Der Hundehalter des Hundehalters größter Feind?

Für viele scheint die Erziehung von Hunden überbewertet. Was sollen Hundehalter tun? Von Tut-Nix, Hör-Nix, Tut-Wase und Konsequenzen.

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Monty Maulkorb

Eine Mutter kommt mir ihrem Kind zu Besuch. Noch während man die Tür aufmacht, springt Einem das Kind entgegen. „Ooooooh, wer bist denn du? Hä?Hä? Ich bin der Kevin, ooooh du bist ja lustig, sollen wir spielen? Sollen wir? Ooooh du hast ja Brüste?“ *patsch* Hat man auch schon die Hände des Kevins dort, wo man sie nicht haben möchte.

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Fassungslos starrt man die Mutter an. „Ach der Kevin ist immer so verspielt.“, sagt die Frau lächelnd. Immer noch sprachlos führt man die Mutter mitsamt umher rennenden Kind in den Garten. Die dort frei laufenden Hauskaninchen erwecken natürlich sofort Kevins Aufmerksamkeit. Ohne zu zögern stürzt er auf sie zu und rennt ihnen nach, während die Kaninchen panisch vor dem wilden Kevin davon rennen. „Hach, der bekommt sie ja eh nicht. Der will ja nur spielen. Schau mal was für einen Spaß er hat.“

Tatsächlich hat der Kevin grade einen riesigen Spaß. Die Kaninchen allerdings nicht. Plötzlich hält Kevin inne. Kurz hat man die Hoffnung, dass er zu Besinnung gekommen wäre, doch da läuft er schnurstracks ins Gemüsebeet, zieht die Hosen runter und kackt auf die Erdbeeren. „Kevin was machst du da? Hör auf in mein Essen zu machen! Das ist eklig!“ „Was fährst du meinen Liebling so an?“, faucht die Mutter einen an „Was mein Kind darf und was nicht, bestimme immer noch ICH. Solche Leute wie du sollten am besten keine Kinder haben!“ Wütend nimmt sie endlich ihren Jungen an die Hand und geht.

Eine völlig abstruse Geschichte? Sicherlich, wenn man von einer Geschichte einer Mutter mit ihrem Kind ausgeht. Viele Hundehalter verhalten sich aber tatsächlich so. Erziehung scheint überbewertet. Fremdes Eigentum wird nicht wertgeschätzt. Grundsätzlich ist alles nur dafür da, damit der eigene Hund sich entfalten kann. Und wehe dem, der dagegen dann etwas sagt.

Es scheint Trend zu sein, sich völlig rücksichtslos zu verhalten. Der Hund darf sich auf Kosten anderer frei entfalten. Wer etwas dagegen hat, ist natürlich völlig unwissend, egoistisch und unfähig.

Kindererziehung vs. Hundeerziehung

Fasan
Nur ein Bewohner der Natur, der dort ungestört leben möchte.

Schon als Kind lernt man fremdes Eigentum zu respektieren und nicht kaputt zu machen. Schon als Kind lernt man auf den Wegen zu bleiben, keine Beete zu betreten und keine Tiere zu ängstigen. Hunde dagegen dürfen genau das.

Männer die wild pinkeln, finden alle eklig. Aber dass der Hund sämtliche Vorgärten und Hauswände markiert, ist natürlich völlig ok. Dass der Hund durch die Felder läuft, seinen Kot in das Essen anderer Leute oder auch anderer Tiere platziert, ist natürlich auch völlig ok. Das gehört zur freien Entfaltung des Vierbeiners halt dazu.

Während man Kindern noch sagt, dass sie freundlich zu ihren Mitgeschöpfen sein sollen und sie nicht ärgern sollen, ist es natürlich völlig in Ordnung, wenn der Hund seine Mitgeschöpfe zu Tode ängstigt und dabei womöglich sie in den sicheren Tod (sei es durch Schreck oder durch Straßen) treibt. Hauptsache der Hund hat seinen Spaß und kann sich mal ganz ungeniert „ausleben“.

Der eigene Hund als Punchingball

Drei Hunde spielen Meer
Spielen die Hunde noch oder mobben sie schon?

Die schlimmsten Auswüchse dieser rücksichtslosen Hundehalter bekommt man am ehesten mit, wenn man selber Hundehalter ist. Der eigene Hund wird schnell zum Auslebungsobjekt für andere Hunde. Nimmt man den eigenen Hund an die Leine und bittet dem entgegenkommenden Hundehalter das dem gleichzutun, geht es oft los. „Der tut nix“ schallt es Einem entgegen, während die 40KG Labratonne einem entgegen rollt.

