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Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Di 11. Mär 2014, 12:05
von Andreas
An andere Stelle kam gerade Frage auf, was ist eigentlich Bindung?
Wie sehr ihr das? Was verbirgt sich hinter "man muss an der Bindung arbeiten"

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Di 11. Mär 2014, 19:42
von Trini
Schoene aber sehr schwierig schrftlich zu beantortende Frage, Andreas. :)

Fuer mich ist Bindung, wie das Wort schon sagt, eine Verbindung zwischen mir und dem Hund, Ist nichts eingleisiges. Ich achte auf den Hund und er soll auf mich achten. An der Bindung arbeiten, geht bei mir definitiv ueber gemeinsames Spielen und "Arbeiten" bzw. gemeinsame "Abenteuer". Ich moechte damit ein vertrauensvolles Verhaeltnis aufbauen. Z.B. bestaerke ich aktuell bei Spunky noch regelmaessig jeden Blickkontakt im Freilauf von ihm. Selbst bei Herrn Stein habe ich es immer zumindest durch ein kurzes Nicken honoriert, dass er sich umgesehen hat.

Wie schon geschrieben, es ist sehr schwierig, dieses Thema in Worte zu fassen. :crazy:

LG
Martina

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mi 12. Mär 2014, 05:54
von Erna
Ja,ein nicht ganz so leicht zu beschreibendes Thema..In einigen Hundezeitungen kann man dazu einiges lesen..Es geht dann oft um Bindung und Beziehung zum Hund...

Ich würde sagen,die Bindung zu einem Hund,kann sehr Unterschiedlich sein...
Hier sehe ich auch jeden einzelnen Hund...
Bei meinen eigenen Hunden konnte ich fest stellen,je Selbstständiger sie waren,um so schwerer wurde der Aufbau...
Bei meinem 2ten Rüden,konnte ich z.b sehen,das er von Anfang an,mich als seine Person heraus gesucht hatte...Meinen Mann,ließ er Links liegen..Auch andere Menschen..
Ich brauchte also nicht so viel zu machen,ausser diese Bindung weiter zu festigen..
Heißt,Augenkontakt,Spielen(gerne ohne Spielzeug),Komunizieren,mit kleinsten Signalen...
Auf der nächsten Seite, kamen Vertrauen,Sicherheit bieten mit hinzu...
Die Bindung wurde im Laufe der JAhre,sehr Stark..
Diese Bindung,ging von uns beide aus...
Auch Gefühle,spielen hier eine Rolle... :herz

Zu dem Thema, man muß an der Bindung arbeiten...
Das was ich oben von meinem Rüden schrieb,ist für mich selber,das Ideal...
Aber das ist nicht bei jedem Hund so gegeben..
Ich hatte ja noch andere Hunde..Alle kamen als Welpen zu mir...
Am Alter,lag es also schon einmal nicht..
Aber an dem Hund,an sich...
Zu zweien meiner Hunde ,mußte ich an der Bindung arbeiten..Besser gesagt,sie mir erarbeiten..
Ich mußte ihnen Vermitteln,das ich durchaus in der LAge bin,sie zu "Führen"...Führen heißt nicht,das ich Dominant auftrete,oder vor dem Hund das Non Plus Ultra bin..Sondern führen heißt,ihr Vertrauen zu gewinnen,ihnen Freiräume zu lassen,ihnen aber auch SChutz bieten..Komunikation,als auch Spiel und abeit,gehören noch hinzu..
Diese beiden Welpen hatten von Anfang an,z.b keinen Folgetrieb..
SIe waren weder Ängstlich,noch Unsicher..Suchten nicht den SCHutz..Komunizierten,auch nicht mit mir..Sondern waren offen,Neugierig..Waren ihrer Meinung nach selber in der LAge,alles so zu machen,wie sie es wollten...
Das waren die größten Unterschiede,zu den Hunde...

