Ein Hitzschlag beim Hund ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Der Körper überhitzt, der Kreislauf gerät unter massiven Druck, und im schlimmsten Fall versagen Organe. Deshalb zählt jede Minute. Wenn Dein Hund stark hechelt, taumelt, apathisch wirkt, erbricht oder zusammenbricht, musst Du sofort handeln und tierärztliche Hilfe holen.
Viele Hunde geraten schneller in Gefahr, als ihre Menschen vermuten. Ein heißes Auto, ein Spaziergang in der Mittagssonne, eine Fahrradtour bei warmem Wetter oder zu wildes Spielen können ausreichen. Besonders gefährdet sind alte Hunde, Welpen, kranke Hunde, übergewichtige Hunde und kurznasige Rassen. Doch auch ein junger, gesunder Hund kann einen Hitzschlag erleiden, wenn sein Körper die Wärme nicht mehr loswird.
In diesem Ratgeber erfährst Du, wie Du einen Hitzschlag beim Hund erkennst, welche Symptome ernst sind, wie Du richtig kühlst und warum Du Deinen Hund bei Hitze niemals im Auto warten lassen darfst. Außerdem findest Du klare Erste-Hilfe-Schritte, eine Checkliste und Antworten auf häufige Fragen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Ein Hitzschlag ist immer ein Notfall. Wenn Du vermutest, dass Dein Hund überhitzt ist, kontaktiere sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.
Was ist ein Hitzschlag beim Hund?
Bei einem Hitzschlag steigt die Körpertemperatur des Hundes so stark an, dass der Körper seine normale Wärmeregulation nicht mehr aufrechterhalten kann. Dadurch geraten Kreislauf, Atmung, Blutgerinnung und Organe in Gefahr. Ohne schnelle Hilfe kann ein Hitzschlag zu Schock, Organschäden, Bewusstlosigkeit und Tod führen.
Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt in Ruhe meist etwa zwischen 38 °C und 39 °C. Bei Aufregung, Bewegung oder warmem Wetter kann sie kurzfristig steigen. Gefährlich wird es, wenn der Hund die überschüssige Wärme nicht mehr abgeben kann. Ab etwa 40 °C können Kreislaufprobleme und deutliche Schwäche auftreten. Bei Temperaturen um 41 °C und mehr droht ein medizinischer Notfall. Ab etwa 43 °C besteht akute Lebensgefahr.
Diese Zahlen helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht Deinen Blick auf den Hund. Manche Hunde zeigen bereits früh starke Symptome. Andere wirken zunächst nur unruhig und brechen später plötzlich ein. Deshalb solltest Du bei Hitze lieber einmal zu früh handeln als zu spät.
Hitzschlag oder Hitzekollaps: Was ist der Unterschied?
Im Alltag nutzen viele Menschen Begriffe wie Hitzekollaps, Überhitzung und Hitzschlag ähnlich. Trotzdem ist die Unterscheidung wichtig. Eine Überhitzung kann zunächst leichter beginnen: Der Hund hechelt stark, sucht Schatten, wirkt unruhig oder schlapp. Wenn Du jetzt schnell reagierst, kannst Du Schlimmeres oft verhindern.
Ein Hitzschlag ist deutlich ernster. Der Hund kann seine Körpertemperatur nicht mehr ausreichend senken. Dann können Kreislaufschock, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe oder Organschäden folgen. Spätestens bei Taumeln, Erbrechen, Apathie, Kollaps oder Bewusstlosigkeit brauchst Du sofort tierärztliche Hilfe.
Warte nicht ab, ob es von allein besser wird. Gerade bei Hitzschlag kann sich der Zustand sehr schnell verschlechtern.
Symptome: So erkennst Du einen Hitzschlag beim Hund
Die Symptome eines Hitzschlags können sich schleichend entwickeln oder plötzlich auftreten. Besonders tückisch ist, dass manche Hunde trotz Überhitzung weiterlaufen, spielen oder ihren Menschen folgen wollen. Deshalb solltest Du bei warmem Wetter genau auf Körpersprache, Atmung und Verhalten achten.
Frühe Warnzeichen einer Überhitzung
- starkes Hecheln, auch in Ruhe
- auffällig viel Speichel oder zäher Speichel
- unruhiges Verhalten
- Schatten suchen oder plötzliches Stehenbleiben
- langsameres Gehen
- vermehrtes Trinken
- gerötete Schleimhäute
- schneller Puls
- warmer Körper, warme Ohren oder warme Pfoten
Diese Zeichen bedeuten nicht automatisch, dass Dein Hund bereits einen Hitzschlag hat. Sie zeigen aber, dass Du sofort die Belastung reduzieren solltest. Bring Deinen Hund in den Schatten, beende körperliche Aktivität, biete Wasser an und beginne bei Bedarf mit sanfter Kühlung.