Dass der eigene Hund vielleicht etwas tut, weil er auf so eine unhöfliche Annäherung eines Artgenossen (wie erinnern uns an Kevin, der uns an die Brüste gepackt hat) entsprechend aggressiv reagiert, dass der eigene Hund aufgrund von schlechter Erfahrung ängstlich ist und dementsprechend aggressiv oder auch panisch reagiert, dass der eigene Hund vielleicht grade krank ist, Schmerzen hat und aufgrund dessen entsprechend reagiert oder gar ansteckend ist, dass der eigene Hund läufig ist und dementsprechend keinen Kontakt haben sollte um ungewollten Nachwuchs zu verhindern, dass der eigene Hund auch mal zu Trainingszwecken lernen soll, dass nicht jeder entgegen kommender Hund Spielpartner ist, dass der eigene Hund grade eine Übung absolviert, bei der man keine Störungen wünscht, dass man selber aufgrund schlechter Erfahrungen Angst hat vor einer Hundebegegnung, ist völlig egal. Der „Tut-Nix“ ist nämlich meistens kein „Tut-Nix“, sondern einfach nur ein „Hör-Nix“.

Die „Tut-Nixe“ entpuppen sich erstmal angekommen schnell zu „Tut-Wase“. Mit Glück wird der fremde Hund wenigstens eingesammelt. Mit Pech wird man beschimpft, weil – ja warum eigentlich? Einen triftigen Grund gibt es dafür nicht, außer dass solche rücksichtslose Hundehalter Egomanen sind (man verzeihe an dieser Stelle meine Ausdrucksweise, aber auch mir fehlen manchmal die Worte), die auf Kosten anderer ihre Erziehungsunfähigkeit ausleben möchten.

Die ahnungslosen Hundehalter

angeleinter schwarzer Hund
Warum ist es so schwer seinen Hund anzuleinen, wenn es nötig ist?

Und dann gibt es noch die ahnungslosen Hundehalter, die sich eher wie Zombies, als wie denkende Wesen verhalten. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, im engen Begegnungsverkehr den eigenen Hund auf die abgewandte Seite zu nehmen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, den Hund nicht ungefragt angeleint zu einem anderen angeleinten Hund zu lassen.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, mit seinem aggressiven Hund nicht geradewegs auf einen anderen Hund zuzusteuern. Aber stattdessen darf der eigene Flexi-Leinen-Hund mal eben über die Straße rennen um am Popo des anderen Hundes zu schnüffeln, der diese Unverfrorenheit entsprechend quittiert.

Stattdessen lässt man seinen Hund an der 2m Leine den ganzen Weg einnehmen, während der andere Hundehalter zusehen darf, wie er sich irgendwie daran vorbei schlängelt, ohne das Kontakt zustande kommt. Stattdessen darf man den eigenen Hund hinter sich halten, um abwehrbereit den nur wenige Zentimeter an einem vorbeibeißenden Hund abzuwehren.

Einsehen? Fehlanzeige!

Wenn man versucht das Gespräch zu suchen und zu erklären, warum der eigene Hund keinen Kontakt wünscht, warum man Hunde nicht einfach über das frisch eingesäte Feld rennen lassen sollte, warum es gar nicht lustig ist, wenn andere Tiere gejagt werden, stößt man in den meisten Fällen auf taube Ohren.

Viele Menschen greifen solche Gespräche, egal wie freundlich und sachlich sie formuliert sind, als Einmischung in die Erziehung auf und dies ist nicht erwünscht. Fehler einzugestehen ist nicht leicht, und nicht jeder kann in solchen Fällen seinen Irrtum einsehen.

Hinzu kommt eine „Hauptsache Ich“-Mentalität, die in der heutigen Gesellschaft immer erstrebenswerter erscheint, denn wer seine persönlichen Interessen nicht vehement durchsetzt, läuft Gefahr „unterzugehen“.

So manch Hundehalter hatte selber auch schon negative Erfahrungen mit Radfahrern, Passanten, Bauern, Jägern oder anderen Hundehaltern. Agiert wird frei nach dem Motto

Warum soll ICH denn immer Rücksicht nehmen, wenn die Anderen es auch nicht tun?

Und so stoßen selbst nett gemeinte Erklärungen schnell auf Ablehnung beim Gegenüber, der diese mit Glück dann nur ignoriert, sich aber mit Pech mit Beschimpfungen oder gar Schlimmerem revanchiert.

Die Konsequenzen: Eine Belastung für alle

Hund kotet
Nicht der schönste Anblick…

Die Folgen sind nicht nur unangenehme Begegnungen, sondern auch immer striktere Verordnungen und auferlegter Leinenzwang, was letzten Endes einer Kollektivbestrafung gleich kommt. Außerdem werden Hundehalter in ein schlechtes Licht gerückt.

