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Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2014, 13:52
von hetja2003
Hallo zusammen,

ich und mein Freund sind vor kurzem zusammengezogen. Nun möchten wir uns einen Französische Bulldogge Welpen zulegen. Da es unser erster eigener Hund ist, sind wir da noch minimale "Anfänger". Aber als wir den Kleinen gesehen haben, war es einfach Liebe auf den ersten Blick und wir müssen ihn haben :)

Nun habe ich ein paar Fragen:

a) Da ich jeden Tag von 8.00 Uhr - 17.00 Uhr arbeite und mein Freund in einem Früh-und Spätschichtbetrieb arbeitet (eine Woche von 06.00 Uhr - 14.00 Uhr nächste Woche von 14.00 Uhr - 22.00 Uhr) müsste der kleine Schatz max. 6 Stunden allein bleiben. Allerdings bietet sich uns die Möglichkeit, dass mein Opa in der Zeit, in der wir arbeiten des Öfteren vorbeischaut (er hat schon jahrelang Rottweiler und kennt sich somit auch mit Hunden aus). Dazu möchte ich mir nächstes Jahr einen Job in der Nähe suchen (imoment fahre ich 30min), damit ich auch in der Mittagspause daheim sein kann und mit dem Kleinen was machen kann.
Wir möchten uns den kleinen eigentlich erst dann holen (in 2 Wochen), wenn wir eh Urlaub haben. Damit er anfangs nicht ganz alleine ist. Was haltet ihr von der Lösung? Oder habt ihr bessere Vorschläge?

b) wir haben ein kleines Haus mit einem rießen Garten, in dem der Kleine sehr gut toben kann. Dazu würden wir noch 3x am Tag mit ihm spazieren gehen bzw. da ich auch ein Pferd besitze, darf er dahin auch mit. Ist das ausreichend für eine französische Bulldogge?

c) Habt ihr einen Tipp, wie man am Besten vermeiden kann, dass der Kleine daheim die kompletten Möbel "angreift" :lol: ?
Ich bin der Meinung, dass er es irgendwann lernen muss sich selbst zu beschäftigen. Natürlich nur für die Zeit, in der er alleine ist.

d) Welche Versicherungen haltet ihr für notwendig bei so einem Tier?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und mir somit die Entscheidung, den kleinen Schatz zu uns zu holen leichter machen :)

Viele liebe Grüße!

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2014, 13:58
von Christian
Hallo,

Unser Artikel Kosten für einen Hund behandelt zum Teil auch das Thema Krankenversicherungen und Operationsversicherungen für Hunde. Eventuell findest du hier schon Vorab-Informationen :winken:

Grüße,
Christian

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2014, 14:06
von hetja2003
Christian hat geschrieben:Hallo,

Unser Artikel Kosten für einen Hund behandelt zum Teil auch das Thema Krankenversicherungen und Operationsversicherungen für Hunde. Eventuell findest du hier schon Vorab-Informationen :winken:

Grüße,
Christian



Vielen lieben Dank, das schau ich mir gleich mal an :) eine Frage wäre somit schonmal vom Tisch :D!

Grüße!

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Do 24. Jul 2014, 04:08
von Toblerone
Der Kleine kommt aber nicht irgendwie von einem Internetinserat oder so? Weil wenn ich Franz.Bulldogge und Welpe lese, gehen bei mir erst mal automatisch die Alarmglocken an. Und gerade Ersthundhalter sind Themen wie Hundehandel, "liebevolle Privatzucht" und all die daraus resultierenden Probleme oft unbekannt.

Nichts für ungut, aber das wollte ich sicherheitshalber noch loswerden. Wie alt ist denn der Kleine jetzt?

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Fr 25. Jul 2014, 08:24
von hetja2003
Der Kleine ist nun 12 Wochen alt.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mir sehr, sehr unsicher bin! Da meine Familie grundsätzlich ihre Katzen oder Hunde von einem Züchter haben.
Leider habe ich bei Französischen Bulldoggen keinen Züchter gefunden, der momentan Welpen hat. Und ja, du vermutest richtig...es ist wohl ein "Privatzüchter". Gerade aus dem Grund, bin ich etwas unentschlossen. Kannst du mir eventuell Tipps geben :D?

