Parkplatzverkäufe von Hunden in der Schweiz mit 1. Mai verboten

hundenews schweiz

Mit 1. Mai 2013 tritt das Verbot des sogenannten Haustierhandels mit Tieren in der Schweiz in Kraft. Bisher war nur der Haustierhandel mit Nutztieren verboten. Mit dieser Gesetzesänderung im Tierseuchengesetz, will man dem unkontrollierten Welpenhandel unterbinden – auch unter dem Blickwinkel, dass diese Tollwut oder andere Krankheiten einschleppen.

Der Verkauf von Hunden aus dem Kofferraum oder auf offener Straße ist somit illegal und unter Strafe gestellt. Die Schweizer Kantone können Strafen in der Höhe von bis zu 5.000 Franken verhängen. Vor allem unseriöse Hundehändler praktizieren diese Verkaufsformen, in der sie meist Hundewelpen aus Massenzuchten illegal aus den ehemaligen Ostblockländern einführen und zu einem angeblichen Schnäppchenpreis anbieten.

Der illegale Handel mit Welpen aus dem Ausland hat in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen. Dies belegt die neue Statistik der Schweizer Hunde-Datenbank ANIS für das Jahr 2012. 43,9 Prozent der neu registrierten Hunde in der Schweiz, das entspricht 20.687 Tieren, stammen aus dem Ausland. Das ist ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Über das Internet finden diese Käufer, zwängen die Welpen, die nur allzu oft zu früh von ihrer Mutter wegkommen, in enge Hundeboxen und treffen sich mit Interessenten an anonymen Parkplätzen in Grenznähe, wo der Verkauf aus dem Kofferraum von statten geht. Die Tiere sind meist nicht geimpft und werden leicht krank. Oft sterben sie nach kurzer Zeit.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten Schweiz begrüßt das Verbot. Kampagnenleiterin Corinne Abplanalp:

„Dies ist ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel, denn damit wird den Hundehändlern eine wichtige Verkaufsplattform genommen. Wir hoffen nun auf die Mithilfe aller Schweizerinnen und Schweizer und bitten sie, keine Parkplatzkäufe zu tätigen bzw. sofort die Polizei zu verständigen, sollten sie Zeuge eines Parkplatzverkaufs werden.“

Solange es Abnehmer für diese Hunde gibt, solange werden unseriöse Händler und Züchter Mittel und Wege finden, die Welpen zu verkaufen. Vier Pfoten appelliert an alle SchweizerInnen:

„Bitte kaufen Sie keinesfalls einen Welpen über das Internet! Wir empfehlen Ihnen, in ein Tierheim zu gehen. Dort warten hunderte Tiere auf ein neues Zuhause. Wenn es denn unbedingt ein Züchter sein muss, dann achten Sie bitte darauf, dass es ein seriöser ist.“

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