Schlechte Erfahrungen brennen sich bei Menschen besonders tief ein. Hinzu kommt, dass Menschen dazu neigen zu übergeneralisieren und einzelne Verhaltensweisen auf die Persönlichkeit zuzuschreiben. Und so kommt es schnell zu Äußerungen wie „Hundehalter lassen überall den Kot ihrer Viecher liegen“, „Die lassen ja eh immer ihren Köter frei laufen“, „Hundehalter haben ihre Hunde doch gar nicht im Griff“, „Freilaufende Hunde sind gefährlich“ und so weiter.

Dies führt natürlich wieder zu Problemen im Miteinander und selbst wenn man einen gut erzogenen Hund hat, kann es passieren, dass man Ärger bekommt mit Bauern, Jägern, Passanten oder Radfahrern. Die schlimmste Folge sind sicherlich Giftköder, die ausgelegt werden um Hunden zu schaden.

Was sollen Hundehalter tun?

Hund Finix ratlosNun kann man sich über diese Missstände beschweren und aufregen, wenn mal wieder etwas nicht gelaufen ist wie gewünscht, und seinem Unmut bei anderen kund tun. Das mag befreiend sein, bringt aber nichts um etwas zu ändern. Hier spielt sicherlich auch Aufklärung eine wichtige Rolle. Insbesondere die Trainer, ob im Verein oder der Hundeschule, sind gefragt die Hundehalter über die Regeln des Miteinanders aufzuklären.

Aber auch die Hundehalter können selbst dafür sorgen, dass sie positiv wahrgenommen werden. Dies beugt Hundehass und Hundeangst vor, genauso wie gesetzlichen Zwangsmaßnahmen. Und sie haben auch eine nicht zu unterschätzende Macht gegenüber anderen Hundehaltern. Um dies zu verdeutlichen und damit klar zu machen, wie enorm wichtig es ist, als Vorbild zu agieren, möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Ausflug in die Psychologie machen, genauer gesagt in die Sozialpsychologie.

Das Experiment

Es gab ein sehr bekanntes Experiment, bei dem man wissen wollte, wann Menschen erwünschte Verhaltensweisen durch eine soziale Einflussnahme am wahrscheinlichsten zeigen. (Reno, Cialdini & Kallgren (1993): The transsituational influence of social norms. Journal of Personality and Social Psychology, 64, 104-112)

Dafür ließ man Besucher einer Stadtbibliothek zu ihrem Auto laufen. An diesem angekommen, fanden sie einen Flyer an der Windschutzscheibe. Für die Forscher stellte sich nun die Frage, unter welchen Bedingungen die Leute den Müll mitnahmen (=erwünschtes Verhalten) und sie ihn nicht auf den Boden warfen.

Hierfür wurde zuerst die Umgebung manipuliert. Die Leute die zu ihrem Auto liefen, fanden entweder einen sauberen Parkplatz vor oder einen vermüllten. Es überrascht wenig, dass die Leute, die auf einen sauberen Parkplatz kamen, eher ihren Müll mitnahmen, als die Leute die auf den vermüllten Parkplatz kamen. Diese warfen den Flyer häufiger auf den Boden, nach dem Motto „wenn es alle machen, wird es schon recht sein“.

Nun brachten die Forscher aber noch einen Helfer ins Spiel. Dieser lief vor den Versuchsteilnehmern her und warf in einer Versuchsbedingung Müll auf den Boden, und hob in einer anderen Versuchsbedingung Müll vom Boden auf. Damit symbolisierte er, dass es nicht richtig ist, Müll wegzuwerfen.

Was hatte nun den größten Einfluss auf die Versuchsteilnehmer? Wann würden sie am ehesten das erwünschte Verhalten zeigen? Tatsächlich hatte den größten Einfluss der Helfer, der Müll aufhob. Und dies sogar auf einem verschmutzten Parkplatz! Dies ist nur eine Studie von vielen, die zeigt, dass man ganz maßgeblich dazu beitragen kann, dass sich an die Regeln des Miteinanders gehalten wird.

Der Grund ist ein ganz simpler: Wir Menschen sind soziale Lebewesen, denen es wichtig ist in der Gesellschaft nicht anzuecken. Wir verhalten uns konform, um nicht aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Soziale Regeln sind nicht immer derart präsent, dass sie auch immer befolgt werden. Sie werden aber präsent, wenn Situationen darauf hinweisen, was erwünscht ist und was nicht.

Was heißt das also für uns Hundehalter?

