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Abenteuer Wurf – Der Auszug – Wochen Sieben und Acht

In den letzten beiden Wochen entwickelte sich die einst so süße, ruhige kleine Lapinporokoira Welpenbande zu Radau-machenden, nicht müde werden wollenden, immer größer werdenden Quälgeistern.

Ich denke, es gibt zwischen den Rassen große Unterschiede, wie schnell und intensiv sie sich entwickeln. Ich beobachte bei meinen Zwergen ähnliches, was auch andere Hütehundezüchter sagen: Die letzten beiden Wochen sind Action pur, wo die Welpen beschäftigt werden wollen, unglaublich aktiv sind und es auch untereinander den einen oder anderen Crash gibt! Wir verbrachten unsere Tage hauptsächlich draußen im Welpengarten, wo die Welpen zwischen Action und Schlaf selbst entscheiden konnten. In den Nächten war es dann ruhig nach der letzten Mahlzeit um circa 22.00 Uhr. Ich denke, ein Züchter kann schon viel an Vorarbeit leisten, was Durchschlafen in der Nacht und Stubenreinheit betrifft. So wurden Weckversuche in der Nacht konsequent ignoriert, was sich später wirklich bezahlt machte!

Die Lapinporokoira Welpen bekamen bei ihren Ausflügen außerdem regelmäßig ihre Welpenhalsbänder angezogen, um sich langsam an diese zu gewöhnen. Zum Auszug hatte keiner mehr ein Problem mit diesem komischen Ding um den Hals!

Kleiner Welpe mit Hunde Vater

Klein Welpe Beauvvaza mit Papa Samur

Nebst dem mittlerweile Standardprogramm Autofahren und Besuchen in fremden Terrain, begann ich außerdem mir die Welpen einzeln bei verschiedenen Situationen anzusehen und ihren Beutetrieb zu testen. Unglaublich, wie so ein sieben Wochen alter Welpe an einem Zergel hängen kann.

Der letzte Programmpunkt bei mir war die erste Impfung beim Tierarzt. Wieder eroberten die Zwerge die Tierarztpraxis im Nu und ließen diese seltsame Prozedur ohne auch nur einen Mucks über sich ergehen.

Und dann kam der große Tag: Der Auszug der Welpen.

Ich denke, jeder Züchter sieht diesem Tag mit einem lachenden und weinenden Auge entgegen. Ich muss ehrlich zugeben, dass auch dieser Wurf gerade in der letzten Woche sehr an meinen Nerven gezehrt hat, aber dennoch zog man die Kleinen acht Wochen lang mit Herzblut auf, sie bereiteten einem, mit kleinen Ausnahmen, quasi rund um die Uhr einfach nur Freude. Und dann sind sie vom einen auf den anderen Tag einfach weg!

Ich bin ehrlich: ich weine bei jedem einzelnen Welpen. Aber hauptsächlich aus Freude. Ich habe alles getan, um die besten Besitzer für meine Zwerge zu finden. Ich wünsche ihnen alles Gute und ein langes, erfülltes und gesundes Leben!

Julias Welpen vor dem Auszug

Mein B-Wurf kurz vor dem Auszug

Autor: juliaw

Die komplette Reihe „Abenteuer Wurf“, ein Welpentagebuch von Julia’s Lapinporokoira Welpenbande kann hier nachgelesen werden.

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