Gedeckte Rippenbrüche

Hund Erste Hilfe Dr. Who

Wenn Brüche der Rippen vorliegen, muss immer damit gerechnet werden, dass die Brusthöhle eröffnet wurde. Stellt man im Bereich der Rippen eine Vorwölbung fest, die sich beim Ausatmen vorwölbt/aufbläst und dann beim Einatmen wieder zurückbildet, so gelangt Luft aus dem Brustraum unter die Haut. Hier besteht die Sicherheit, dass der Brustraum eröffnet ist. Es entstehen dann ähnliche, allerdings etwas mildere Probleme, wie bei einer offenen Brustraumverletzung.

Sollte es zu einer zusätzlichen Verletzung und Blutung der Lunge kommen, wird es beim Hund zu einer zunehmend größeren Atemnot kommen. Bei solch einer Verletzung sollte der Hund die Position einnehmen dürfen, wo er am besten atmen kann. Auf keinen Fall ihn in eine Seitenlage zwingen. Sollte er selber nicht mehr stehen können, so wir der Hund auf die gesunde Seite gelegt und der Kopf hochgelagert.

Bei Rippenbrüchen mit Brustraumverletzung ist es wichtig, den Hund zu beruhigen, da er sowieso schon Probleme mit der Atmung hat. Ist nun eine Vorwölbung, wie oben beschrieben, zu beobachten, wird hier ein weiches zusammengefaltetes Tuch (dies kann ein Handtuch oder eine Mütze sein) direkt auf die Vorwölbung gelegt. Mit leichtem Druck werden nun – wenn möglich breite – elastische Binden um den Brustraum des Hundes gewickelt. Zur Not gehen hier auch Stroffstreifen oder ein Schal. Stehen weder Binden, noch andere Materialien zum Umwickeln zur Verfügung, muss das, auf der Vorwölbung aufliegende, Tuch mit der Hand festgehalten werden. So erleichtert man dem Hund die Atmung!

Gedeckte Rippenbrüche – Zusammenfassung:

  • Bei Brustraumverletzung weiches zusammengefaltetes Tuch auf die Vorwölbung (Luft gelangt durch den offenen Brustraum unter die Haut) legen.
  • Breite elastische Binde um den Brustkorb wickeln (oder Stoffreste, Schal). Steht nichts zur Verfügung das Tuch mit der Hand auf der Vorwölbung festhalten.
  • Ist die Lunge verletzt, soll der Hund sich die Position selber aussuchen dürfen.
  • Schneller Transport zum Tierarzt.

Autorin: Melanie Weber-Tilse

Wichtige Information:

Auch wenn nach bestem Wissen und Gewissen gesundheitliche Themen verfasst wurden, können sich dennoch Fehler einschleichen, oder einen nicht mehr aktuellen wissenschaftlichen Stand darstellen, noch ersetzen sie den Rat fachkundiger Tierärzte. Die Autoren übernehmen keine Verantwortung für dessen Richtigkeit, alle Angaben sind stets ohne Gewähr.

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