Wir können andere mit unserem Verhalten beeinflussen und zu erwünschtem Verhalten bringen. Als soziale Gruppe der Hundehalter können wir sogar Druck ausüben, sofern wir gemeinsam ein rücksichtsvolles Miteinander in dem Regeln herrschen vorleben. Selbst das Aufheben von Kot auf einem bereits völlig verkoteten Grünstreifen, bringt andere Hundehalter dazu es gleichzutun. Wenn wir unsere Hunde in einer Begegnung unter Kontrolle haben, den Hund an die Seite nehmen und dem anderen Platz machen, damit er passieren kann, wird das einen Effekt auf den Beobachter haben. Wenn wir den Hund abrufen und vorher fragen ob Kontakt erwünscht ist, setzt dies Maßstäbe für den anderen. Je mehr dies tun, desto eher wird der andere sich daran orientieren.

Wenn wir dabei freundlich bleiben, wird die Wahrscheinlichkeit nochmal höher, dass wir nachgeahmt werden, denn kompetente und sympathisch wirkende Menschen werden wahrscheinlicher nachgeahmt.

Appell an Halter von Hunden

Frau Hund Spaziergang

WIR als Hundehalter setzen die Regeln des Miteinanders fest. WIR haben es in der Hand wie wir wahrgenommen werden und ob sich an sozialen Regeln gehalten wird. WIR können andere Menschen durch unser vorbildliches Verhalten beeinflussen und etwas bewirken.

In diesem Sinne appelliere ich an alle Mithundehalter: Seid ein Vorbild, ihr habt es in der Hand! Erzieht eure Hunde, lasst sie nicht jagen oder auf fremde Menschen oder Hunde ungefragt zu rennen. Räumt den Kot weg. Seid aufmerksam, wenn ihr spazieren geht, nehmt Rücksicht auf die Befindlichkeiten und das Eigentum anderer und denkt daran, dass ihr in der Natur nur zu Gast seid und es der Lebensraum anderer Tiere ist, die ebenfalls ein Recht auf ein ungestörtes Leben haben. Natürlich kann es auch mal passieren, dass der eigene Hund ungefragt zu einem anderen Hund oder einem Menschen hinstürmt. Dann hilft es aber sich zu entschuldigen und daran zu arbeiten, damit es in Zukunft nicht wieder vorkommt.

Hattet ihr schon schlechte Erfahrungen mit anderen Hundehaltern? Wie begegnet ihr denjenigen, die sich rücksichtslos verhalten? Macht ihr andere Leute auf ihr Fehlverhalten aufmerksam? Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema? Kommentiert unter dem Artikel, bei Facebook auf unserer Seite oder meldet euch in unserem Forum an und diskutiert mit mir. Ich freue mich euch zu lesen.

Autorin: Nina Dany

43 Kommentare

  1. Endlich spricht es jemand in aller Deutlichkeit aus. Ich dachte schon, ich sehe alles zu kritisch. Ich habe gerade gestern einen Entwurf für meinen zukünftigen Blog erstellt,der genau diese Thematik behandelt. Da ich selbst Hundehalterin bin, kann ich fast täglich beobachten wie, vor allem in Hundeparks, die Hunde aufeinander los gehen und die Halter daneben stehen,dümmlich grinsen und meinen das sei ein Spiel und in Ruhe ihre Zigarette rauchen und telefonieren. Gerade in Hundeparks sollte das Sozialverhalten funktionieren und nicht nach dem Motto:“Hier kannst Du mal richtig die Sau rauslassen“ verfahren werden.