Viele liebe Grüße!

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Sa 26. Jul 2014, 18:30
von Sandra
Grundsätzlich spricht (meiner Meinung nach!) absolut nix dagegen, den Hund 6 Stunden allein zu lassen. Aber bitte nicht direkt als Welpe/Junghund :eh:

Gerade bei diesen ganzen Rassen, die kaum Nase haben, würde ich ganz genau auf die Herkunft achten!

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mo 28. Jul 2014, 11:49
von Aivlis
Hallo hetja, dein Wunsch an sich ist verständlich, aber ich würde dir raten dich ersteinmal mit der Rasse an sich vertraut zu machen. Schau dich in THs um, vielleicht sitzt dort ein Hund der dich anspricht, der schon einmal gelernt hat alleine bleiben zu können.Manchmal ist es der den wir wünschen, manchmal aber auch ein anderer... :) Einen Welpen kann man niemals alleine lassen, einen jungen Hund eigentlich auch nicht. Sie gehen viele Lebensphasen durch in denen sie noch lernen müssen und die Menschen mit ihnen. Da hilft es nicht wenn ab u. an mal jemand nachschaut, sehr schwierig. Sind Verlustängste erst einmal da, zudem unerwünschte Verhaltensweien wie z.B. Zerstörung , ausbrechen o.a., dann ist es schwer wieder umzulenken. Ich will dir da keine Angst machen , nur zum überlegen anregen. ;) Franz. Bulldoggen finde ich auch toll, habe das Glück einige kennen gelernt zu haben die Näschen besitzen u. sehr agil sind. Ich bin sehr froh darüber das man wieder hingeht u. die Qualzucht , sorry, meine Meinung...zurück züchtet. Habe auch mit Leuten Gespräche gehabt die sehr erstaunt darüber waren das sie mit ihren kleinen Bullys mehr Arbeit hatten als gedacht, denn die waren sehr agil u. mit nur Gassigängen gar nicht zufieden. ;) Auch wenn ich nerve, aber ich würde dir wirklich gerne ans Herz legen in Tierheimen zu schauen, vielleicht sitzt dort ein Hund der ganz anders ist und doch dein Herz erobert. :)

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mo 28. Jul 2014, 19:27
von Trini
Bei liebevoller Privatauf :D zucht werde ich auch erst einmal hellhoerig. Natuerlich sind auch "richtige" Zuechter in der Regel nur Privatzuechter. Aber bestimmte Rassen - und dazu gehoert definitiv auch die Franz. BD - werden haeufig ueber Hundehaendler verkauft. Warst Du schon dort? Wohnt die Mutter im Haushalt, wieviele Geschwister gibt es? Wo sind die gelandet? Wenn Dir nur irgendetwas komisch vorkommt, lass die Finger von dem Hund. Es gibt so viele Welpen aus Massenzuchten, die auf diese Art und Weise verkauft werden. Den einzelnen Hund kann man so zwar "retten", aber es sorgt fuer weiteren Nachwuchs und weiteres Elend der Mutterhuendinnen. :daumenrunter:

Sonst lasst Euch einfach mehr Zeit und wartet auf einen Wurf bei einem guten Zuechter. Alternativ sind sicherlich die THs oder die Franz. Bulldoggen in Not mal durchsuchen. Und auch mal die Zuechterseiten durchsuchen, es kommt immer mal wieder vor, dass Junghunde zurueck zum Zuechter kommen. Dafuer muss man allerdings dann schon mal groessere Strecken fahren.

LG
Martina

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Di 29. Jul 2014, 03:04
von Toblerone
Hallo hetja, wenn du einen Tipp willst, dann diesen: Hör auf deinen Bauch. Und wenn du unsicher bist, wie du schreibst, dann lass die Finger davon. Auch wenn es schwer ist, weil der Hundewunsch so gross ist, das kann jeder von uns nachvollziehen.