Als Besitzer,ist man dann gefragt,das in die Bahnen zu lenken...
Je nach Hund,dauerte der Bindungsaufbau Jahre...
Natürlich war es so,das ich die Hunde im Gehorsam bekam,was aber etwas völlig anderes ist..Arbeiten war auch kein Problem,da wären aber beide Hunde mit jedem anderen mit gegangen,das hatte mit unserer Bindung auch nichts zu tun..Mir war es Wichtig,das die Hunde lernten,das ich es bin,mit dem sie gerne arbeiteten,das sie auch den Kontakt zu mir suchten..
Ich muß gestehen,nicht jeder Hund macht es einem da leicht..
Ich würde sogar so weit gehen,zu sagen,das es eine gewisse Sypmathie zwischen Hund und Besitzer geben sollte..Auch das ist nicht immer Selbstverständlich..
Für mich selber,kommen also schon bestimmte Grundlagen hinzu...
Auch hat es etwas mit meinem Bauchgefühl zu tun,wie ich weiterhin damit umgehe,es in Bahnen lenke...
Das macht das Erklären,leider nicht einfacher... ;)

Ich habe dazu vieles gelesen,habe vieles Erfahren..Im endefekt,dauerte der Bindungsaufbau,wohl deshalb so lange,weil ich mein Bauchgefühl,nicht Verstand..
Ich sage ja,Bindung hat auch etwas mit Gefühlen zu tun...

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mi 12. Mär 2014, 10:07
von Erna
Mir ist noch etwas Wichtiges eingefallen..
Das Thema Bindungsfähigkeit...

Hiermit meine ich Hunde,die als Welpen keine Kontakte zu Menschen hatten..Es soll laut einiger Informationen so sein,das diese Hunde eher nicht so fähig sind,eine Bindung zu einem Menschen einzugehen..Oder wenn,dann eher keine tiefe Bindung......

Es gehören also mehrere Faktoren,zu diesem Thema,zusammen..

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mi 12. Mär 2014, 10:10
von Andreas
Ich hatte mir das mal so zurecht gelegt. Auf der einen Seite, da mir der Gedanke gefällt das eine Hund-Mensch Beziehung auch etwas ganz besonders sein kann und weil sie mir die Erklärung liefert, warum es den einen Hund oftmals kein zweites mal gibt. Vielleicht auch eine "kleine" Ausrede warum es mit einem mal nicht so geschmeidig lief.

Ich betrachte die Bindung als ein Element aus der Hund-Mensch Beziehung. Sie beschreibt für mich die Harmonie in einer Hund Mensch Beziehung.
Nur Teile davon kann man sich erarbeiten – die Beziehung. Entweder läuft es rund und geschmeidig oder hat Ecken und Kanten. M.E. ist die Bindung nicht gleichzusetzen mit Vertrauen oder Abhängigkeit die durch eine Beziehung besteht, Bindung sitz meines Erachtens tiefer auf einer emotionalen Ebene.
Beziehungen sind etwas an dem man Arbeiten kann, man kann sie ausbauen und wachsen lassen. Sie begründet Abhängigkeit aber eher auf Einseitigkeit weniger auf ein gegenseitiges Wechselspiel. Bindung die nur von einer Seite ausgeht würde ich eher der Beziehung zuordnen. Bindung spielt sich m.E. mehr auf emotionaler Ebene ab. Sie ist mal mehr und mal weniger intensiv geben ist.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mi 12. Mär 2014, 15:11
von Silberschatten
BeimJagdhund ist die Bezeichnung "Bindung" nicht so gebräuchlich (eventl. mehr in letzter Zeit), man spricht von "Führigkeit".

Führigkeit ist das Bestreben des Hundes, Kontakt mit dem Führer zu halten. Es ist eine angeborene Eigenschaft.
Die Führigkeit kann durch Gehorsam verstärkt werden. Aber grundsätzlich ist es etwas, was vom Hund ausgehend dem Führer entgegengebracht wird. Gehorsam dagegen wird vom Führer verlangt.

Führigkeit ist bei den jagdlichen Anlageprüfungen ein Prüfungsfach.
Ich sehe es bei der Arbeit des Hundes auch auf größere Entfernung. Immer mal ein Blick zum Führer und beim geringsten Richtungswechsel des Führers wechselt auch der Hund die Richtung.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Do 13. Mär 2014, 03:22
von Feiticeira
Bindung gehört für mich mit Beziehung zusammen. Wobei eine Beziehung auch ohne Bindung bestehen kann, aber eine Bindung nicht ohne eine Beziehung. Thomas Baumann hat zu dem Thema mal gesagt, dass eine Beziehung gut oder schlecht sein kann. Eine Bindung ist dagegen vorhanden oder nicht existent.