  2. Hallochen Conny,

    die Hundehalter von denen Du sprichst haben dann oft auch keine adäquate Bindung zu Ihrem Hund. Sie jonglieren mit fragewürdigen Ratschlägen wie “ Lassen sie ihren doch einfach von der Leine, die regeln das unter sich“ und wundern sich, dass wenn sie etwas von Wuffi möchten, dieser sie komplett ignoriert. Logisch, wenn er er alles allein regeln soll, muss er selbstverständlich auch allein entscheiden.
    Hundekontakt ja unbedingt, aber Qualität statt Quantität! Man muss dabei eine Symbiose finden zwischen Kontrolle und Vertrauen. Für manche eine unlösbare Aufgabe, weil sie sich den Hund nur angeschafft haben um entweder was niedliches auf dem Sofa sitzen zu haben oder weil ein Hund eben einfach zum Gesamtbild dazugehört. Solche Menschen sind dann auch ganz stolz wenn ihr Wuffi mal wieder 10 Stunden allein durchgehalten hat ohne auf den Teppich zu pinkeln. Mir drehen sich dabei die Magenwände um.
    Was ist eigentlich aus der guten alten gesunden Mitte geworden?! Klingt langweilig in unserer knalligen Spaßgesellschaft, ist aber effektiv und sorgt für ein großartiges Zusammenleben zwischen Hund und Halter.
    Mein Pepper darf auch die Sau raus lassen, sich in Scheiße sulen, über die Wiese fegen (da kommt kein Windhund nach)und wer hätte das gedacht, er hat auch reichlich Hundekontakt bei dem ich mich nicht einmische, weil ich mich dann aber auch schlicht und ergreifend tatsächlich nicht einmischen muss. Wenn man einem guten Hundekontakt begegnet – was zugegebenermaßen nicht ganz so häufig vorkommt- dann erkennt man das an seinem eigenen Hund. Der Kontakt mit einem Hund den mein Pepper mag läuft gaaaanz anders ab als mit einem den er nur als dahergelaufen empfindet. Die Bewegungen der Hunde sind fließend, es wird nicht nur gejagt, sondern auch ganz entspannt – mit Ohren schlecken usw. herumgekugelt. Es gibt auch Pausen in denen jeder seiner Wege geht. Nach so einem Treffen sind die Hunde komplett entspannt und nicht hibbelig oder gar komplett aufgedreht.
    Pepper und ich haben eine sehr gute Lösung gefunden. Er zeigt mir an wenn er keinen Kontakt haben möchte. Da ich ihm gezeigt habe, dass er wenn er dicht an meiner Seite bleibt geschützt ist durch mich, sage ich ihm dann einfach ganz ruhig „Komm an die Seite“ und zeige mit dem Finger an die gewünschte Seite (immer so, dass ich zwischen ihm und dem anderen stehe). Dann kommt er an meine Seite, hat zwar immer noch einen geschwollenen Kamm, aber lässt mich machen. Und ich mache wenn es nötig ist! Besser man läuft einfach an uns vorbei ohne Kommentar mit einem freundlichen „Hallo“, ansonsten verteidige ich meinen Hund energisch und konzentriert ohne Rücksicht darauf ob da vielleicht jemand beleidigt ist oder ähnliches. Selbstverständlich gibt es auch Tage an denen mal alles nicht so gut läuft…………Geduld!!!!
    Mein Pepper ist ein Spitzmix, der zudem den wohl wichtigsten Teil seiner Kindheit im Tierheim verbracht hat. Einige wichtige Erfahrungen konnte er offensichtlich nicht machen, denn er ist weit unsicherer als andere Hunde in seinem Alter. Zudem ist der Spitz ein Wachhund. Eine Mischung die es uns mit Sicherheit nicht leichter macht und auch hier und da für Rückschläge sorgt. Dazu sieht er für andere noch so niedlich aus, was dazu führt, dass er als Hund oft nicht ernst genommen wird von Menschen denen wir begegnen. Sie sind dann ganz erstaunt, wenn er auf Kommandos hört die ihre Hunde im Leben noch nie gehört haben. Aber ja, er bekommt die nötige Ruhe, Auslauf, Orientierungsmöglichkeiten und Kuscheleinheiten von mir und so hat er verstanden, dass ich ihn liebe, aber ich mich auch durchsetze wenn es nötig ist. So ist aus ihm in relativ kurzer Zeit ein richtig toller Hund geworden mit dem es sich einfach schön leben lässt. Lassen wir mal noch ein Jahr ins Land gehen und es ist der tollste Hund ever (also für mich).
    Und na klar muss ein Hund auch allein bleiben können, aber man sollte doch bitte gewisse Grenzen wahren und den Bogen nicht in einer Selbstverständlichkeit überspannen die zum Himmel schreit. Ein Hund der generell 9 oder 10 Stunden allein bleibt weiß, dass er missachtet wird oder er geht zumindest davon aus. Gewöhnlich sucht sich so ein Hund dann seine Ventile. Wie die ausfallen ist individuell, aber toll sind sie alle nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass dann eigentlich auch mal das Gewissen an die Tür klopfen müsste. Aber na ja.

  3. Ein sehr guter Artikel. Ich habe seit 5 Jahren eine ehemalige rumänische Straßenhündin, die zum Glück mit allem und jedem verträglich ist und sich auch alle von jedem gefallen lässt (fast schon zu brav die Maus, sie ist sogar ruhig stehen geblieben als ein anderer freilaufender Hund sich in ihrem Nacken verbissen hat. Kommentar Frauchen des fremden Hundes „Der tut nix, der zwickt bloß“ Ahja)
    Seit einem halben Jahr habe ich jetzt eine zweite Hündin. Diese ist sehr unsicher (evtl auch weil sie taub ist) und hat 4 Jahre auf den Straßen Spaniens überlebt. Sie möchte weder von Mensch noch von Hund bedrängt werden, dann schnappt sie auch zu (und zwar sehr schnell). Die Hündin wird von mir immer an der Leine geführt. Wenn ich sehe, dass sich andere Hunde nähern nehme ich die Leine kurz und weiche so gut es geht aus. Letztens war dies aber leider gar nicht möglich. Uns kam eine Dame entgegen mit 5 (!) freilaufenden Schäfermischlingen. Ich hab meine Spanierin (14kg schwer) auf den Arm genommen, damit sie keinen der 5 attackiert. Ich weiß sowas sollte man nicht tun, aber ich möchte nicht, dass sich 5 große Hunde auf meinen Hund stürzen, der ja nur klar machen wollte, dass ihm das so nicht passt. Meine Hündin hat sich vor angst vollgepinkelt und die Hundehalterin des Rudels? Ja die hat mir erklärt, dass mein Hund so aber nicht lernt sozial mit andern Hunden zu sein. oO Ja stimmt, aber sie wirds auch nicht lernen wenn sie von 5 Hunden gleichzeitig bedrängt wird weil Madame Halterin keine einzige Leine dabei hat und die Hunde nicht abrufen konnte.