Ich persönlich bin absoluter Feind von "liebevollen, privaten Aufzuchten ohne Papiere" (aber billig). Und bei Moderassen ist es halt auch leider nicht so selten, dass die Welpen viel zu jung, ungeimpft und verstört irgendwo im Osten in Hundefabriken eingekauft werden und dann im Internet als "liebevolle Privataufzucht" verkauft wird. Ich kann dir nur ans Herz legen, dich mal ein bisschen zum Welpenhandel einzulesen, dazu braucht man nicht viel googeln.
Natürlich muss das in deinem konkreten Fall nicht so sein, aber es ist ganz wichtig, dass man sich die "Züchter" genau anschaut, die Mutter zu sehen bekommt, nach Möglichkeit auch den Vater und Fragen stellt. Und auf sein Gefühl hört!

Franz. Bulldoggen gibt's ganz sicher auch im Tierschutz, sei es Tierheim oder Vereine, die franz.Bulldoggen in Not aufnehmen. Bis zum Traumhund ist es manchmal ein etwas längerer Weg, aber glaube mir, es lohnt sich!

Das mit dem Welpen sehe ich auch etwas schwierig. Nach nur 2 Wochen Urlaub alleine lassen, wird vermutlich Probleme geben. Da hilft dem Kleinen auch der Garten nicht viel. Wie Aivlis schrieb, wenn der Hund dann "Macken" entwickelt, wird's langwierig, die wieder auszubügeln. Aus diesem Grund würde ich wenn schon zu einem erwachsenen Hund raten, der alleine sein kennt, dem machen dann auch 6Std nichts aus. Wenn es trotzdem unbedingt ein Welpe sein muss, dann ist es umso wichtiger, dass er aus absolut optimalen Aufzuchtbedingungen kommt und schon beim Züchter vieles kennenlernen durfte, damit er nicht schon mit Defiziten einzieht. Ich würds mir an eurer Stelle aber nochmal ganz gut überlegen. Vergiss nicht, für uns ist ein Hund ein Abschnitt in unserem Leben, für den Hund sind wir das ganze Leben.

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Di 29. Jul 2014, 09:44
von hetja2003
Hallo ihr Lieben :)

Erstmal, vielen vielen Dank für eure Antworten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass es mir schon leicht komisch vorkam, als bei der Anzeige die Aussagen "keine Angaben zur Mutter" und "keine Angaben zum Vater" angegeben waren. Ebenso, dass ein Welpe für 650€ angeboten wurde. Kam mir komisch vor. Von diesem "Wurf" waren es insgesamt 6 Rüden und 3 Hündinnen.

Trotzdessen sind wir gestern Abend zu dem vermeindlich "liebevollen Privatzüchter" gefahren. Ich muss vorerst gleich sagen: Ich habe wirklich, wirklich nichts gegen Osteuropäer oder ähnliches. Aber als die Frau uns die Türe öffnete wurde mir einiges klar. Sich mit ihr zu verständigen war schon eine kleine Herausforderung. Sie hat uns in die Wohnung gelassen um uns den Kleinen zu zeigen. Als wir bei den Welpen waren, bekam ich das Gefühl, dass sie nicht glücklich sein können. Sie hatten einfach keinen "Ausdruck" in den Augen und sahen sehr, sehr traurig aus. Auf die Frage wo die Mutter sei, bekam ich nur zu hören, dass ihr Mann vor 10min mit ihr spazieren gegangen ist. Komischer Zufall, hm ;)? Immer mehr wurde mir klar, dass der Kleine zwar unheimlich lieb und freundlich ist...Ich aber solchen Menschen nicht das Recht geben möchte, dass das gut ist was sie betreiben.