Ich sehe Bindung als eine besondere Form von Beziehung. Bindungspartner sind nicht austauschbar. Bindung ist quasi exklusiv. Was Bindung ist, sagt Wiki eigentlich ganz gut:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bindung_(Hund)

Bindung heißt demnach, dass ich für meinen Hund den "sicheren Hafen" darstelle und meine Anwesenheit dem Hund gefällt und er auf mich anders reagiert, als auf Fremde.

Dieses "an der Bindung arbeiten" ist glaub ich einem grundsätzlichen Missverständnis geschuldet. Bindung ist ja nicht gleich Beziehung. Da bin ich letzten Endes auch ganz bei Erna. Es geht eigentlich um den gesamten Umgang mit dem Hund. Sicherheit, Führung, soziale Nähe, Berücksichtigung der Bedürfnisse des Hundes, Orientierung - all das schafft zusammen Bindung.

Ganz interessant finde ich ja, dass Miklosi in seinem Versuch keine rassespezifischen Unterschiede gefunden hat bei den Hunden. Aber ich denke auch, dass es Unterschiede gibt in der Bindungsbereitschaft. Ein Herdenschutzhund der ja eigentlich sehr selbstständig agieren muss und oft auch ohne den Menschen unterwegs ist, geht sicherlich nicht so leicht eine Bindung zum Menschen ein, wie ein Border Collie.

Ganz interessant finde ich es bei meinen Bordern, die ja gerne mal hysterisch auf Kleinigkeiten reagieren, dass sie bei wirklicher Bedrohung die Klappe halten und es mir überlassen das nun zu regeln (zum Beispiel bei Hundeangriffen). Letztens lag unser Kater der nie bei uns im Bett liegt, Abends im Schlafzimmer auf dem Bett. Das Zimmer war dunkel und Barney lief rein. Der fremde Geruch muss ihn irritiert haben-es ging sofort ein großes Gebelle los (rückwärts hüpfend mit gestellter Mähne) und er rannte weg. Er raste dann zu mir,stellte sich hinter mich und sah mich hilfesuchend an. Wir haben dann das gruselige Monster gemeinsam erkundet. :mrgreen:

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Do 13. Mär 2014, 17:45
von Friedrich
Die Bindung zu einem Hund ist doch mit einer Freundschaft gleichzustellen.
Es muss Vertrauen aufgebaut werden, man unternimmt einiges miteinander und festigt so das Verhältnis.
Ich denke so könnte man es kurz und knapp beschreiben.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Sa 15. Mär 2014, 18:22
von Aivlis
Hi, sehr interessant eure Gedankengänge . Jahre zuvor habe ich mich mit diesem Thema viel beschäftigt, viel darüber nachgedacht...aber dann doch abgewöhnt. Heute würde ich es wie Friedrich auch kurz beschreiben wollen ;) :

Bindung Hund - Mensch = Vertrauen
Bindung Mensch - Hund = Vertrauen

In beiden Richtungen muss das Vertrauen aufgebaut werden, nichts anderes ist für den Hund zu verstehen. Denn eines wird er nicht, weiter darüber nachdenken. Er nimmt die Dinge wie sie sind, wägt nur ab : sicher oder nicht sicher. Aber wir wären auch nicht Mensch, wenn wir nicht so viel darüber nachdenken würden :)

Immer wieder wird den Menschen erklärt , sie sollen an der Bindung arbeiten, sie aufbauen, sie stärken u.s.w. Oftmals überfordert dies die Leute, sie befürchten so viele Fehler zu begehen, so dass eben diese Unsicherheit den Hund verunsichert...was sehr schade ist. Für den Hund die optimale Bindung ist es wenn der Mensch locker, ruhig und bestimmt lenkt. Das alleine schaft Vertrauen, so denke ich ...