  4. Hmmm… es scheint also ein allgegenwärtiges Problem geworden zu sein. Dein Hund= Allgemeingut, Auslebungsobjekt jeglicher Art anderer Hunde UND deren Besitzern. Ich mache das nach den vielen Jahren mittlerweile anders. Wenn uns einer bedrängt fängt zuerst die Hündin an das Gegenüber zu verbellen und da dies nichts nützt- denn was will ein stocksteifer Hund mit aufgerissenen Augen und aufgerissenem Maul schon anderes mitteilen als *Ohh ja bitte komm her anderer Hund und ramm deine Schnauze in meinen Schambereich oder sonstiges*- dann bin ich dran. Meine interspezifische Beziehungspartnerin, also meine Verantwortung gegenüber dieser übermächtigen Übergriffigkeit anderer. Und da wird nicht mehr freundlich diskutiert, denn tatsächlich guckt sich der 0815-Mensch in dieser Situation eben nicht positive Verhaltensweisen ab, sondern fällt leider ins eigene narzisstische Muster. Außer in einer Gruppe, dann kann das schon einen möglichen Soforteffekt erzielen falls sich bereits einer von denen näher bei der *gemeinschaftlichen Gruppe* denn bei der *selbstdarstellenden Horde* einkategorisiert. Und zudem wer bin ich schon dass ich da jemanden belehrend erklären zu versuche was für ein No Go sein Verhalten gerade darstellt. Das läßt deren Narzismus/Egoismus/Egozentrik gar nicht zu. Sprichst du dich gegen das aus was dein Gegenüber macht, bist du schnell der vermeintliche böse Angreifer den es zu dominieren/besiegen gilt. Zugegeben, die ersten ein bis fünfmal bin ich noch so nett/verständnisvoll/deeskalierend wie mir in diesem Moment möglich ist. Aber danach eben nicht mehr. Spätestens wenn ich daraufhin den Besitzer fixiere und ihm die Ansage auf möglichst harsche Art unterbreite uns besser nicht weiter zu bedrängen, eben bevor ich *MICH von der Leine lasse*, kann das Gegenüber greifen in welch angespannte Situation er/sie sich selbst manövriert hat. Meistens wollen die sich einer Situation wie dieser schnellstmöglich entziehen und lassen uns somit, wenn auch motzend/meckernd/anmaßend mindestens für einen ganzen Monat in Ruhe. Klaro, das ist unglaublich schade- Ich bin ein erklärendes Individuum und ich suche lieber den Dialog- aber meine Lieben… für einen Dialog setzt es stets das Gegenüber voraus dass in einen Dialog zur Problemlösung eintreten möchte. Dazu können wir niemanden zwingen, da besteht halt leider kein Interesse dran. Was wir aber immer können und vielleicht sogar allein deshalb schon sollten, ist sich zu wehren.

  5. ich ärger mich schon den ganzen tag, weil mir heute morgen genau sowas passiert ist. meine hündin hat ein problem mit leinenaggression. seit einem halben jahr arbeiten wir jeden tag dran, dass sie irgendwann an anderen hunden vorbeilaufen kann. kommt eine frau mit kinderwagen und ihren zwei großen hunden mit maulkorb zwar aber ohne leine, der eine zehn meter vorneweg. ich versuch rechtzeitig über die straße zu kommen , aber ihr hund ist fast da und meiner blockiert mitten auf der straße, da fängt sie an mit „der tut nix“. ich „gut für dich, aber mein hund soll keinen leinkontakt haben“. sie „ja, das ist eine straße hier“ ich „ja,aber dein hund hat nicht einfach hierherzurennen“ darauf kommt sie dann noch extra auf die andere straßenseite und NATÜRLICH rennt ihr hund wieder zu mir. sie ruft ihn fünfmal mit den worten „komm, lass die depperte“. natürlich kommt er aber nicht, deswegen leint sie ihn ja nicht an, weil sie ihr kind und das halbe tierheim drumrum nicht auf einmal ausführen kann. ich pack das nicht, da wird man bedrängt und beleidigt, nur weil sie nicht fähig und zu bequem ist, ihr vieh zu erziehen. wenn man dann ein halbes jahr arbeit mit seinem hund hinter sich hat und die alte bringt meinen hund aus rücksichtslosigkeit wieder zum eskalieren, dann frustriert mich das maßlos. ganz zu schweigen davon, dass ich mich einfach so beleidigen lassen muss, wenn alles was ich wollte war, dass sie weggeht.

