Gegen den illegalen Welpenhandel: Stadt Wien und Bund arbeiten zusammen

Illegaler Welpenhandel

Der Bund und die Stadt Wien machen sich gemeinsam gegen die illegalen Machenschaften der Welpenmafia stark um den illegalen Welpenhandel und dem damit verbundenen Tierleid zu bekämpfen. Tierschutzministerin Oberhauser ist es ein besonderes Anliegen, Konsumentinnen und Konsumenten vor skrupellosen Geschäftemachern zu warnen, die aus dubiosen Quellen stammende Hundewelpen in großem Stil illegal und ohne jegliche tierärztliche Kontrolle im Kofferraum ihres Autos nach Österreich bringen, um sie hier gewinnbringend zu verkaufen. Viele dieser armen Hunde seien zu jung, ungeimpft und daher auch kränklich, wodurch das Leid des Tieres und seines neuen Besitzers beziehungsweise der neuen Besitzerin vorprogrammiert ist.

Das österreichische Bundesministerium für Gesundheit setzt neben der Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen insbesondere auf Aufklärung, Information und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Schaffung neuer gesetzlicher Regelungen ohne intensive Diskussion und Bewusstseinsbildung wenig zur Verbesserung und zur Akzeptanz von gelebtem Tierschutz beiträgt. Es geht also darum, darüber aufzuklären, wo ein Tier gekauft werden sollte, was es heißt, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und welche dramatischen Folgen der Kauf bei unseriösen VerkäuferInnen hat. Informierte Entscheidungen statt Spontankäufe, lautet die Devise

betont Oberhauser.

Broschüre Augen auf beim Hundekauf kostenlos erhältlich

Um das Bewusstsein über die Problematik des illegalen Tierhandels zu schärfen, hat das Ministerum die Broschüre „Augen auf beim Hundekauf“ und „Augen auf beim Wildtier- und Exotenkauf“ produziert. Auch die Informationsbroschüre für Hundehalter „Hunde sicher verstehen“, die in Zusammenarbeit mit dem Verein „Tierschutz macht Schule“ erstellt wurde, soll das Verständnis zwischen Hund und Mensch fördern.

Erfolge im Kampf gegen illegalen Onlinehandel laut Studie

Die Stadt Wien kämpft seit längerem mit vielen Verbündeten gegen den illegalen Welpenhandel. Gemeinsam mit TierschützerInnen, den VIER PFOTEN und der Wiener Polizei konnten im letzten Jahr viele illegale Machenschaften aufgedeckt werden. Mittels Scheinkäufen wurden zahlreiche illegale Käufer angezeigt und Tiere abgenommen.Für Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima sind Online-Plattformen ein wichtiges Anliegen, da diese ein wahrer Tummelplatz illegaler Angebote sind. Es freue sie sehr, dass bereits zwei große Plattformen keine privaten Tierinserate (Bazar, Tieranzeigen) mehr zu lassen.

Die Stadt Wien hat die Machenschaften im Internet auch mit einer großangelegten Studie begleitet, die nach einem Jahr klar aufzeigt, dass die Inserate zu Tieren generell stark abgenommen haben. So sind die Inserate in Wien zu Hunden in einem Jahr um fast 39 % zurückgegangen. Diese sind auf massive Öffentlichkeitsarbeit, Scheinkäufe und daraus resultierende Anzeigen zurückzuführen.

Ich freue mich, dass wir nun gemeinsam mit Tierschutzministerin Oberhauser den Kampf gegen den illegalen Tierhandel verstärken. Wir wollen andere Bundesländer mit einbeziehen und auch auf EU-Ebene wollen wir eine breite Debatte über die Thematik anstoßen

erklärt Sima und appelliert abschließend an alle TierfreundInnen gemeinsam gegen dieses Tierleid vorzugehen – Billigwelpen aus dem Internet und dem Kofferraum leiden enorm, sind oft viel zu jung, krank und traumatisiert. Bitte melden Sie jeden Welpenhandel Verdachtsfall in Wien bei der Tierschutzhelpline der Stadt Wien unter 01/4000-8060.

 

 

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