liebe Grüsse , Aivlis

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Sa 15. Mär 2014, 20:54
von Blue
Die Bindung des Hundes an den Menschen kann (in seltenen Fällen) auch über das gesunde Maß hinausgehen. In diesen Fällen orientiert der Hund sich so stark am Menschen, dass er allein beinahe entscheidungsunfähig ist und quasi unter Dauerstress steht, weil er seine gesamte Aufmerksamkeit dem Menschen widmet und normales Hundeverhalten kaum noch stattfindet.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Sa 15. Mär 2014, 21:09
von Blue
Die Bindung verstehe ich als eine Beziehung, die mindestens geprägt ist von Zusammengehörigkeit, Orientierung aneinander und eine Form der Abhängigkeit.
Im Optimalfall kommen viele weitere Aspekte, wie Sicherheitsgefühl, Vertrauen, Liebe, Respekt, Verständnis u.v.m., dazu.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mo 24. Mär 2014, 12:06
von Sandra
Sehr interessanter Thread. Kam leider jetzt erst dazu ihn wirklich zu lesen (endlich heute mal frei und nix zu tun).
Ich schließe mich der Allgemeinheit an ;)

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Di 25. Mär 2014, 06:38
von Sockenomi
Erna hat geschrieben:Mir ist noch etwas Wichtiges eingefallen..
Das Thema Bindungsfähigkeit...

Hiermit meine ich Hunde,die als Welpen keine Kontakte zu Menschen hatten..Es soll laut einiger Informationen so sein,das diese Hunde eher nicht so fähig sind,eine Bindung zu einem Menschen einzugehen..Oder wenn,dann eher keine tiefe Bindung......

Es gehören also mehrere Faktoren,zu diesem Thema,zusammen..


Davon bin ich auch überzeugt,bei Paula war das so,- sie wuchs in der Umgebung/auf dem Hof eines Bauernhofes auf,ihre Mama hatte die Aufgabe,die Hühner auf dem Hof zu halten.
Sie hatte so gut wie keinen Kontakt zu Menschen,wurde nur einmal am Tag gefüttert,nicht gestreichelt o.ä.
Sie kam mit 12 Wochen zu uns und man hat genau gemerkt,daß sie z.B.streicheln mehr als merkwürdig fand!
Sie hatte zwar keine Angst vor Menschen,aber hingezogen hat's sie auch nicht.(-es sei denn,man hatte was zu fressen für sie...)
Sie war sehr klug und hat bei uns viel gelernt,war bald auch verschmust,
aber eine feste Bindung baute sich in 12 Jahren nicht mehr auf,
wenn sie Angst hatte,ist sie kein einziges Mal zu mir geflüchtet. :|
Ich hatte immer das Gefühl,daß sich da bei Baby-Paula irgendwas nicht gebildet hatte...

Der Dackel meiner Kindheit wuchs übrigens auch auf einem Bauernhof auf,aber als verwöhntes Baby,-und ist mir überallhin ohne Leine gefolgt,obwohl mit ihm nie geübt wurde... :eh:

Meine jetzigen Hündinnen kamen erst mit 5 Monaten,bzw. 7 Jahren zu mir,beide aus liebevoller Familien/Züchter-Haltung und haben beide eine gute Bindung zu mir und meinem Mann,sogar die ältere.

Das alles legt für mich den Schluß nahe,daß für eine gute Bindung Menschenkontakt im Baby-Alter erforderlich ist.