  6. Wir verzweifeln auch langsam.. seit seiner Pubertät ist Hugo bei fremden Hunden leider extrem gestresst. Leider muss ich mir jedes mal anhören dass ich keine Ahnung von Hunden hätte und jetzt gefälligst den fremden Hund ranlassen soll. (Wahrscheinlich auch weil entsprechende Besitzer immer älter sind und der Meinung sind daher alles besser zu wissen)
    Unsere Spaziergänge bestehen momentan nur daraus fremde Hunde abzuschicken und mich beschimpfen zu lassen…

  7. Wir haben hier am Strand seit einigen Jahren massive Probleme mit rücksichtslosen hundehaltern! Es werden Gänse gehetzt, alle 5 Minuten kommt ein neuer unangeleinte hund und rennt in 100 Gänse rein, kaum sind sie wieder an Land, kommt der nächste hund und tut das. Aus allen Stränden werden hier hundestrände, was total rücksichtslos ist. So gab es letztes Jahr auch eine beissattacke gegen einen Urlauber. Ich habe ihm gesagt, er soll anzeige erstatten, es reicht. Es ist so rücksichtslos, aus allen Stränden hunderstrand zu machen und Vögel zu jagen!! Ich verlange anleinpflicht und hunde nur auf hundestrand! Es hat naturschutzgründe das nicht alles hundestrand ist! Hier brütet der vom aussterben bedrohte sandregenpfeifer am Strand, hunde die frei laufen jagen die Vögel von nest,zertreten die gelege, das sind strandbrüter, in Deutschland sterben sie aus,da es keine ungestörten Strände mehr gibt. Ich betreue das vogelpaar dies Jahr und hab ihm ein Stück Strand abgesperrt. Aber Hundehalter halten sich wieder nicht dran oft und lassen auch dort den Hund frei laufen! Ich verachte mittlerweile hundehalter,da das zur negativauswahl wurde. Die dümmsten Leute haben heute hunde! In Hamburg gab es durch solche Morddrohungen gegen eine Naturschützerin. Und das immer mehr knappe Flächen nur für Hundehalter zur Verfügung gestellt werden ist auch ein Unding. Hundehalter sind eine Minderheit,nicht die Mehrheit und benehmen sich dann so! Egoisten sind das ,nehmen keine Rücksicht auf andere, weder Mensch noch Tier! Hundehaltung ist eine massive Umweltverschmutzung hier am Strand, sie hinterlassen den meisten Müll mit ihren Tüten und kot, sie sind rücksichtslos und tierquäler hier. Ich versuche nur meine sandregenpfeifer Lebend durchzubringen, auch gegen die Hundehalter

    • hier spricht aber eher eine Hundehasserin – nicht das Problem wird hier unter Hundehaltern und an – und unangeleinten Hunden beschrieben – sondern nur Hass über Hunde und Hundehalter und Strände für Hunde (gibt nicht viele Strände für Hunde und wenige Auslaufgebiete!) beklagt. Haben Sie überhaupt einen Hund, he? Unglaublich.

  8. Um diese negativauswahl zu begrenzen,dass mittlerweile die dümmsten Menschen die meisten Hunde halten,sollte es wie in Österreich verpflichtend den hundeführerschein geben. Dort sollten auch Module enthalten sein zum Umgang mit wildtieren, verhalten in Natur,Wald, am Strand und in Schutzgebieten. Auch die geschützten Gebiete im Wattenmeer werden immer mehr zur hundeauslaufzone ,auch dort wo streng geschützte Arten brüten. Ich hätte niemals gedacht, was ich mittlerweile erlebe , das hunde eine massive Bedrohung des Artenschutzes und Naturschutzes sind,auch weil der Trend zur mehrhundehaltung geht. Hundehaltung verkam zur Negativauswahl, heute sind das Prestigeobjekte für Deppen. Ab dem 2. Hund muss die Hundesteuer massiv steigen ,um der Umweltbelastung gerecht zu werden. Es sind hier am Strand die Hundehalter das größte Naturproblem, sie hinterlassen mehr Müll, sie jagen hier Wildtiere und beunruhigen und hetzen Wasservögel.

