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Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 18:57
von Trini
Hallo Ihr Lieben,

hier gibt es ja auch einige Besitzer von großen, schweren Hunden. Und mich würde mal interessieren, wie Ihr Eure Hunde im medizinischen Notfall überhaupt transportiert. Auf den Arm nehmen ist ja keine Option, oder? Oder gibt es Hilfsmittel?

Mir stellte sich diese Frage, als wir in der letzten Woche zum TA mußten - nur wegen einer fiebrigen Erkältung - aber Herr Hund keinen Meter laufen wollte bzw. konnte und wir ihn ins Auto und die Praxis tragen mußten.

Ich hätte ja gerne auch noch einen großen Hund, aber in dem Fall war ich wirklich froh, daß unser noch ganz gut zu tragen ist. Und deswegen würde mich das auch sehr interessieren.

LG
Martina

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 19:52
von Andreas
Als Bär seine Zehe abgenommen bekommen hat, habe ich den Bollerwagen der Kinder her genommen.
Das ging erstaunlich gut. Treppen kann man damit aber leider nicht bezwingen.
Autor fahren ging zwar nicht, ist aber jetzt hier nicht so das Problem, da es nicht sehr weit ist.

Mit Auto ist etwas problematischer. Evtl ginge aber so eine Hilfe. http://www.discounto.de/Angebot/Faltbare-Schubkarre-23353/

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 20:13
von Trini
Was wiegt denn der Bär? Und wie hast Du es geschafft ihn in den Bollerwagen zu heben?

LG
Martina

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 20:19
von Spinnerminna
Ich hatte ja letztes Jahr mal so einen Notfall mit Bella. Sie hatte was falsches gefressen und konnte sich kaum noch bewegen. Ich hab's geschafft, sie fast bis zum Auto zu locken, aber das letzte Stück hat sie nicht mehr geschafft.
Ich hätte niemals gedacht, dass ich das schaffe, aber ich hab sie dann tatsächlich hoch gehoben und das letzte Stück getragen.
Da hat mich die Panik wohl stark gemacht.
Ich hab mir danach aber auch Gedanken gemacht, wie ich das machen soll, wenn's mal für ein längeres Stück oder sogar Treppen rauf und runter wäre.
Zuhause hätte ich einen sogenannten "Hund". So ein Brett mit Rollen drunter. Da könnte ich sie drauf hieven und dann bis zum Auto schieben. Ein Hund für den Hund. :D
Wenn ich unterwegs bin, weiß ich allerdings auch keine Lösung.
Meine Horrorvorstellung wäre, wenn auf dem Spaziergang was passiert. Und ich dreißig Minuten vom nächsten Haus entfernt bin. :?

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 20:23
von Feiticeira
Es gibt extra solche "Tragegeschirre". Wahlweise für vorne oder hinten. Das hilft dann auch beim Treppen steigen. Alternativ geht in billig auch einfach ein Handtuch unter dem Bauch. Zum längeren Tragen kann man einen Hund relativ gut auf den Schultern platzieren-geht auch bei schweren Hunden (allerdings gibt es da natürlich Grenzen...). Schnuppe kann ich aufgrund ihrer Länge, Größe und Schwere gar nicht tragen-auf den Schultern klappt es. Das größte Problem ist dabei jedoch den Hund erstmal auf die Schultern zu bekommen. :mrgreen:

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Do 21. Feb 2013, 10:47
von Kuvasusa
Als Maros einen Hirnschlag hatte und kurzzeitig seine Hinterhand partiell gelähmt war, hatte ich ihm ein normales Zuggeschirr umgeschnallt und dann ein grosses Badetuch um den Bauch gelegt um ihn so zweihändig stützen, heben und führen zu können. Maros wog 47 kg. Und wir hatten täglich mehrmals Treppen zusteigen. Rauf und runter. Während mein Ex ihn einfach getragen hat.

Wenn der Hund zu schwer zum Tragen ist und selber auch nicht mobil, oder zu schwer verletzt, als dass er selber mithelfen könnte. Haben wir aus einem alten Liegestuhl eine Trage gemacht.