Alarmzeichen für einen Hitzschlag
- massives Hecheln oder sehr schnelle Atmung
- Taumeln oder unsicherer Gang
- starke Schwäche
- Erbrechen
- Durchfall
- Apathie oder abwesender Blick
- stark gerötete, blasse oder bläuliche Schleimhäute
- sichtbar hervortretende Venen an Augen oder Zunge
- Krämpfe
- Kollaps
- Bewusstlosigkeit
Wenn Dein Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, behandle die Situation als Notfall. Beginne sofort mit Kühlung und kontaktiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Weitere Grundlagen zur Kontrolle von Kreislauf und Schleimhäuten findest Du im Beitrag Kreislauffunktion beim Hund überprüfen.
Warum Hunde Hitze schlechter ausgleichen als Menschen
Hunde sind sehr hitzeempfindlich, weil sie kaum über die Haut schwitzen können. Schweißdrüsen besitzen sie vor allem an den Pfoten und am Nasenspiegel. Die wichtigste Kühlung läuft über das Hecheln. Dabei verdunstet Feuchtigkeit über Zunge und Schleimhäute. Diese Verdunstung entzieht dem Körper Wärme.
Das funktioniert jedoch nur begrenzt. Bei hoher Außentemperatur, hoher Luftfeuchtigkeit oder starker körperlicher Belastung reicht Hecheln oft nicht mehr aus. Dann braucht der Hund zusätzliche Möglichkeiten, Wärme abzugeben. Er legt sich auf kühle Flächen, sucht Schatten, reduziert Bewegung oder kühlt sein Fell durch Wasser.
Wenn der Hund diese Möglichkeiten nicht hat, steigt seine Körpertemperatur weiter. Besonders gefährlich wird es in geschlossenen Räumen, schlecht belüfteten Boxen, heißen Wohnungen, direkter Sonne oder im Auto. Auch intensive Bewegung kann den Körper stark aufheizen. Dazu zählen Ballspiele, Joggen, Radfahren, Training und langes Toben.
Was im Körper bei einem Hitzschlag passiert
Bei Hitze versucht der Körper, Wärme nach außen abzugeben. Dafür pumpt er mehr Blut in Haut, Beine und äußere Körperregionen. Dieses Blut fehlt dann den inneren Organen. Gleichzeitig verliert der Hund durch starkes Hecheln viel Flüssigkeit. Dadurch kann das Blut zähflüssiger werden. Das Herz muss stärker arbeiten, die Durchblutung kleiner Gefäße verschlechtert sich, und Organe bekommen weniger Sauerstoff.
Steigt die Körpertemperatur weiter, geraten Kreislauf und Stoffwechsel immer stärker aus dem Gleichgewicht. Der Hund wird schwach, taumelt, bekommt Bewusstseinsstörungen oder bricht zusammen. Im schlimmsten Fall entstehen schwere Organschäden. Deshalb darfst Du einen Hitzschlag niemals als normale Sommererschöpfung abtun.
Warme Nase, warme Ohren oder warme Pfoten allein beweisen keinen Hitzschlag. Nach Bewegung oder im Schlaf kann eine Hundenase warm und trocken sein. Zuverlässiger ist eine rektale Messung der Körpertemperatur mit einem Thermometer. Trotzdem gilt: Wenn Dein Hund deutliche Symptome zeigt, wartest Du nicht auf perfekte Messwerte, sondern handelst sofort.
Diese Hunde haben ein besonders hohes Risiko
Jeder Hund kann bei ungünstigen Bedingungen überhitzen. Einige Hunde sind jedoch besonders gefährdet. Dazu zählen:
- Welpen
- alte Hunde
- übergewichtige Hunde
- Hunde mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Hunde mit Atemwegserkrankungen
- Hunde mit Fieber oder akuten Infekten
- Hunde mit sehr dichtem Fell
- Hunde mit dunklem Fell
- kurznasige Rassen wie Mops, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge oder Boxer
- Hunde, die wenig Kondition haben
Kurznasige Hunde können Wärme oft schlechter über die Atmung abgeben. Deshalb geraten sie bei Hitze schneller an ihre Grenzen. Auch Hunde mit dichtem Fell brauchen besondere Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Bürsten kann helfen, lose Unterwolle zu entfernen. Eine radikale Schur ist aber nicht für jeden Felltyp sinnvoll, weil Fell auch vor Sonne schützen kann.
