Tierische Blutspender können Leben retten

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Nicht nur Menschen, auch Tiere brauchen nach Operationen, oder bei Krankheiten neues frisches Blut. Hier können Blutkonserven Leben retten. Dafür braucht es aber tierische Blutspender.

1996 war die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin, die erste Tierklinik, die eine Blutbank für Hunde besaß. Mittlerweile gibt es auch Katzen in der Spenderkartei. Rund 300 Hunde und etwa 80 Katzen, spenden jährlich dort ihr Blut. Auch andere universitäre und private Tierkliniken nehmen den Vierbeinern Blut ab.

Der Bedarf an Blutkonserven ist hoch, denn auch wie beim Menschen, sind Transfusionen oft lebensrettend. Synthetisch kann bisher noch kein Blutersatz hergestellt werden und die Blutkonserven sind nur begrenzt haltbar. So kann es passieren, dass innerhalb von zwei Tagen die Blutkonserven ausgehen, wenn mehrere verletzte Hunde gleichzeitig neues Blut brauchen. Für solche Notfälle haben die Ärzte eine Kartei, welche Spender schnell verfügbar sind. Nur im absoluten Notfall werden auf die Tiere der Angestellten zurückgegriffen.

Aber nicht jedes Tier darf auch Blut spenden. So ist natürlich die Grundvoraussetzung, dass der Hund, oder die Katze absolut gesund sind. Welche sonstigen Voraussetzungen noch bestehen, hängt von der jeweiligen Tierklinik ab. In Berlin zum Beispiel, dürfen die Tiere – je nach Rasse – nicht älter als 10 Jahre sein. Hunde müssen mindestens 20 kg, Katzen 4 kg, wiegen. Der letzte Spendentermin muss bei Hunden, mindestens 3 Monate, bei Katzen ein halbes Jahr, zurück liegen. Auf die Rasse kommt es beim Blutspenden nicht drauf an, sondern auf die Blutgruppe.

Damit die Blutspende ohne Probleme verläuft, sollte der Hund nicht zu hektisch sein, sondern diese Prozedur geduldig über sich ergehen lassen. Bei Katzen wird eine Beruhigungsspritze gegeben, so dass dort die Blutabnahme völlig unproblematisch ist.

Nach der Blutspende, sollte wie beim Menschen, der Tag ruhig verlaufen. Ansonsten bestehen keine Einschränkungen.

Wer sein Tier als Spender zur Verfügung stellen möchte, kann es in einer bundesweiten Datenbank des Vereins Weissepfoten aus Sachsen-Anhalt registrieren lassen. Tierärzte können auf diese im Notfall zurückgreifen. Bisher sind dort um die 1800 Tiere registriert. Damit Spender keine stundenlangen Anfahrten haben, soll das Netz flächendeckend ausgebaut werden.

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