Die ersten beiden Wochen nach der Geburt – Abenteuer Wurf – Fünfter Teil

Welpe Faolan

Die ersten beiden Wochen nach der Geburt der Welpen scheinen zuerst recht unspektakulär zu sein. Die Hauptbeschäftigung der Welpen besteht aus Fressen und Schlafen, daher nennt man diese Phase auch die vegetative Phase. Die Welpen handeln rein aus ihrem Instinkt, dabei sind Augen und Ohren noch fest verschlossen und auch der Geruchssinn ist wenig ausgeprägt. Durch die Pendelbewegungen mit dem Kopf finden die Welpen schnell den Weg zur Zitze, wo sie trinken, bis sie satt sind. Danach schlafen sie wieder, bis zur nächsten Mahlzeit. Im Grunde hat Mutter Natur die Welpen für diese erste Zeit perfekt ausgerüstet, denn jede weitere Entwicklung wäre in dieser Phase unnötig.

Die instinktsichere Hündin übernimmt den anderen Part: Durch Zungenmassage des Bauches des Welpen stimuliert sie diesen zum Urinieren und Koten und entfernt damit gleichzeitig alle Ausscheidungen, um das Wurflager sauber und trocken zu halten.

Nuortariikas Baittan Beauvvaza wagt einen ersten Blick in die Welt
Nuortariikas Baittan Beauvvaza wagt einen ersten Blick in die Welt

Wichtig für den Züchter ist das tägliche Wiegen der Welpen. Eine Gewichtsabnahme in den ersten beiden Tagen ist durchaus normal und wenig besorgniserregend. Der Welpe muss sich erst auf die neue Ernährungsform umstellen. Danach sollte das Gewicht jedoch kontinuirlich ansteigen. Nach einer Woche sollte sich das Gewicht ungefähr verdoppelt, nach zwei Wochen verdreifacht haben.
Mehr Aufgaben, als das tägliche Wiegen und das Wechseln der Laken in der Wurfkiste, kommen dem Züchter in dieser Phase nicht zu.

Nach etwa 10 – 12 Tagen beginnen sich die Augen und die Ohren der Welpen zu öffnen. Der Geruchssinn beginnt sich ebenfalls besser zu entwickeln. Es ist ein unbeschreiblicher Moment, wenn so ein Zwerg einen das erste Mal anschaut.
Jedoch ist Seh- und Hörvermögen in der ersten Zeit nur sehr beschränkt und reift erst später völlig aus.

Abenteuer Wurf: Unsere ersten zwei Wochen

Zwei kleine Welpen
Nuortariikas Bealdomuorji Bealdegry und Nuortariikas Buorre Bardni beim Kuscheln

Wie wohl jeder Züchter, bin auch ich von meinem Wurf restlos begeistert. Es ist eine unglaublich tolle Bande, die mir tagtäglich ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Ich bin, wie bereits in meinem A-Wurf, unglaublich fasziniert, wie schnell sich die Welpen entwickeln. Man kann ihnen geradezu beim Wachsen zuschauen. Welch ausgeprägte neurologische Reflexe so ein Welpe mit nur vier Tagen hat, finde ich außerordentlich beeindruckend.

Meine Bande hielt von Anfang an nicht viel von Abnehmen, ganz im Gegenteil, der letztgeborene Rüde wog nach bereits nach 10 Tagen über ein Kilogramm, ich weiß nicht, wo er hinwachsen möchte!

Namen haben auch bereits alle! Bei der Namensfindung ist der Phantasie des Züchters kaum eine Grenze gesetzt. Unter dem Österreichischen Kynologen Verband (ÖKV) ist lediglich eine maximale Zeichenanzahl von Zwingernamen & Rufnamen mit 35 Zeichen beschränkt. Und diese habe ich persönlich mal wieder ausgekostet. Ich persönlich mag einfach Namen, die nicht jeder hat, die eine schöne Bedeutung haben und zudem zu meinem Zwingernamen passen.

Mit 10 Tagen begannen alle die Augen zu öffnen, bei den Mädels ging es etwas schneller, als bei den Jungs. Mit ungefähr 12 Tagen konnte ich erste Gehversuche beobachten, was anfangs wohl eher dem Torkeln eines alkoholisierten Menschen gleicht, aber dennoch nicht weniger lustig anzusehen ist.

Ließ Tundra die Bande die ersten Tage kaum aus den Augen und duldete keine anderen Tiere im Schlafzimmer, so lockerte sich dieses Nestverhalten nach etwa zehn Tagen. Sie nahm wieder langsam am Familienleben teil und konnte zu den ersten Spaziergängen überzeugt werden. Ebenfalls durfte die neugierige Halbschwester Ajatuksia immer wieder einen näheren Blick in die Wurfkiste werfen. Und auch Papa Samur begutachtete bereits das erste Mal seine Kinder. Er ist bis jetzt jedoch noch sehr skeptisch, jedoch freundlich und interessiert. Sein Part bei der Welpenaufzucht beginnt aber erst viel später.

Drei kleine WelpenDrei kleine Welpen

Nach zwei Wochen ist schon deutlich mehr Action in der Wurfkiste zu sehen, doch die, für mich wirklich aufregende Zeit, beginnt erst gerade!

Autorin: juliaw

7 Kommentare

  1. Hallo :-) Danke, für mich war der Artikel sehr hilfreich, bin seit 7 Tagen Hundemama (Wurf war nicht geplant ), jetzt weiß ich bescheid und alles was ich gelesen habe war zutreffend, danke :-) ♡

    • Ja genau wie bei mir.ich habe eine rasselbande von shihtzus. Bei mir war es auch nicht geplant,aber es ist das schönste was es gibt so etwas einmal zu erleben.

  2. Hallo meine Hündin hat von vier Welpen drei tot zur welt gebracht …
    Sie war acht Tage vor dem Geburtstermin.. der vierte der überlebt hat ist sehr klein und trinkt wenig.

    Meine Hündin nimmt ihn dauernd in den Mund und hält ihn darin, ich weiß nicht ob das gut ist .. es sieht nicht so normal aus wenn sie den kleinen im Mund hält und der Rest runter hängt..

    ich mach mir etwas sorgen und habe „24h Wache“ aufgestellt..
    Außerdem putzt sie den kleinen zwar immer wieder aber sie lässt ihn auch manchmal ganz uninteressiert liegen..

    Ist das normal?

  3. Hallo. Unsere jule hat am elften September 8 Welpen geboren. 4 Weibchen und vier männlich. Alle sind putzmunter. Nehmen täglich 35 Gramm zu, die Rasse ist appenzeller. Die Rasse ist sehr wachsam aber auch kinderlieb. Wir möchten unsere beiden Erika u jule nicht mehr missen.

  4. Hallo zusammen. Ich hab da mal eine frage..ich habe seit 2 wochen welpen. Es lief auch alles ganz super und in engen Kontakt mit meinem Tierarzt. Aber ich weiss nicht wie lange ich jeden tag wiegen muss? Im internet finde ich immer nur was von bis zur 3. Woche aber das erscheint mir recht kurz.. Hab immer vergessen das meinen TA zu fragen weil immer so viel anderes los war :)

  5. Huhu, unsere Langhaar Dackel Hündin hat vier gesunde Welpen zur Welt gebracht :-) 3 Mädchen und ein Junge. Aimee, Asta, Anton und Annabelle.

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