Wasserverlust durch starkes Hecheln
Wenn Dein Hund stark hechelt, verliert er viel Feuchtigkeit über Maul und Zunge. Dadurch steigt der Flüssigkeitsbedarf. Wenn er diesen Verlust nicht durch Trinken ausgleichen kann, belastet das den Kreislauf zusätzlich.
Biete Deinem Hund bei Wärme regelmäßig frisches Wasser an. Unterwegs solltest Du immer eine Trinkflasche und einen faltbaren Napf dabeihaben. Wenn Dein Hund überhitzt, aber ansprechbar ist und schlucken kann, darfst Du ihm Wasser anbieten. Gib ihm lieber mehrere kleine Portionen in kurzen Abständen, statt ihn hastig große Mengen trinken zu lassen.
Wichtig: Flöße einem bewusstlosen oder nicht schluckfähigen Hund niemals Wasser ein. Dabei kann Wasser in die Atemwege gelangen. In diesem Fall zählt schnelle tierärztliche Hilfe.
Erste Hilfe bei Hitzschlag beim Hund
Bei Verdacht auf Hitzschlag gilt: sofort kühlen und tierärztliche Hilfe organisieren. Du solltest nicht erst lange abwarten oder den Hund ungekühlt ins Auto tragen. Gleichzeitig darf die Fahrt zur Tierarztpraxis nicht ausfallen. Auch wenn Dein Hund sich scheinbar erholt, können innere Schäden bestehen.
Schritt 1: Bring Deinen Hund sofort aus der Hitze
Trage oder führe Deinen Hund an einen kühlen, schattigen Ort. Ideal sind Schatten, ein gut belüfteter Raum, ein kühler Boden oder ein Platz mit Luftbewegung. Beende jede körperliche Belastung sofort. Lass den Hund nicht weiterlaufen, auch wenn er noch stehen kann.
Schritt 2: Beginne sofort mit aktiver Kühlung
Kühle Deinen Hund mit fließendem kühlem Wasser. Beginne an Pfoten, Beinen und Bauch und befeuchte dann weitere Körperbereiche. Das Wasser soll kühl sein, aber nicht eiskalt. Wenn ein Wasserschlauch verfügbar ist, stelle ihn sanft ein. Ein harter Wasserstrahl ist nicht nötig und kann den Hund zusätzlich stressen.
Wenn kein Schlauch vorhanden ist, kannst Du Wasser aus Flaschen, Eimern oder einer Dusche nutzen. Wichtig ist, dass die Kühlung schnell beginnt. Zusätzlich hilft Luftbewegung, zum Beispiel durch Wind, einen Ventilator oder eine geöffnete Autotür während der Vorbereitung des Transports.
Schritt 3: Keine Eisbeutel als Standardmaßnahme
Lege keine Eisbeutel direkt auf Kopf, Nacken oder Körper. Eis kann die Blutgefäße stark verengen und die Wärmeabgabe behindern. Außerdem kann starke Kälte Zittern auslösen, wodurch der Körper wieder Wärme produziert. Nutze deshalb lieber kühles Wasser und Luftbewegung.
Schritt 4: Nasse Tücher richtig einsetzen
Nasse Tücher können kurzfristig helfen, wenn kein fließendes Wasser verfügbar ist. Lege sie jedoch nicht dauerhaft über den ganzen Hund. Feuchte Tücher können sich erwärmen und Wärme stauen. Besser ist es, sie unter den Hund zu legen oder sehr häufig zu wechseln. Sobald Wasser verfügbar ist, solltest Du aktiv mit Wasser kühlen.
Schritt 5: Wasser anbieten, aber nicht erzwingen
Wenn Dein Hund wach, ansprechbar und schluckfähig ist, biete ihm frisches Wasser an. Er darf in kleinen Portionen trinken. Zwinge ihn jedoch nicht. Ein bewusstloser, stark benommener oder krampfender Hund darf kein Wasser eingeflößt bekommen.
Schritt 6: Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren
Rufe sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik an. Beschreibe die Symptome, die vermutete Ursache und die bisherige Kühlung. So kann sich das Team vorbereiten. Fahre anschließend schnellstmöglich los und halte den Hund während des Transports weiter kühl, ohne ihn in nasse Tücher einzuwickeln.
