Hundefeuchtfutter laut VKI-Test oft nur Durchschnittskost

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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 25 Allein-Feuchtfuttermittel für Hunde unter die Lupe genommen, davon 17 Produkte für ausschließlich erwachsene Tiere. Der Fokus des Hundefutter-Tests lag darauf, wie gut der Hund mit Nährstoffen versorgt wird. Keines der Produkte erreichte die Bestnote. Nur drei Futtermittel – die getesteten Sorten von Royal Canin, Bio Dog und Romeo – erzielten ein gutes Gesamtergebnis. Der Großteil war dagegen durchschnittlich. Damit fiel dieser Test deutlich schlechter aus als ein Test zu Hundetrockenfutter des VKI vor zwei Jahren,  bei dem die große Mehrheit mit „sehr gut“ bewertet wurde. Dafür waren im Wesentlichen zwei Gründe verantwortlich: ein zu hoher Eiweißanteil (bei Fütterung an erwachsene Hunde) sowie ein unausgewogenes Verhältnis von Kalzium- und Phosphorgehalt.

Eiweißgehalt im Hundefutter sehr hoch

Bei 21 von 24 Produkten ist der Eiweißgehalt sehr hoch. VKI-Expertin Dr. Angela Tichy zu diesem Ergebnis:

Das ist durchaus kritisch zu sehen, denn Eiweiß, das nicht verwertet werden kann, muss abgebaut werden und kann dabei den Organismus belasten. Das gilt insbesondere für erwachsene Hunde. Für Welpen ist ein üppiger Proteingehalt dagegen vorteilhaft, da Junghunde einen höheren Bedarf an Eiweiß haben.

Ebenfalls zentral bei der Produktbeurteilung waren die Menge und das Verhältnis von Kalzium und Phosphor. Bei einem Überschuss bzw. einem unausgewogenen Verhältnis von Phosphor und Kalzium kann es zu Fehlbildungen des Skeletts kommen – insbesondere beim noch wachsenden Hund. Für die getesteten Futtermittel von

  • Classic Dog
  • Clever Dog
  • Golden Dog

führten die schlechten Ergebnisse in diesem Bereich sogar zu einer „nicht zufriedenstellenden“ Gesamtbeurteilung.

Gutes Futter kann auch günstig sein

Sieben Produkte enthielten darüber hinaus sehr viel an Vitamin A -genauer gesagt 20 Mal so viel, wie ein ausgewachsener Hund benötigt. „Eine derartige Überversorgung über einen längeren Zeitraum kann unter anderem zum Abbau von Knochensubstanz führen“, warnt Tichy. „Es ist also ratsam, möglichst abwechslungsreich zu füttern, um Fehlernährungen vorzubeugen. Auch der Wechsel von Feucht- und Trockenfutter ist sinnvoll.“

Der Test zeigt – wie auch schon in der Vergangenheit – dass gutes Futter durchaus günstig sein kann. Beim Vergleich von Futtermitteln sollte man allerdings darauf achten, den Preis pro Tagesration zu vergleichen. Denn nicht die Menge, sondern der Energiegehalt ist entscheidend dafür, ob ein Futter günstiger ist als das andere.

Alle Testergebnisse im Detail sowie Stellungnahmen von Anbietern gibt es ab heute in der Septemberausgabe des VKI-Testmagazins KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

1 Kommentar

  1. Hallo,

    das ist wirklich ein sehr interessanter Artikel. Leider wird man meiner Meinung nach als Hundebesitzer viel zu wenig darüber aufgeklärt, welches Futter denn jetzt gut ist für meinen Hund. Hatten selbst einige Zeit damit zu kämpfen (hatten auch viele Marken ausprobiert die in dem Test untersucht wurden), das richtige Nassfutter zu finden, da meiner leider auch eine Geflügelallergie hat. Wir bestellen jetzt aber seit einiger Zeit unser Futter bei Platinum nach ausgiebiger Beratung und mit recht guter Erfahrung und sind auch der Meinung, dass gutes Futter nicht unbedingt teuer sein muss. Finde es auch gut, dass ihr erwähnt, dass besser ist den Preis pro Tagesration zu vergleichen. Mich würde interessieren, welche Erfahrung andere Hundebesitzer in Hinblick auf Nassfutter noch so machen konnten.

    LG

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