Durchfall beim Hund: Symptome, Ursachen & Heilung

Durchfall Hund

Jeder Hundebesitzer kennt das immer wieder auftretende Problem. Der Hund muss dringend hinaus, krümmt den Rücken und schon schießt flüssiger Kot aus dem Darm. Blähungen sorgen für unangenehme Gerüche in der Wohnung und die Nachtruhe ist gestörtDurchfall beim Hund kann viele Ursachen haben und wird meistens von anderen Beschwerden begleitet. In unserem Artikel erfährst du unter anderem diese Themen:

  • Was tun wenn mein Hund akuten Durchfall hat?
  • Durchfall durch Giardien
  • Was gebe ich meinem Hund bei Durchfall?
  • Homöopathie bei Durchfall?
  • Was bringen Kohletabletten?
  • Welche Hausmittel stopfen bei Durchfall?
  • Welches Schonkost eignet sich als Hundefutter?

Definition Durchfall

Durchfall beim Hund äußert sich durch den Absatz von nicht geformtem Kot. Abhängig von der Ursache und der Schädigung der Darmschleimhaut kann der Kot breiig oder flüssig sein und Beimengungen von Blut und Schleim enthalten. Durchfall ist ein Symptom, aber keine eigenständige Krankheit. Die Konsistenz des Kots ist als Folge von Verdauungsproblemen oder als Symptom einer Grunderkrankung verändert.

Akuter Durchfall setzt plötzlich ohne Vorwarnung ein und endet nach 2 – 4 Tagen. Hält der Absatz von dünnflüssigem Kot länger an, liegt chronischer Durchfall vor.

Ursachen für Durchfall beim Hund

  • verdorbenes oder minderwertiges Futter
  • Milchprodukte, Laktoseunverträglichkeit
  • Bakterien und Viren
  • Infektionskrankheiten, wie Staupe und Parvovirose
  • Allergien
  • Wurmbefall
  • Einzeller (Giardien)
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Erkrankung von Leber und Niere

Durchfall Symptome

  • Der Kot ist ungeformt, teilweise flüssig und enthält Beimengungen von unverdautem Futter, Blut oder Schleim. Dein Hund krümmt den Rücken beim Koten. Der After ist durch den häufigen Kotabsatz gerötet und entzündet. Im Magen-Darmtrakt werden vermehrt Gase gebildet, sie sind die Ursache für Blähungen. Der Bauch ist schmerzhaft, gurgelnde Darmgeräusche sind hörbar.
  • Hält der Durchfall über einen längeren Zeitraum an, trocknet der Körper durch den Flüssigkeitsverlust aus. Abhängig von der Grunderkrankung kann Fieber auftreten.
  • Bei einem Befall mit Giardien leidet dein Hund unter immer wieder auftretenden, schleimigen Durchfällen, die nur schwer auf eine Therapie ansprechen.

Therapie: Was gebe ich meinem Hund bei Durchfall?

Die Behandlung erfolgt entsprechend der Grunderkrankung. Dein Hund erhält Elektrolyte, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Liegt ein Wurmbefall vor, muss über mehrere Tage eine Wurmkur in Form von Tabletten oder Spot- on Präparaten verabreicht werden. Giardien werden durch eine Kombination von Antibiotika und Wurmmitteln bekämpft.

Therapie mit Kohletabletten:

Kohletabletten werden durch Verkohlung aus Pflanzenteilen gewonnen. Die poröse Gerüststruktur der Zellwände kann Giftstoffe binden. Die schädlichen Stoffe werden mit dem Kot ausgeschieden. Damit die Heilung mit Kohletabletten unterstützt werden kann, muss mindestens 1 Gramm Aktivkohle / kg Körpergewicht verabreicht werden. Kohletabletten wirken nur, wenn der Durchfall durch eine Vergiftung verursacht wurde und die Tabletten kurz nach der Aufnahme des Giftes eingegeben werden.

Therapie mit Homöopathie:

Ist der Durchfall nicht von Fieber oder einem anderen Symptom begleitet, kann auch eine Therapie mit homöopathischen Mitteln erfolgen.

  • Arsenicum album D12: Der Hund setzt häufig kleine Mengen an stinkendem Kot ab.
  • Nux vomica D12: Der braune, breiige Durchfall ist von Blähungen begleitet. Dein Hund hat Schmerzen und ist schlecht gelaunt.
  • Magnesium carbonicum D6: Der wässrige Kot spritzt heraus, laute Darmgeräusche sind hörbar. Magnesium carbonicum kann vor allem bei Milchproduktunverträglichkeiten eingesetzt werden.
  • Sulfur D12: Durch Fehlgärungen, die beim Abbau von Eiweiß entstehen, riecht der Kot faulig und ist grünlich verfärbt.
  • Abrotanum D12: wird vor allem bei Wurmbefall eingesetzt. Obwohl der Bauch dick aussieht, ist der Hund mager, das Fell ist matt.

Als Richtwert für die Dosierung gilt: 2 Globuli 3mal täglich. Die Kügelchen können in Wasser aufgelöst oder mit etwas Futter verabreicht werden. ➡ Mehr zum Thema Homöopathie für Hunde auf hundund.de.

Was gebe ich meinem Hund bei Durchfall?

Zuerst muss der Darm geleert sein, damit sich die Darmschleimhaut erholen kann. Am besten erhält Dein Hund über 24 Stunden kein Futter. Welpen müssen durchgehend gefüttert werden. Anschließend ist es für die Heilung von Durchfall wichtig, Schonkost oder Diätfutter zu füttern. Eine Hilfe ist mageres Hühnerfleisch, gekochter Reis und geriebene Karotten. Besteht keine Laktoseunverträglichkeit, können auch einige Esslöffel Hüttenkäse zugesetzt werden.

Für die Heilung ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, Dein Hund sollte möglichst viel trinken.

Hausmittel für Durchfall beim Hund

Du kannst für Deinen Hund eine pürierte Karottensuppe kochen. Die Karotten müssen mindestens 1 Stunde erhitzt werden. Während des Kochens bildet sich ein Zuckermolekül, das die Bakterien daran hindert, sich an die Darmwand zu heften.

Ist der Kot flüssig, kann geriebener Apfel oder 1 Teelöffel Flohsamen die Konsistenz des Kots wesentlich vebessern. Bananen sind eine gute Hilfe, sie stopfen und verlangsamen die Darmbewegungen.

Ist der Hund schwach, zittert und äußert Schmerzen, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

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