Schritt 7: Temperatur kontrollieren, wenn möglich
Wenn Du ein Thermometer hast und die Situation es zulässt, miss die Temperatur rektal. Das hilft bei der Einschätzung. Beende die aktive Kühlung, wenn die Körpertemperatur ungefähr bei 39,5 °C liegt, damit Dein Hund nicht auskühlt. Wenn Du nicht messen kannst, kühle weiter, bis Dein Hund deutlich stabiler wirkt, und lass Dich telefonisch von der Tierarztpraxis anleiten.
Was Du bei Hitzschlag nicht tun solltest
- Warte nicht ab, ob es von selbst besser wird.
- Fahre nicht ungekühlt los, wenn Dein Hund stark überhitzt wirkt.
- Nutze kein Eiswasser als Schockkühlung.
- Lege keine Eisbeutel direkt auf den Körper.
- Decke den Hund nicht dauerhaft mit nassen Tüchern zu.
- Flöße keinem bewusstlosen Hund Wasser ein.
- Zwinge den Hund nicht zum Laufen.
- Unterschätze keine Symptome wie Taumeln, Erbrechen oder Apathie.
Diese Punkte sind wichtig, weil gut gemeinte Maßnahmen den Zustand verschlechtern können. Im Notfall brauchst Du eine einfache Reihenfolge: raus aus der Hitze, aktiv kühlen, Tierarzt kontaktieren, sicher transportieren.
Hitzeentwicklung im Auto: Lebensgefahr für Hunde
Die größte Gefahr für einen Hitzschlag besteht bei warmem Wetter in schlecht belüfteten Räumen, kleinen Boxen oder einem geschlossenen Auto. Ein Auto kann sich bereits bei mäßigen Außentemperaturen schnell stark aufheizen. Steht es in der Sonne, steigt die Temperatur im Innenraum besonders rasch. Auch ein Schattenplatz schützt nicht zuverlässig, weil die Sonne wandert.
Autofahren mit Hund braucht deshalb im Sommer gute Planung. Lass Deinen Hund niemals allein im Auto zurück. Auch ein kurzer Einkauf kann zu lang dauern. Ein leicht geöffnetes Fenster reicht nicht aus, um den Innenraum sicher kühl zu halten.
Schon wenige Minuten im heißen Auto können für einen Hund lebensgefährlich werden. Das gilt besonders für junge, alte, kranke, kurznasige oder gestresste Hunde. Plane Erledigungen daher so, dass Dein Hund zu Hause bleiben kann oder Du ihn durchgehend bei Dir hast.

Hund im heißen Auto entdeckt: Was darfst Du tun?
Wenn Du einen Hund bei Hitze in einem Auto entdeckst, musst Du schnell und besonnen handeln. Prüfe zuerst den Zustand des Hundes. Hechelt er stark, taumelt er, liegt er apathisch da oder reagiert er kaum noch, kann akute Lebensgefahr bestehen.
Gehe möglichst in dieser Reihenfolge vor:
- Sprich Menschen in der Umgebung an und suche sofort den Halter.
- Lass im Geschäft, Restaurant oder auf dem Parkplatz ausrufen.
- Rufe Polizei oder Feuerwehr, wenn der Halter nicht schnell auftaucht.
- Dokumentiere die Situation mit Fotos oder Videos.
- Ziehe Zeugen hinzu.
- Bleib beim Auto, bis Hilfe eintrifft.
Wenn akute Lebensgefahr besteht und professionelle Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft, kann eine unmittelbare Befreiung im Einzelfall rechtlich als Notstand bewertet werden. Die genaue rechtliche Situation hängt jedoch vom konkreten Fall und vom Land ab. Mehr Informationen findest Du im Beitrag rechtliche Situation beim Befreien eines Hundes aus dem Auto.
Auch dieser Fall zeigt: Vorbeugung ist der beste Schutz. Lass Deinen Hund bei Wärme nicht im Auto warten, auch nicht kurz.
Hitzschlag durch Bewegung und Sport
Nicht nur Autos sind gefährlich. Auch körperliche Belastung kann einen Hitzschlag auslösen. Besonders riskant sind intensive Aktivitäten bei warmem oder schwülem Wetter. Dazu zählen Joggen mit Hund, Radfahren, Ballspiele, Agility, lange Wanderungen und wildes Toben.
Viele Hunde stoppen nicht rechtzeitig von selbst. Sie rennen weiter, weil das Spiel aufregend ist oder weil sie ihrem Menschen folgen möchten. Deshalb trägst Du die Verantwortung. Bei Hitze gilt: weniger Tempo, kürzere Strecken, mehr Pausen und keine Höchstleistung.
