 28. Mai 2014, 04:33
von Erna
Wie blöd...Da wartet man und es kommt kein Ergebniss....
Als wenn alles andere,nicht schon genug Nerven kostet.... :?

Bei deinen Bildern habe ich angefangen zu überlgen..Irgendwie habe ich schon ähnliches gesehen..Ähnlich ist ja leider nicht gleich...

Ich freue mich auch dich wieder zu lesen... :winken:
Es wäre schöner gewesen,wenn es etwas anderes gewesen wäre...

Daumen sind weiter,feste gedrückt....

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mi 28. Mai 2014, 20:44
von Sandra
Das ist wirklich eine unschöne Krankheitsgeschichte.
Gibt´s denn was Neues?
Die Bilder im Vergleich sprechen für sich :(

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: So 1. Jun 2014, 21:14
von JustDoIt
Guten Abend ihr Lieben,

entschuldigt dass ich mich jetzt erst melde, war so beschäftigt.

Also der Dexamethason Test deutet zwar auf Cushing hin, ist aber kein typisches Ergebnis. Ich habe mich dann in der Cushing Gruppe bei Yahoo angemeldet. Eine unfassbar geniale Gruppe, bin enorm dankbar für die Hilfe dort. Habe dort einen Anamnese Bogen ausgefüllt und die gesamten Blutwerte abgetippt. Das wurde dann "ausgewertet" und einige, scheinbar sehr erfahrene, nette Menschen haben dann ihre Meinung geäußert.

Bevor ich jetzt so weit aushole....

Morgen haben wir einen Termin in einer Klinik. Zum Ultraschall von Herz, Lunge und den Nebennieren. Außerdem möchte ich noch folgende Tests durchführen lassen: cPl, Kratinin-Cortisol-Quotient, nochmal die Zuckerwerte checken und das Thema Schilddrüse weiter besprechen, da wurde ich nochmal gut aufgeklärt. An sich wäre ein SD Screening angesagt, muss aber erst mal klären wie das nun aussieht, weil er ja schon SD Hormone bekommt und wir schauen müssen ob wir die jetzt einfach ausschleichen können oder aber erst mal nach der hauptsächlichen Ursache suchen um so evtl automatisch eine Erklärung zur SD zu finden.

Da der Cushing Test nicht so "eindeutig" war, werden die Nebennieren geschallt und der KCQ übers Urin getestet um Cushing weiter abzuklären. Herz und Lunge wegen der Blutwerte checken und der cPl Test um eine BSD Entzündung auszuschließen.

Meine Nerven liegen zwar weiterhin blank & ich bin echt nervös wegen morgen, aber nun kommen wir hoffentlich einer Diagnose näher.

Also morgen Nachmittag Daumen drücken.

Glg, Ramona

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Di 3. Jun 2014, 10:28
von Melimaus
Was kam nun heraus Ramona? :winken:

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Mi 4. Jun 2014, 13:45
von Aivlis
Eine kurze Frage, die Räude wurde ausgeschlossen...?

Mich erinnert einiges an die Zeit als unsere verstorb. Hündin erkrankte und wir mit den TÄ´s auf der Suche nach d. Ursache waren...ich recherchierte wie verückt, verglich u. entschlüsselte ihre Blutergenisse, schickte ihre Ergebnisse nach Giessen u. Hannover.. Sie baute immer mehr ab , alterte u. veränderte sich rasant, deine Bilder ähneln ihren sehr...Das Ergebnis war Morbus Addison, sie musste eine Menge Medikamente , auch Cortison bis zum Lebensende einnehmen. Ich hatte zuvor gebarft , sie vertrug nichts mehr. So stieg ich wieder auf Fertigfutter um u. auch Haut u. Fell verbesserten sich etwas...Ich wünsche dir viel Kraft u. alles liebe und Gute, drücke ganz fest die Daumen.

Lieber Gruss, Aivlis

Re: Unspezifische Symptome

BeitragVerfasst: Do 2. Jun 2016, 21:48
von Mira
Hallo ,

ich bin durch Zufall auf diesen Forumsbeitrag aufmerksam geworden.
Die Symtomatik die Ramona beschrieben hat, trifft zu 100 % auf meine Hündin zu.
Weis vllt jemand was genau ihr Hund hatte? Oder gibt es hier jemand, der mir den Kontakt zu Ramona herstellen kann?
Bin echt am Verzweifeln, da es meiner Hündin zunehmend schlechter geht und keiner ihr helfen kann....

LG Katja