Gino drückt die Schulbank – Tagebuch Diabetikerwarnhund Teil 6

Diabetikerwarnhund Tagebuch

Diabetikerwarnhund Tagebuch – Sechster Eintrag

Der kleine Wollknäuel war nun schon eine Weile bei uns. Jetzt wurde es an der Zeit, dass der junge Mann auch die Hundeschule besuchen musste. Der Grundgehorsam wird so verstärkt und gefestigt. Also machte ich mich im Internet auf die Suche nach einer geeigneten Hundeschule für uns beide.

Meine erste Anfrage richtete sich an eine Schule, welche sich in der Nachbarstadt befindet. Sofort schrieb ich eine E-Mail an diese. In meiner E-Mail stand freundlich und ausführlich welchen Hund ich habe und wie alt Gino ist. Außerdem fragte ich noch, welchen Kurs sie uns empfehlen könne. Im Angebot hatte die Schule Welpenkurse und Junghundekurse. Außerdem wurden noch Hundesportarten wie unter anderem Agility angeboten. Ebenso fragte ich, was denn eine Stunde in der Hundeschule kosten würde. Mit einem freundlichen „Mit freundlichen Grüßen“ beendete ich dann die E-Mail.

Der nächste Tag. Ich öffnete mein Emailpostfach.

Antwort von der Hundeschule – „10 EUR pro Stunde“

„Wie nett, überschwänglich und ausführlich!“ dachte ich mir. Also machte ich mich auf die Suche nach einer anderen kommunikativeren, Hundeschule. Ich wusste, dass sich außerhalb meines Wohnortes eine Hundeschule angesiedelt hatte. So suchte ich diese im Internet. Da waren sie, die Kalte-Schnauzen e.V. Sofort schrieb ich an die Besitzerin Yvonne, eine E-Mail. Wieder stellte ich Gino und mich vor. Hier kam am nächsten Tag prompt eine Antwort von ihr. Auch meine Frage hinsichtlich einer Probestunde wurde bejaht. „Das ist ja super!“ freute ich mich.

Hund Leine Hundeschule Kind
Gino brav an der Leine von Felix. Hundeschule muss nun mal sein

Unsere erste Stunde leitete Jenni, eine Trainerin in Ausbildung. Es wurde geübt und gespielt. Richtig wohl fühlte ich mich. „Wir kommen auf jeden Fall wieder!“ sagte ich am Ende unserer erste Stunde.
Als zweite Hundetrainerin stellte sich uns Heidi vor. Auch sie mochten wir von Anfang an. Mit wir meine ich Gino, Felix und mich. Felix ist an unseren „Hundesamstagen“ auch meistens mit von der Partie, da Papa leider nur jedes siebtes Wochenende frei hat.

Es ist für ihn das Highlight des Samstages, wenn wir zur Hundeschule gehen. Von Meeri, einer weiteren Ausbilderin, bekommt er immer einen Tee mit ganz vieeeel Zucker.

Hat er mal keine Zeit, so sorgt er sich zuverlässig um seine Vertretung. Hier entstand ein süßer Dialog mit Papa. Eines Samstages durfte er bei Oma übernachten. Als ihm dann die Zwickmühle mit dem Besuch der Hundeschule bewusst wurde, sagte er sofort zu Papa dass dieser an seiner Stelle hingehen müsse, da er heute keine Zeit habe.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Hundetrainerinnen für die „samstägliche Betreuung“ von Felix bedanken. Während ich mit Gino übe, kümmern sich diese rührend um Felix und ich kann mich voll auf die Ausbildung von Gino konzentrieren. Herzlichen Dank!

Die Ausbildung zum Diabetikerwarnhund steht kurz bevor

17 Tage noch bis zum Start der Diabetikerwarnhundausbildung! So langsam werde ich nervös. Von Maja, der Leiterin des Ausbildungszentrums, habe ich schon die Anmeldeformulare zugeschickt bekommen. Als Übernachtungsmöglichkeit habe ich mir unseren Wohnanhänger auserwählt. Man bemerke hier, dass ich diesen noch nie alleine gefahren habe! Diesen können wir auf dem Hundeplatz abstellen und dort übernachten. Die erste Kurseinheit geht nämlich über das ganze Wochenende. Ich werde auf jeden Fall über Ginos und meine „Wohnwagenfahrt“ berichten.

Aktueller Stand meines Spendenkontos

Traubenzucker Hund
Traubenzucker muss immer dabei sein!

Die Ausbildung (hier die sogenannte Selbstausbildung) von Gino kostet insgesamt mit Hund 6200 Euro. Ein paar Stiftungen hatten sich schon bei mir gemeldet. Insgesamt hatte ich somit 4000 Euro auf meinem Spendenkonto.
Lediglich eine Stiftung hatte ihre Zusage bis Mitte Dezember befristet, sodass mir für die vollständige Ausbildung noch insgesamt 2200 Euro fehlen. Diese 2200 Euro beschäftigen mich nun schon seit Dezember 2014. Meine weiteren Anfragen an Futtermittelhersteller, Hundesupermärkte etc. blieben leider bis heute fruchtlos.

Auch Frau Braun, vom Landratsamt Augsburg, sieht leider keine weiteren Möglichkeiten mehr. Für den kommenden Donnerstag haben wir uns nun verabredet um das weitere Vorgehen zu besprechen. Sollte es wirklich an 2.200 EUR scheitern? Das möchte und kann ich noch nicht glauben!

Autorin: Tanja Steinhauser

[box type=“info“]Für Fragen rund um das Thema „Spende für die Diabetikerwarnhundausbildung“ steht Frau Johanna Braun, Besonderer sozialer Dienst, unter der deutschen Telefonnummer: 0821 3102-2716 oder Email Johanna.Braun@lra-a.bayern.de gerne zur Verfügung.[/box]

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