Letztendlich haben wir uns dazu entschlossen, den Kleinen nicht zu nehmen. Natürlich war das nicht leicht, wenn man ihn sich angesehen hat und eigentlich schon fast Mitleid mit ihm hatte. Aber ich muss gestehen, dass ich nicht aus Mitleid einen Hund kaufen möchte.

Wie du, Trini schon gesagt hast, man kann den einzelnen Hund "retten" aber dadurch bestätigt man die "Züchter, Händler" - wie auch immer - nur darin, dass sie so weitermachen können...schließlich funktioniert es ja. Und ne ne ne...das möchte ich nicht.

Ich hoffe, dass der Kleine Mann trotzdem ein wunderschönes Zuhause geschenkt bekommt und glücklich wird :)

Liebe Grüße

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Di 29. Jul 2014, 11:43
von Silberschatten
Glückwunsch zu Deiner Entscheidung und meine Hochachtung, dass Du den Kleinen nicht aus Mitleid gekauft hast.
Lasst Euch Zeit für die Suche. Ihr werdet mit dieser Einstellung Euern Traumhund finden!

LG Uta

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Di 29. Jul 2014, 18:21
von Trini
Hut ab, dass Du so standhaft warst. Ich kenne viele Leute, auch welche die es besser wissen muessten, die dann doch gekauft haetten.
Ja, die "Mutter" ist in solchen Faellen ganz oft gerade eben mit Mann, Kindern etc. unterwegs. Und 9 Welpen in einem Wurf sind fuer Bullies schon ganz schoen viele. Und 650 Euro empfinde ich fuer einen Hund ohne Papiere, von ungewisser Herkunft, fehlender Praegung und vermutlichen gesundheitlichen Defiziten eine Frechheit. Da wird zu Lasten der Hunde versucht Geld zu scheffeln. :daumenrunter: Da krieg ich wirklich die Wut.

Je nachdem, wo Du wohnst, koennten fuer Dich auch Zuechter aus dem benachbarten Ausland, die in ihrem nationalen FCI-Verband organisiert sind.

Oder falls die Rasse letztendlich nicht ganz so wichtig ist und ihr Euch auch fuer einen erwachsenen Hund erwaermen koenntet, mal ein paar THs besuchen. Auch da gibt es Riesenunterschiede. Es gibt tolle THs mit sehr engagierten Mitarbeitern, die bemueht sind fuer jeden ihrer Bewohner ein fuer beide Seiten passendes Zuhause zu finden. Und es gibt andere.... :crazy:

Bei unserem jetzigen Hund haben wir eins von der guten Sorte erwischt. Und wir haben einen tollen, liebenswuerdigen, superfreundlichen erwachsenen Hund bekommen, der keinerlei Macken oder Unarten hat, alleine bleiben kann und sich vom ersten Tag toll eingefuegt hat.

Beim Welpen kann man nur erahnen, wie er sich mal entwickelt. Ehrlicherweise muss ich aber auch gestehen, dass ich Welpen durchaus widerstehen kann. Sie sind niedlich, aber es ist auch eine sehr anstrengende Zeit, bei der viele Klamotten etc. auf der Strecke bleiben koennen. :roll: Bei uns wird voraussichtlich kein Welpe mehr einziehen, sondern nur noch halberwachsene bis erwachsene Hunde.

LG
Martina

Re: Der erste eigene Hund

BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2014, 11:06
von Sandra
Ich schließe mich an und ziehe den Hut, dass ihr ohne Welpe nach Hause gefahren seid. Solche Menschen braucht es viel öfter :(

Eine Anschaffung sollte nicht aus einer Laune raus entschieden werden, sondern wohl überlegt.
Auch welche Rasse!
Wenn ihr den franz.Bulldoggen verfallen seit, dann schaut doch vielleicht wirklich mal bei den "in-Not"-Seiten vorbei und in Tierheimen.

Wir wollten als nächsten Hund eigentlich auch wieder einen Welpen. Und nun?
Unser Welpe ist schon mind. 1,5 Jahre alt und ein wahrer Goldschatz :herz