Und wenn's ganz dick kommt, im schlimmsten Notfall ( Unfall, Epianfall ect ... ) mit einer Woll,- oder Autodecke einwickeln und so fern man ganz alleine ist, halt auf dem Boden gerückt, resp. geschleift, sonst getragen.

Liebe Grüsse
Susanne mit Rahan und Monello

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Do 21. Feb 2013, 19:56
von Trini
Danke für eure Rückmeldungen. So richtig den "Stein der Weisen" scheint es ja nicht zu geben. Die Handtuch-Variante kannte ich auch, kann mir aber nicht vorstellen, wie praktikabel das ist. Da muß Herr Stein wohl mal als Versuchsobjekt ran. ;) Auf den Schultern tragen, dafür muß man den Hund aber erst mal da hoch bekommen und darf nicht "Rücken" haben. Jünger werde ich ja auch nicht.... :crazy: Nach den Führgeschirren googel ich mal. Das Thema beschäftigt mich nämlich schon länger.

@ Susanne

Was hattest Du denn für einen Hulk als Ex? :o 47 kg tragen macht man ja mal nicht soeben. Und ich hantiere mehr oder weniger regelmässig mit 25 kg Säcken....

LG
Martina

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Do 21. Feb 2013, 20:24
von Kuvasusa
Trini hat geschrieben:@ Susanne

Was hattest Du denn für einen Hulk als Ex? :o 47 kg tragen macht man ja mal nicht soeben. Und ich hantiere mehr oder weniger regelmässig mit 25 kg Säcken....


Hihi, der war alles andere als ein Hulk. :P 1.75 m klein und drahtig. Aber er hatte Maros jeweils die Treppen hoch getragen. Habe ja nicht geschrieben, wie er danach gekeucht und geschwitzt hat .... :twisted:

Liebe Grüsse
Susanne mit Rahan und Monello

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Do 21. Feb 2013, 20:40
von Andreas
Bedenken sollte man aber, selbst wenn man es schafft einen Brocken von Hund zu tragen, es nicht sehr einfach ist, wenn man das Gleichgewicht verliert und die Arme nicht zur Verfügung hat

(Normales) Tragen würde ich eher als Notlösung in Betracht ziehen. Was auch für die eigenen Gesundheit besser ist. Besser ist es da entsprechende Hilfen zu nutzen, z.b ein Kraxen

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Fr 22. Feb 2013, 04:55
von Erna
Bei uns war es so,Apollo(Bobtail Gewicht zum Teil 42-43kg bei 70cm Schulterhöhe),wenn er nach einer Op in den Wagen gehoben werden mußte,das wir das mit einer Decke zu zweit machten.
Als er älter wurde,und die Treppen nicht emhr steigen konnte,hat mein Mann ihn immer hoch und runter getragen..Ich konnte das gar nicht,zu schwach.. ;)
Die Alternative mit dem Handtuch unter dem Bauch ging auch nicht,weil seine Vorderbeine,dank der Arthrose,ein Teil des Gewichtes nicht schafften,wir wären zusammen die Treppe herunter gefallen..

Für mich stand nach Apollo fest,kein so schwerer Hund mehr..
Na ja,jetzt haben wir Nara mit 37 kg,auch ihre Knochen fangen langsam an,ich denke mein Mann wird wieder her halten müßen..
Mein nächster Hund,wird keine 20kg mehr wiegen.. ;)

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Fr 22. Feb 2013, 17:09
von Sandra
Das ist eine gute Frage. Smilla hat zwar nur 23kg, aber dieses Gewicht 2 Stockwerke hoch-/runterschleppen ist nicht ohne. Vor allem schaffe ich das definitiv noch nicht bzgl. meiner Muskeln auf der operierten Seite :eh:
Wir werden jetzt demnächst auch ein Geschirr bestellen, wo man ihr beim Treppenlaufen etwas helfen kann. Die letzten Stufen strengen sie nämlich leider schon etwas an :(

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Fr 22. Feb 2013, 18:41
von Trini
Andreas hat geschrieben:Bedenken sollte man aber, selbst wenn man es schafft einen Brocken von Hund zu tragen, es nicht sehr einfach ist, wenn man das Gleichgewicht verliert und die Arme nicht zur Verfügung hat


