Nürnberger Zoll stoppte illegale Welpentransporte: 114 Hundewelpen & 10 Katzenbabys gerettet

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Innerhalb nur fünf Tagen deckte der Nürnberger Zoll zwei illegale Tiertransporte auf. Am Donnerstag, den 27. Februar 2014, stoppten die Zollbeamten auf der Autobahn 6 bei Feucht einen Transporter. Im Kofferraum stießen sie auf 37 Hundewelpen und 10 Britisch-Kurzhaar Katzenbabys.

Nur vier Tage später am Montag, den 3. März 2014, gelang dem Zoll ein weiterer Coup. Bei der Kontrolle eines Kleinlasters mit slowakischen Kennzeichen entdeckten die Zollbeamten sogar
77 Hundewelpen, auf engstem Raum eingepfercht und viel zu jung für die Reise.

Laut der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“, sollten die erst vier bis acht Wochen alten Tiere aus der Slowakei nach Spanien gebracht und dort verkauft werden. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei beiden Welpentransporten um die selben Händler handelt, bestätigt ist dies jedoch noch nicht.

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Fotos: Tierheim Feucht

Die 47 Hunde und Katzen des Welpenschmuggels vom  27. Februar sind im Tierheim Feucht untergebracht, wo sie derzeit noch unter Quarantäne stehen. Die unterkühlten Tiere – Chihuahuas, Möpse und Malteser – waren stark dehydriert und befanden sich in einem allgemein schlechten Zustand. Ob sie die Reise nach Spanien überlebt hätten, ist fraglich.

Die 77 beschlagnahmten Hundewelpen vom 3. März, unter anderem Staffordshire Bullterrier, Beagle, Yorkshire Terrier und Golden Retriever wurden in das Nürnberger Tierheim gebracht, wo sie derzeit ebenso intensiv betreut werden. Auch hier ist der Zustand der Welpen teilweise sehr schlecht, besonders bei den Kleinen. Zwei kleine Yorkshire Terrier sind leider bereits verstorben.

Welpenvermittlung

Beide Tierheime bitten derzeit um Verständnis, dass die Welpen weder besichtigt noch vermittelt werden können. Zum Einen stehen die Tiere noch unter Quarantäne, zum Anderen ist die rechtliche Situation über die Besitzverhältnisse der Welpen noch nicht geklärt.

Sobald eine Vermittlung möglich sei, werde dies frühzeitig bekannt gegeben.

Spendenaufruf

Mehr denn je benötigen die Tierheime jedoch finanzielle Unterstützung, vor allem um die medizinischen Kosten für die geretteten Hundewelpen decken zu können.

Spendenhotline:

  • Tierheim Feucht: 0900 – 191 00 00
  • Tierheim Nürnberg: 0900 – 111 01 16

(5 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz)
Die Spenden kommen direkt den Tierheimen zu Gute.

Die Polizei ermittelt indes wegen des Verdachts von Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

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