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Gelber Hund: Jeder hat das Recht auf Freiraum und Respekt

Gelber Hund Gulahund

Eine von Schweden und Australien ausgehende Initiative namens „ Gulahund“ („Gelber Hund“) zum Schutz sensibler Hunde geht um die Welt. Doch nur wenn der Bekanntheitsgrad erhöht wird, lässt sich deren Ziel auch erreichen: mehr Freiraum für Hunde, die diesen benötigen.

Warum eine gelbe Schleife für meinen Hund?

Als Frauchen eines eher ängstlichen, unsicheren kleinen Hundes erlebe ich Situationen, in denen ein großer „Der will nur spielen“-Vierbeiner schwanzwedelnd auf einen sich zwischen meinen Beinen versteckenden Hund zustürmt, nur allzu oft. Das sind jene Momente, in denen ich mir eine gelbe Schleife an der Leine wünsche, die sagt: „Mein Hund will keinen Kontakt zu anderen Hunden oder Menschen. Lass ihm etwas Freiraum!“ Die Gründe dafür seien jedem Mensch-Hund-Team selbst überlassen und Kommentare wie „Darf das arme Hundsi nicht spielen?“ müssen selbstbewusst überhört werden.

Doch nicht nur für sogenannte sensible Hunde ist die gelbe Schleife eine Hilfe. Auch bei Krankheiten, läufigen Hündinnen, zu Ausbildungszwecken oder aus anderen Gründen kann ein gewisser Abstand zu Artgenossen erwünscht sein. Der Gedanke der Stigmatisierung lässt bei solchen Aktionen aber auch nicht lange auf sich warten. Genauso wie ein Hund mit Maulkorb muss ein Hund, der keinen Kontakt zu anderen haben „darf“, ja aggressiv sein. Nein – das muss er nicht! Und von dieser Denkweise sollte man sich schleunigst verabschieden. Die „Geschichten hinter den Gelben Hunden“, die auf der deutschen Webseite der Initiative veröffentlicht werden, geben einen Einblick in die einzelnen Fälle und veranschaulichen die Gründe, weshalb Seven, Nele oder Bella mehr Freiraum als andere Hunde brauchen.

Aktion Gelber Hund – Gulahund

Der „Gelbe Hund“ ist eine Aktion, die in genau solchen und vielen weiteren Fällen Abhilfe schaffen soll. Geboren wurde die Idee im Jahr 2012. Vor allem über das Internet fand die Kampagne international Beachtung. Im deutschsprachigen Raum gibt es eine deutsche (gulahund.de), eine Schweizer (gelberhund.ch) und eine auf Facebook vertretene österreichische Zweigstelle (https://www.facebook.com/pages/Gelber-Hund-Austria/179875942204199). Dennoch ist der „Gelbe Hund“ noch relativ unbekannt, was man auch daran merkt, dass einem so gut wie nie Hunde mit einer gelben Schleife oder einem gelben Halsband begegnen. Infoblätter, auf denen erklärt wird, wozu die gelbe Schleife dient, stehen kostenlos und in vielen verschiedenen Sprachen auf der Webseite gulahund.se zum Download und anschließenden Ausdruck zur Verfügung. Damit sich das Wissen um diese Aktion schneller verbreitet, können diese Flyer auf Hundewiesen, bei Tierärzten, in Hundeschulen verteilt oder auf Sackerlspendern (bitte aber vorher bei der Gemeinde anfragen, ob dies erlaubt ist) angebracht werden. Auch das originale gelbe Halstuch kann man online bestellen, wobei jede Art von gelbem Tuch oder Halsband den gleichen Zweck erfüllt. Die gelbe Schleife gilt übrigens auch in anderen Kontexten als Symbol für Solidarität und Unterstützung.

Das Schöne an der Aktion ist der Gedanke, jedem Hund und auch jedem Menschen den Respekt und die Distanz entgegenzubringen, die er verdient und die leider von Haus aus oft nicht eingehalten werden. Hat sich die gelbe Schleife erst einmal etabliert, kann man ohne großen Erklärungsbedarf einen entspannten Spaziergang erleben, bei dem man selbst entscheidet, zu wem man Kontakt aufnehmen möchte.

Aktion Gelber Hund

Aktion Gelber Hund, Bild von gulahund.se

Link:

gulahund.se/deutsch/

Autorin: Irene Mihatsch

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Eingereicht von 17 Kommentare

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17 Comments »

  • Alexandra Bungert sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag :-)

    Trotzdem finde ich die Schleife überflüssig!
    Ich erwarte von jedem Hundebesitzer auch ohne diese Schleife, dass er seinen Hund anleint, wenn er mir entgegen kommt!

    Schöne Grüße, Alex mit Tequilla

    • lotta sagt:

      Ich finde diese Aktion auch sehr gut und völlig einleuchtend. Und wie Fr. Bungert bereits geschrieben hat, erwarte ich ebenfalls von Hundebesitzern ihre Hunde ggf. bei sich zu halten oder abzurufen. Wenn es Beide beherrschen – Herrchen wie Hund – muss keiner an die Leine ;-)!! Nur leider zeigt mir der Alltag … die meisten können es leider nicht leisten oder meine Erwartungen sind zu hoch. Oder die Besitzer lassen es darauf ankommen weil sie genau wissen das der Hund nicht abrufbar ist, und entlarvt werden wenn sie es vorher versuchen auf einen entgegenkommenden, angeleinten Hund zu reagieren.