Verlege Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend. Meide die Mittagshitze. Wähle Schatten, Waldwege und Wasserstellen. Noch mehr Alltagstipps findest Du im Beitrag Hund bei Hitze schützen.
Hitzschlag vorbeugen: Die wichtigsten Regeln
Der beste Hitzschlag ist der, der gar nicht erst entsteht. Mit einigen einfachen Regeln schützt Du Deinen Hund an warmen Tagen wirkungsvoll.
- Gehe früh morgens oder spät abends Gassi.
- Meide Mittagshitze und direkte Sonne.
- Teste Asphalt mit dem Handrücken. Wenn er Dir zu heiß ist, ist er auch für Hundepfoten zu heiß.
- Nimm immer Wasser mit.
- Biete Schatten und kühle Liegeplätze an.
- Reduziere Sport, Ballspiele und Training.
- Lass Deinen Hund nie im Auto warten.
- Achte besonders auf Risikohunde.
- Bürste dichtes Fell regelmäßig.
- Kühle Deinen Hund frühzeitig, wenn er überlastet wirkt.
Auch Wasser kann helfen. Wenn Dein Hund gern badet, kannst Du ihm an einem sicheren Ort Zugang zu Wasser ermöglichen. Tipps für wasserscheue Hunde findest Du im Beitrag Baden mit Hund. Wichtig bleibt: Dein Hund entscheidet freiwillig, ob er ins Wasser gehen möchte.
Checkliste: Hitzschlag beim Hund erkennen und handeln
Warnzeichen erkennen
- starkes Hecheln
- viel Speichel
- Taumeln
- Schwäche
- Erbrechen oder Durchfall
- Apathie
- Krämpfe
- Kollaps oder Bewusstlosigkeit
Sofortmaßnahmen einleiten
- Hund aus der Hitze bringen.
- An einen kühlen, schattigen Ort legen.
- Mit kühlem Wasser aktiv kühlen.
- Luftbewegung schaffen.
- Wasser anbieten, wenn der Hund wach und schluckfähig ist.
- Tierarztpraxis oder Tierklinik anrufen.
- Hund weiter gekühlt transportieren.
Diese Checkliste kannst Du Dir ausdrucken oder als Screenshot speichern. Im Notfall hilft eine klare Reihenfolge, weil Stress schnelle Entscheidungen erschwert.
FAQ: Häufige Fragen zum Hitzschlag beim Hund
Wie erkenne ich einen Hitzschlag beim Hund?
Typische Warnzeichen sind starkes Hecheln, viel Speichel, rote Schleimhäute, Taumeln, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Krämpfe oder Kollaps. Wenn Dein Hund bei Hitze solche Symptome zeigt, solltest Du sofort handeln.
Was soll ich als Erstes tun?
Bring Deinen Hund sofort aus der Hitze und beginne mit aktiver Kühlung durch kühles Wasser. Rufe parallel eine Tierarztpraxis oder Tierklinik an. Bei Hitzschlag zählt jede Minute.
Darf ich meinen Hund mit kaltem Wasser kühlen?
Ja, kühles Wasser ist sinnvoll. Du solltest jedoch keine Schockkühlung mit Eiswasser durchführen und keine Eisbeutel direkt auf den Körper legen. Kühle zügig, aber kontrolliert.
Soll ich nasse Tücher über meinen Hund legen?
Besser nicht dauerhaft. Nasse Tücher können Wärme stauen, wenn sie über dem Hund liegen und sich erwärmen. Nutze lieber fließendes Wasser und Luftbewegung. Wenn Du Tücher verwendest, lege sie unter den Hund oder wechsle sie sehr häufig.
Darf ein Hund bei Hitzschlag trinken?
Wenn Dein Hund wach, ansprechbar und schluckfähig ist, darf er Wasser trinken. Biete kleine Portionen an. Einem bewusstlosen oder stark benommenen Hund darfst Du kein Wasser einflößen.
Muss mein Hund zum Tierarzt, wenn es ihm wieder besser geht?
Ja. Ein Hitzschlag kann innere Schäden verursachen, auch wenn der Hund äußerlich stabiler wirkt. Deshalb sollte ein überhitzter Hund nach einem ernsten Vorfall tierärztlich untersucht werden.
Welche Körpertemperatur ist beim Hund gefährlich?
