Schock – Erste Hilfe für Hunde

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Schock beim Hund ist ein lebensbedrohlicher Zustand und es ist immer Eile geboten. Es kommt zu schwerwiegenden Störungen von lebenswichtigen Organen und dem Blutkreislaufes. Organe können nicht mehr ausreichend versorgt werden und es kann zu schwersten und bleibenden Schäden führen.

Wodurch kann bei Hunden ein Schock entstehen?

  • Durch einen schweren Unfall, wo es zu massiven äußeren und/oder inneren Blutungen kommt.
  • Großflächige Verbrennungen.
  • Vergiftungen, die die Blutgefäße „undicht“ machen.
  • Schwere allergische Reaktion auf zum Beispiel Medikamente, Insektenstiche oder andere Substanzen, die zu einem anaphylaktischen Schock führen.
  • Extreme psychische Belastungen (schlimme Beißerei oder Unfälle).
  • Starke Schmerzen

Wie erkennt einen Schock beim Hund?

Es gibt verschiedene Grade von Schockzuständen. Die Symptome können einzeln, aber auch in Kombination beim Hund auftreten.

Mögliche Schock Symptome:

  • Leicht abwesend, geschwächt, unsicher oder taumelnd.
  • Zusammenbrechen oder auch Bewusstlosigkeit.
  • Zittern wie bei Schüttelfrost (der Hund friert!).
  • Atmung flach und beschleunigt.
  • Schleimhäute sind blass, fast weiß.
  • Der Herzschlag ist stark beschleunigt. Es können Werte bis über 200 Schläge/Minue möglich sein!(Normalwerte: große Hunde circa 80 Schläge/Minute, kleine Hunde und Welpen circa 80 – 120 Schläge/Minute) – Den Puls misst man an der Oberschenkelinnenseite. Lässt er sich dort nicht fühlen, wird dieser auf der linken Brustseite 4 – 5 cm hinter den Ellenbogen getastet (Finger zwischen zwei Rippen legen). Man zählt 10 Sekunden und Multipliziert mit 6.
Hund Erste Hilfe Seitenlagerung Wärmekissen
Beim Schock – Hund in Seitenlage bringen und eine Wärmflasche vor den Bauch legen

Wie vorgehen, wenn der Hund einen Schock hat?

  1. Den Hund auf die Seite, möglichst auf eine Decke, legen.
  2. Den Kopf strecken und so dafür sorgen, dass er gut Luft bekommt. Eventuell muss der Fang geöffnet werden und die Zunge Hervorgezogen werden.
  3. Den hinteren Körperteil und die Beine hochlagern (Decken oder dergleichen darunter legen).
  4. Eine, in ein Tuch gewickelte, Wärmeflasche vor den Bauch des Hundes legen.
  5. Sichtbare, starke Blutungen versuchen zu stillen.
  6. Den Hund in eine Decke wickeln und so schnell es geht zum Tierarzt.

Autorin: Melanie Weber-Tilse

Wichtige Information:

Auch wenn nach bestem Wissen und Gewissen gesundheitliche Themen verfasst wurden, können sich dennoch Fehler einschleichen, oder einen nicht mehr aktuellen wissenschaftlichen Stand darstellen, noch ersetzen sie den Rat fachkundiger Tierärzte. Die Autoren übernehmen keine Verantwortung für dessen Richtigkeit, alle Angaben sind stets ohne Gewähr.

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