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Welpen an eine Hundebox gewöhnen

Bei einem Welpen könnt ihr jederzeit davon ausgehen, dass er praktisch alles als Kauspielzeug ansieht und es ganz in Ordnung findet, sich auf dem guten Perserteppich zu lösen. Da nicht in jedem Haushalt ein hundesicherer Raum vorhanden ist, ist es durchaus sinnvoll, einen Welpen an einen vorübergehenden Aufenthalt in einer Box zu gewöhnen. Und eine Hundebox bietet ein sicheres Aufbewahrungsmittels während des Transportes im Auto.

Der Aufenthalt in der Box sollte NIE über mehrere Stunden gehen, sondern ist nur als Lösung für kurze Termine gedacht, damit der Welpe in der Zeit nichts kaputt machen kann, aber auch nicht sich selber verletzen kann, wenn kein hundesicherer Raum vorhanden ist! Vor dem Einsatz der Hundebox als Hilfsmittel, nehmt euch ein wenig Zeit und schafft zuerst einmal einen „guten Eindruck“.

Richtet die Box für den Welpen mit einem Kissen oder einer Decke bequem her und werft ein paar Leckerchen hinein wenn der Hund nicht hinsieht. So hat der Hund die Möglichkeit dieses „Wunder“ selbst zu entdecken. Gebt ihm einige Tage lang sein Futter in der Box, aber lasst die Türe stets offen. Ein interessantes Kauspielzeug am hinteren Teil der Box befestigt, kann dazu beitragen, dass der junge Hund vielleicht von sich aus für einige Momente in der Box verbleibt, wenn er daran kauen will.

Nach ein paar Tagen fangt an, dem Hund beizubringen, sich auf Hörzeichen in die Box zu begeben.

Ihr werft ein Leckerchen hinein und sagt gleichzeitig: „In die Box“, lobt den Hund wenn er hinein geht und gebt ihm noch ein Leckerchen wenn er drinnen ist. Danach fordert ihn sofort wieder auf herauszukommen. Für das Herauskommen gebt ihm kein Leckerchen. Wiederholt dies mehrmals und verändert dann euer Verhalten, indem ihr das Leckerechen erst hineinwerft, wenn der Hund auf euer Hörzeichen „In die Box“ hinein gelaufen ist. Danach könnt ihr ihm noch einige Leckerchen in der Box geben und ihn dann auffordern herauszukommen.

Wiederum nach einigen Tagen  könnt ihr anfangen, nachdem er in die Box gelaufen ist und ihr ihn belohnt habt, diese zuzusperren. Erleichtert ihm diese Veränderung, indem ihr ihm ein Kauspielzeug dazugebt. Wählt einen Zeitpunkt in dem der Hund eurer Erfahrung nach ohnehin schlafen würde. Vielleicht könnt ihr es so einrichten, dass ihr zuvor mit dem Hund einige Zeit spazieren wart.

Setzt euch für einige Zeit (durchaus eine halbe Stunde) auf einen Stuhl neben die Box und lest ein Buch. Zwischendurch verlasst den Raum ab und zu, kommt aber bald zurück.

Die erste Erfahrung, die euer Hund in der verschlossenen Box macht, muss sehr einfach und außerordentlich gut sein. Wenn ihr ihn nach einiger Zeit wieder herauslasst, verhaltet euch ganz neutral.

Schließt den Hund in den nächsten Tagen erneut in die Hundebox ein, während ihr zu Hause seid und geht aber in dieser Zeit eurer normalen Tätigkeit nach. Gebt ihm jedes Mal interessante Kauspielzeuge und ignoriert alle „Geräusche“ die euer Hund von sich gibt. Wenn ihr merkt, dass euer Hund das Bleiben in der Box während eurer Anwesenheit im Haus akzeptiert hat, könnt ihr anfangen, das Haus für eine gewisse Zeit, die anfangs natürlich nicht allzu lange sein sollte, zu verlassen.

Die Alternative zum Boxentraining ist entweder, man hat die Zeit, den Welpen nie unbeaufsichtigt zu lassen oder man verfügt über einen hundesicheren Raum, in dem der Hund dann auch sein „Geschäft“ verrichten kann.

Autorin: Melanie Weber-Tilse

Unser Hundeboxen Tipp:

 

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Eingereicht von 3 Kommentare

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3 Comments »

  • Manuela sagt:

    Hallo Melanie,

    die Anleitung zur Gewöhnung an die Box ist wirklich gut.
    Leider wird sie oft dazu missbraucht, Hunde dort einzusperren, um sie aus dem Weg zu haben. Ich kenne sogar eine Hundetrainerin, die ihren Kunden empfiehlt, sich eine Box zu kaufen, um mal Ruhe vor dem eigenen Hund zu haben.
    Ich persönlich würde meinen Hund niemals in eine Box sperren. Was ist, wenn er sich vor etwas erschrickt (z.B. einem Geräusch auf der Straße) und in Panik gerät?

    Herzliche Grüße
    Manuela

    • melanie sagt:

      Hallo Manuela,

      die Box ist auf keinen Fall dafür gedacht, den Hund längere Zeit dort unterzubringen. Das würde ich persönlich nicht machen. Und wer Ruhe vor seinem eigenen Hund haben möchte, sollte sich keinen anschaffen ;)

      Eine Box kann aber für viele Dinge wirklich gut sein. Transport im Auto, falls eine Flugreise ansteht, auf Turnieren so dass der Hund bei einem sein kann und nicht im Auto warten muss, etc.

      Man sollte den Hund natürlich an Alltagsgeräusche gewöhnen, so dass er wegen irgendetwas erst gar nicht in Panik gerädt. Ich möchte nämlich nicht wissen, was passieren könnte, wenn er in einem Raum ist und versucht eventuell durch das Fenster zu gehen.
      Aber bei Panik versuchen die meisten sich in eine Ecke zu drücken, oder sich unter etwas zu verstecken. Somit wäre die Box ja eigentlich ideal zum „unsichtbar machen“.

      Liebe Grüße
      Melanie

  • Snaider1 sagt:

    Hallo Melanie,
    wirklich eine tolle Anleitung seinen vierbeinigen Freund an eine Hundebox zu gewöhnen. Und auch Manuela gebe ich völlig recht. Eine Hundebox sollte z.B. für den Hundetransport im Auto genutzt werden, aber nicht zum weg sperren. Solche Leute die sich nicht um ihre Hunde kümmern verdienen auch keinen Hund.

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