Das ist mir ja schon mit Klein-Stein passiert. Da passte er noch auf meinen Unterarm. Ich bin auf der Treppe ausgerutscht, hatte aber das Kleinteil auf dem Arm und habe dann den Rest des Tages in der Notaufnahme im KH verbracht, weil ich dachte, daß ich mir einen Arm gebrochen hatte. War aber GsD nur eine ganz fiese Verstauchung. :crazy:

@ Susanne
:lol: So einen Ex hatte ich auch mal - Marke Terrier. 8-) Ich habe dann auf lang und schlaksig umgeschwenkt. War besser für mich.

@ Erna
Klar, wenn es vorne nicht mehr geht, hilft auch das Handtuch nichts. Ich glaube ich werde mich tatsächlich mal auf Suche nach dem "Sanitätshaus" für Hunde machen, obwohl unserer mit seinen ca. 25 kg noch ganz gut zu handeln ist. Wir werden ja auch nicht jünger....., oder es muß uns beide mal im schlimmsten Fall gleichzeitig die "Hexe geschossen" haben.

LG
Martina

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Sa 23. Feb 2013, 05:12
von Erna
@ Martina
obwohl unserer mit seinen ca. 25 kg noch ganz gut zu handeln ist. Wir werden ja auch nicht jünger....., oder es muß uns beide mal im schlimmsten Fall gleichzeitig die "Hexe geschossen" haben.
Och,da reicht ein schöner Bandscheibenvorfall.. ;) Nach diesem geht bei mir z.b ab 10kg nichts mehr... :D Nein Jünger werden wir alle nicht.. :mrgreen:

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Sa 23. Feb 2013, 18:20
von Trini
Nöööö, Bandscheibenvorfälle wollen wir hier nicht. :pscht: Aber man kann tatsächlich nie so "doof" denken, wie es denn kommen kann.....

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Fr 1. Mär 2013, 12:40
von *Missy*
Also ich trage auch meine Schäferhündin manchmal die Treppen hoch (Sch*** Überrgangswohnung, 2. Stock :roll: ) Und ich hab selber nur knapp 65kg.
Bei größeren Hunden oder weitere Strecke lege ich mir die Hunde auch auf die Schultern. Das über ich aber auch immer wieder, einfach nur "zum Spaß", weil ein zappelder Schäferhund, in Panik und dann laufen?? Ne das geht nicht wirklich.
Wenn kein Bollerwagen zur Hand ist tuts übrigens auch ein Einkaufswagen 8-)
Nachbarn fragen ob im Notfall wer helfen kann... Und bei wirklich großen Hunden kann es Sinnvoll sein, eine Rampe zu haben, dann kann der Hund vielleicht doch noch ins Auto steigen.
Oder man ruft den Doc einfachzu sich, das geht sogar hier auf dem Land.

Es gibt aber auch Hundeboxen mit Rollen und Griff ;)

Re: Große, schwere Hunde - wie im Notfall transportieren?

BeitragVerfasst: Mo 2. Dez 2013, 02:37
von Toblerone
Entschuldigt, wenn ich dieses ältere Thema wieder aufgreife, habs beim stöbern grad entdeckt und muß gestehen, darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht.
Eine Patentlösung habe ich da leider auch nicht. Und wenn ich mir vorstelle, ich müsste Grizzly mit seinen 70kg irgendwo hinbringen wenn er selbst nicht mehr laufen kann... dann wird mir Angst und Bange. Zu zweit könnte man es vielleicht noch mit zwei Decken vorne und hinten versuchen, mit denen man ihn stützt. Aber auch das stell ich mir sehr schwierig bis unmöglich vor.
Ich habe keine Ahnung und hoffe einfach nur, daß es nie nötig wird!!

Als Raya (25kg) letztes Jahr diesen elenden Saschlikspieß gefressen hatte und zum Notfall wurde, wollte und konnte sie auch nicht mehr laufen. In eine Decke eingewickelt konnte ich sie trotzdem noch zum herbei gerufenen Taxi tragen. Es ist schon so, im Notfall entwickelt man ungeahnte Kräfte.
Aber bei unhandlichen 70kg...