    • Bärbel Nickel sagt:

      Ich meine auch, wenn jeder Hundebesitzer rücksichtsvoller gegenüber anderen Hundebesitzern wäre, braucht man so eine Schleife nicht. Bis das jeder weiß, gehen noch paar Jahre ins Land. Wenn ich sehe, dass ein mir entgegenkommender Hudebesitzer seinen Hund angeleint hat, leine auch ich meinen an. Ganz einfach!

    • Bärbel Nickel sagt:

      Ich habe leider diesbezüglich schlechte Erfahrung gemacht, bin bald gestorben vor Angst, als ein schwarzer Labrador unsere Leyla attakierte und sie vor sich her schon wie ein Stück Holz. Träume nachts davon. Kein schönes Erlebnis.

  • Heidi langebner sagt:

    Das ist eine super idee so könnte man in zukunft ohne angst von anderen hunden auch mit einen alten hund spazieren gehen

  • Viv sagt:

    Ich befürworte diese Aktion.
    Es ist allerdings schade, dass sie überhaupt notwendig ist.
    Ich bin ein recht frischer Hundebesitzer (unser Eddi ist gerade 10 Monate alt)und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich das Verhalten mancher Hundebesitzer stinkwütend bis absolut sprachlos zurück lässt.
    Das fängt an bei nicht erbeten Ratschlägen was ich mit meinem Hund machen oder nicht machen soll, im Beisein unserer Hundetrainerin und endet damit, dass ich mich beschimpfen lassen muss wenn ich andere Hundehalter bitten muss ihre Hunde zu sich zurufen, weil ihr Hund unangeleint ist und meiner eben an der Leine läuft und wir für unseren praktischen Sachkundenachweiß, den wir eben noch erbringen müssen, üben.
    Bei dem was ich so erlebt habe, würde ich mir wünschen, dass alle Hundehalter, egal wie lange sie schon Hundehalter sind, einen theoretischen und praktischen Sachkundenachweiß erbringen müssen. Wobei, ob das was bringt, wage ich zu bewzeifeln…..

    • Holly sagt:

      Ich finde die Hundehalter ätzend, die sich einem mit Ihren Hunden in den Weg stellen,weil der Hund das so will und auf die Bitte, man möge doch den Hund mal zu sich holen, damit wir vorbeikönnen, wird man dann noch angepamt und noch ganz viel andere Episoden gäbe es da zu erzählen. Ich finds gut mit der gelben Schleife.

  • Mia sagt:

    Gut nehmen wir mal an das sich sowas auf gut 80% aller Hundehalter verbreitet.. 20% haben noch nie davon gehört.. Dann läuft gerade so einer ohne schleichen rum und ein anderer Hundebesitzer denkt sich „oh keine schleife! Dann darf mein Hund ja hin“ na herzlichen Glückwunsch :) es wäre sinnvoller jedem Hundebesitzer klar zu machen: Hund an der Leine – der eigene wird auch fest gemacht!
    rücksichtslose gibt es immer mit oder ohne schleife

  • carlotta sagt:

    Ich finde die Aktion sehr gut… Praktiziere ich so seit ich es weiß.

    Genervt bin ich von der negativen Einstellung der Hundebesitzer hier…Ich will dies nicht…Ich will das nicht…Das bringt eh nix… Jammer Jammer.

    Es wird anderweitig erfolgreich praktiziert, also hört auf zu heulen

  • Kessy sagt:

    Was nützt die gelbe Schleife Wenn mein Hund an der Leine ist ( chi mix) und der ander freirumläuft ( Schäferhund Mix) und der große meinen Hund eine agressive Haltung hat und auf einmal meine kleine beißen will und gerade aus ihr Halsband schlüpfen kann das sie wegrennen konnte und das noch in einer fremden Umgebung. Weil wir nur zu Besuch sind und die Halterin hält es nicht mal nötig ihren Hund zurückzurufen. Ich Haben den Hund hintergebrüllt das er nicht meine kleine jagt. Er hat Glückgehabt, er hat gehört auf mich. Und was macht die Frau. Schnautz mich voll meiner ist ohne Leine und wollte ihren beißen. Bin ja ausgeflippt. Habe Sie angemeckert und Da droht Sie mit der Leine und wollte mich schlagen. Was Sind das für Leute? Da hilft auch keine gelbe Schleife. Sie sehen sich im recht. Weil die bescheuert sind.