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Di 25. Mär 2014, 13:03
von SchwarzerLöwe
Ich finde am Thema ( was an sich schon sehr spanndend ist ! ) seit gut zwei Jahren ( seit ich einen Chow Chow mein "eigen" :lol: ) nenne ) besonders interessant, wie "Genau" man Bindung dann versteht, wenn der Hund ein sehr "unabhängiger Typ" ist !?!
Tao ist rassetypisch "eigensinnig", aber nicht im Sinne von "erziehungsresistent". Sondern einfach "Oft mit eigenen Gedanken/Wünschen/Plänen" beschäftigt = Er denkt eben SELBER.
Das heißt aber nun GAR nicht, dass ihm egal wäre, was seine Menschen denken/fühlen oder wollen !
DA kommt eben diese seltsame ( sogar extrem starke ) Bindung zu uns ins Spiel !
Bei SO einem Hund ist das wirklich schwer zu beschreiben :oops: ...
Ich merke es täglich. Aber, Andere sehen das Gleiche wohl kaum ?!
Klar: Tao hat manchmal einen "eigenen Kopf" = Wenn er herausgefordert wird, möchte er kämpfen; wenn eine heiße Hündin in der Nähe war, sabbert er und will hin; wenn er eine Katze trifft....
DANN ist er mit Leckerlies und Worten... GAR nicht mehr erreichbar. DANN sind wir froh, eine stabile Leine zu haben !
Ja, und ??
Er ist ein selbstbewusster ( oft gebissen, ohne selbst "giftig" geworden zu sein ), potenter Rüde mit ordentlich Jagdtrieb...
Seine Bindung zeigt er dann "anders" = seine Art, sich zu "kümmern", wenn es uns mal schlecht geht, sein Kummer, wenn einer seiner Menschen mal (länger) weg ist, seine Freude gegenüber lange bekannten ( und von ihm ausgewählten ) Freunden, die aber NIE soweit "reichen", dass Tao auch nur drei Schritte mit ihnen gehen würde, und: Leckerlies von Fremden ? NÖ !
Nach sooo vielen anderen Hunden zuvor... kann ich heute auch über meinen Tao sagen: Wir haben eine SEHR enge Bindung ! Nur eben anders, als die meisten HH sich das "vorstellen".
= Tao rennt gerne weit voraus, wenn er endlich mal darf ( dann muss/will er RENNEN );
Tao findet andere Hunde ERST mal spannender als und Menschen ( aber nicht lange; dann folgt er uns wieder ); Tao muss uns nicht dauernd "kontrollieren" ( macht er, wenn wir Gassi gehen wollen ) im Gegenteil: er will oft seine Ruhe haben;
Tao lernt gerne und schnell, aber er führt Befehle nicht "zack-zack" aus. Er führt sie aber aus ! > Manchmal, weil er "gefallen/Belohnung haben" will - manchmal auch nur, weil kapiert, das ICH = Chef das wirklich will !
Oft aber tut er Dinge - oder lässt sie - OHNE, dass ich mit eine Belohnung gelockt, oder ihm irgendwie gedroht hätte... :o > Er macht es einfach. Punkt. Und dann ( kalkuliert er das ein ? ) "schwillt" er geradezu an vor Stolz, wenn ich dann nur ein, zwei lobende Worte sage !
....

Re: Bindung in der Hund Mensch Beziehung

BeitragVerfasst: Mi 26. Mär 2014, 13:24
von Aivlis
Unsere BC Rüden kamen auch in einem Alter von 12 Mon. zu uns. Sie wurden eher isoliert geprägt, waren sehr scheu. Sie waren vom Charakter her sehr unterschiedlich, der eine war selbstbewusster, sonderte sich schon von seinen Geschwistern als Welpe ab. Er wurde mein Seelenhund...verstarb schon in einem Alter von 2 1/2 jahren an einer Erbkrankheit. An den Neurosen und Phobien arbeiteten wir das Leben lang ( 13 J. ) bei dem anderen. Eine wirkliche Bindung entstand zum Schluss...Unsere Bordiehündin war ein geschundenes Mädchen, sie kam im Alter v. 5 Jahren zu uns. Die Bindung entstand recht schnell, sie hatte uns auch ausgesucht. Aber als sie erkrankte änderte es sich, sie brauchte Ruhe und gab es auch zu verstehen. Sie sonderte sich nicht ab, sondern zog sich mehr zurück. Unser Schäfimädchen kam im Alter v. 8 j. zu uns, sie kannte nichts als eine Wohnung, kam nicht einmal zum pinkeln raus...Sie war der imposanteste , stolzeste und treueste Hund den ich damals je kennen gelernt hatte. Allerdings musste ich mir diese Bindung ersteinmal erarbeiten, denn Anfangs zeigte sie auch meinem Gesicht Zähne ( ohne zu beissen, drohte nur ) . Unser Schäfirüde zeigte Anfangs den Rücken, dann, als er uns anerkannte, zeigte er enormen Schutztrieb, er hätte Leib und Leben für uns gegeben. Dies war einerseits gut , aber auch sehr schwierig. Auch bei Pflegis zeigte sich oft sehr schnell eine Bindung, was das Herz immer schwerer machte, wenn der Tag kam das sie gehen mussten.
Löwenhunde :) habe ich einige kennenlernen dürfen, daher musste ich jetzt schmunzeln, sehr schön geschrieben . :D

Lieber Gruss, Aivlis