Die normale Körpertemperatur liegt in Ruhe meist etwa zwischen 38 °C und 39 °C. Ab etwa 40 °C können deutliche Kreislaufprobleme auftreten. Werte um 41 °C oder mehr sind sehr ernst. Ab etwa 43 °C besteht akute Lebensgefahr.
Ist ein Sonnenstich dasselbe wie ein Hitzschlag?
Nein. Ein Sonnenstich entsteht durch starke Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Ein Hitzschlag betrifft den gesamten Körper und seine Wärmeregulation. Beide Situationen können gefährlich sein und tierärztliche Hilfe nötig machen.
Wie schnell wird ein Auto für Hunde gefährlich?
Ein Auto kann sich bei warmem Wetter sehr schnell aufheizen. Schon wenige Minuten können kritisch werden, besonders in der Sonne. Deshalb darf Dein Hund bei Hitze niemals allein im Auto bleiben.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundestierärztekammer: Notfall Hitzschlag beim Hund
- Royal Veterinary College: Cool first, transport second
- VCA Hospitals: Heat Stroke in Dogs
- Schock beim Hund – Erste Hilfe
- Bewusstlosigkeit beim Hund – Erste Hilfe
Fazit: Bei Hitzschlag zählt jede Minute
Ein Hitzschlag beim Hund ist kein harmloses Sommerproblem, sondern ein akuter Notfall. Wenn Dein Hund bei Hitze stark hechelt, taumelt, apathisch wirkt, erbricht oder zusammenbricht, musst Du sofort handeln. Bring ihn aus der Hitze, kühle ihn mit Wasser, sorge für Luftbewegung und kontaktiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik.
Gleichzeitig kannst Du viel tun, damit es gar nicht so weit kommt. Meide Hitze, plane Spaziergänge klug, lass Deinen Hund nie im Auto warten und achte besonders auf gefährdete Tiere. Dein genauer Blick, Deine Ruhe und Deine schnelle Reaktion können im Ernstfall das Leben Deines Hundes retten.
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Ich würde den Hund nicht abspritzen oder ins Wasser lagen. Besser auf Kühlmatten oder feuchte Tücher legen und mit nassen Händen über Beine und Kopf streichen. Ein zu schnelles Abkühlen kann den bereits angegriffenen Kreislauf überfordern.
Hallo Chris,
wenn der Hund einen Hitzeschlag hat, wurde nirgends geschrieben, ihn ins Wasser zu legen. Das wäre fatal.
Schwimmen war zur zusätzlichen Kühlung gedacht, bevor es überhaupt zu einem Hitzeschlag kommt (wenn der Hund gerne schwimmt).
Das Runterkühlen bei einem Hitzeschlag sollte vorsichtig und langsam, wie oben beschrieben, erst an den Beinen erfolgen, dann erst der restliche Körper. Natürlich eignen sich auch auch nasse Tücher.
Allerdings vorsicht bei Lagerungen auf Kühlmatten, hier kann die Temparatur zu schnell runter gehen. Des Weiteren sollten die Beine zuerst gekühlt werden, da hier das Blut vom Körper hingepumpt wurde, um dort für Kühlung zu sorgen (noch vor einem Hitzeschlag).
Aber danke für deine Anmerkung.
Viele Grüße
Melanie
Eisbeutel auf den Kopf legen? Abkühlung am Kopf mit feuchten, kalten Tüchern find ich gefahrloser.
Der Hund schwitzt über die Füsse,deshalb fängt man auch dort an..Keine Tücher sofort auf den Hund legen….Es besteht Hitzestau!!!
Also zuerst bei den äusseren Gliedmassen beginnen…Wenn schon den Hund AUF ein nasses Tuch legen….NICHT umgekehrt.
b.stirnemann,das ist endlich mal eine fundierte Aussage!
Es ist in meinen Augen absolut fatal, den Hund mit einem Schlauch abzukühlen. Kalte Tücher auf den Füßen und den unteren Gliedmaßen! Abwarten bis der Hund sich etwas erholt hat und dann langsam mit kalten Tüchern die Beine abkühlen. Zwischendurch etwas kaltes Wasser auf die Schleimhäute in die Schnauze des Hundes tröpfeln und das Zahnfleisch mit einem nassen Tuch abkühlen. Das Bedecken des Körpers mit einem nassen, kalten Tuch ist unnötig. Wichtiger ist, dass wenn der Hund sich erholt hat durch vorsichtige Bewegung den Kreislauf wieder zu aktivieren und den Hund dann nicht wieder der Sonne aussetzen sondern im Schatten bewegen.