    • Manny sagt:

      Ohje,also ich hielt das eher für einen Scherz mit der Schleife,aber je mehr ich hier lese umso unsinniger wird diese Sache!
      Stellt euch alle vor,jeder kauft sih die Schleife oder Tuch oder das Halsband.
      Was hat sich dann geändert? Dann wird jeder Hund zu einem „Spezialfall“ und ist es nicht einfach auch wahr?! Wir Menschen sind doch auch nicht alle gleich,warum sollten denn dann alle andere Wesen anders sein? Nicht jeder Hund möchte gestreichelt werden,oder hat eben seine eigene Art,aber dass ist es doch,was wir auch an unseren Fellnasen lieben,oder nicht?
      Ich hab nen kleinen,schwarzen Mopsrüden,der nur schon angeknurrt wird ( von einem Schäferhund ) und der immer auf den Balkon( EG ) hetzt,wenn er meinen wittert.Meiner fängt nervös an zu schnauffen und will sich schützen und ist ganz aufgeregt,läuft aber mit mir weiter.Aber der Aggressor läuft im Sommer auch frei herum,belästigt andere Gassigeher indem er sein Territorium verteidigt und uns bzw. meinen Mops beissen will.Ich konnte es jetzt 2x verhindern,aber was,wenn ich zu spät reagiere,oder nicht helfen kann,ohne den anderen zu verletzen? Mir ist meiner mal aus seinem Geschirr geschlupft und abgehauen…Daswar Horror! Aber um jetzt abschliessend zu sagen,ist,dass ich da ganz deiner Meinung bin Kessy!
      Es würde sich nichts ändern,weil jeder „Gott sei Dank“ seinen Vierbeiner liebt und davon überzeugt ist,dass es der /die beste ist! Wir kennen unsere Tiere,daher sollte man uns fragen,bevor ungewünschte Interaktionen stattfinden!
      Meint,wer andere generell respektiert und Hund und Halter einen sicheren/privaten „Raum“ gibt,kann man entsprechend aufeinander reagieren,aber bitte mit Abstand! Wir mögen auch nicht von jedem bedrängt oder gestreichelt werden!
      Dafür braucht man keine bunten Kinkerlitzchen,sondern was man im englischen Comon Sense (gesunder Menschenverstand) nennt! LG

  • Rolf Scherer sagt:

    Wenn ich einen Hund an der Leine führe erwarte ich von jedem anderen Hundeführer das er seine Hund zu sich ruft und unter Kontrolle nimmt. Ich habe meinen Hund nicht ohne Grund an der Leine aber das muss ich ich ich nicht jedem erklären. Jeder soll seinen Hund frei laufen lassen, aber er muss dafür sorgen dass kein anderer Mensch oder anderes Tier durch seinen freilaufenden Hund nicht belästigt oder bedroht wird und die Distanz eingehalten wird. Da hilft kein gelbes oder pinkfarbendes Halstuch. Da hilft nur gegenseitige Rücksichtnahme. Genau diese fehlt aber zu vielen selbstgerechten Menschen die ihre Hunde nicht erziehen und frei laufen mit grenzenlos verwechseln.

  • Klaus Wessela sagt:

    Beste Beispiel hab ich bei meiner Nachbarin.Ihr Hund rennt ja seit 2 jahren frei rum.Das war ja schon immer so.Meiner ein Labradormix reagiert auf kleine schwarze hunde sehr aggressiv da sich im welpenalter bei ihm mal ein pudel im ohr verbissen hatte.Dieses bekam auch ein Hundetrainer nicht mehr in den Griff.Auch nach mehrfach erklärungen wird dieses nicht akzeptiert.

  • Agnieszka sagt:

    Nabend!
    Gelbe Schleife für sensible Hunde? Lange habe ich mir Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich verstehe das Gelb als Warnsignal, ohne zu fragen, den Hund nicht in seiner Individualdistanz stören zu dürfen.
    Trotzdem finde ich, dass alle Hunde das Recht haben sollten. Genauso, wie alle Mitmenschen nicht von Hunden belästigt werden sollten.
    Für uns ist es ganz einfach- versteht der Gegenüber nicht, wie man sich einem fremden Hund zu verhalten hat, wird dieser geblockt. Egal, ob mein Hund sensibel ist oder nicht. Nur ich mute meinen Hunden solche Begegnunden nicht zu. Diese sind einseitig. Und das müssen sie nicht regeln.
    Hat ein Hund nichts gelbes an sich, ist das eine Freikarte zum Knuddeln?

  • Sybil Chin sagt:

    Wie schlimm ist das denn? Bekommen als nächstes dann wieder Menschen ein Zeichen für ihre ‚Andersartigkeit‘? Das ist sehr wohl Stigmatisierung und wird auch so nicht aufgehen, oder wollen Sie es per Gesetz? Und: Ab wann ist ein Hund, ein ’sensibler‘ Hund. Welche Standardisierungen sollen denn da zu gleichgeschalteten Anwendung herangezogen werden? Eine, noch dazu ‚gelbe‘ Schleife… Ich hielt es Anfangs auch für einen Witz. Ist leider keiner.

  • Nicol sagt:

    Hallo,

    Ich finde es gut, den was scheinbar in den Hintergrund getreten ist, es geht auch darum das nicht jeder Mensch versuchen soll einen Hund anzugrabbeln und schon gar nicht immer näher an ihn ran geht mit den Worten „oh bist du aber ängstlich“ das erschwert ein Angsttraining sehr.

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