    • Der Hundeführerschein hilft leider auch nur bedingt. Ich bin trotz Hundeführerscheinpflicht, hier in Niedersachen selten so vielen unfähigen Hundehaltern begegnet … Die Theoriefragen sind nicht nur teils einfach falsch und zum anderen Ankreuzfragen die man vorher üben kann. Und solang jeder dahergelaufene einen Trainerschein machen und die Praxisprüfung abnehmen darf, naja… mich wundert nichts mehr (ich weiß allerdings nicht ob der Sachkundenachweis in Österreich vielleicht etwas sinniger gestaltet ist als hier ?)

      • Wichtig wäre, dass dort auch Inhalte dabei sind, wie man sich in der Natur verhält und gegenüber Wildtieren. Dann kann sich niemand mehr herausreden, dass er das ja nicht wusste. Ich habe hier am brutplatz mit den kleinen Küken immer noch trotz schildern Probleme mit Hundehaltern. Mit dem hundeführerschein kann sich niemand mehr herausreden, dass er das nicht weiss. So kann man direkt Sanktionen verhängen. Ab einer gewissen Anzahl Ordnungswidrigkeiten sollte die haltererlaubnis auch anerkennt werden. Ich bin auch gespannt, wie es in Österreich läuft. Es gibt zu viele ungeeignete Halter.

  9. Ihr seid keine Tierfreunde, nur weil ihr Hunde haltet. Am Strand benehmen sich viele Hundehalter wie eiskalte Tierquäler und Egoisten, ebenso in vielen Wäldern! Uch verlange hundeführerschein und damit Sachkundenachweis. Wer durchfällt bekommt dann keine haltererlaubnis und jeder wird verpflichtet, sich mit Rechtsfragen, naturschutz auseinanderzusetzen

  10. Mein Hund trägt ein Maulkorb, da oft Hunde zu uns gelaufen kommen und auf Ärger aus sind. Mein Hund würde sich verteidigen und den anderen Hund verletzten. Ich habe das Gefühl, dass sich viele Hundebesitzer mit diesen der tut-nix Hunden dadurch sicher fühlen, dass ihrem Hund nichts passieren kann, und dann noch weniger Rücksicht nehmen.
    Wenn ich die Besitzer dann darauf anspreche sagen die nur: „meiner ist ganz lieb“. Da werde ich wahnsinnig… Wenn ich dann erwidere, dass mein Hund den Kontakt nicht wünscht und meiner nicht lieb ist, kommt nur zurück “ es kann ja nichts passieren, der trägt ja einen Maulkorb“
    Denen ist völlig egal, dass mein Hund dadurch gestresst ist oder sich Hunde Kontakt auferwzingen lassen muss.
    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter…
    Wie soll ich darauf reagieren? Ob ich freundlich bleibe oder aggressiv werde, die Leute reagieren immer genug rücksichtslos und arrogant. Dann wollen die mir noch Tipps geben, wie es richtig geht, oder geben mir die Schuld, dass mein Hund so reagiert. Dabei kennen die mich und meinen Hunde gar nicht, auch nicht die Vorgeschichte von meinem Hund, der aus dem Tierschutz kommt…
    Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich mich am besten verhalten soll?

  11. Ich habe den Artikel gelesen, und also mal ehrlich, das ist doch alles übertrieben was du da schreibst! Ich frage mich allen ernstes warum du Hunde hast? Und samt den meisten Befürworter für diesen Artikel. Ich gehe mal kack frech ( klischeemässig) davon aus, das es sich um Stadtrandgebiete handelt, wo ihr alle wohnt? Nur so mein vorurteilhaftes Verhalten, was ich aus dem geschriebenen rauslese.
    Der Hund ist ein Hund und schon mal gar nicht mit einem Vergleich „Kind“ gleichzusetzen. Die Geschichte finde ich völlig daneben! Dann noch der Dackel der sooo gerne am Fahrrad mitläuft. Jaa, natürlich, weil er wahrscheinlich die Zunge rausstreckt ;)
    Also ihr vermenschlicht eure Hunde so sehr, und ihr seit so pessimistisch. Mich wundert es gar nicht!! Dass ihr die grössten Probleme mit anderen Lebewesen eures gleichen habt. Aber warum bei einem selbst suchen? Man lege einfach den Perfektionismus auf ein anderes Lebewesen um und wenn das Lebewesen dann so möchte, wie ich es will! Ahh, dann ist man immer noch nicht zufrieden. Dann belehrt man erstmal andere Hundehalter wie der Hund sich nun gesellschaftlich zu verhalten hat. Gelesen im 1x 1 der Hundepsychologie…
    Ich weiss ja nicht, wo du soooo viele Hunde triffst die unangeleint rumrennen. Aber als tipp, ich sehe meistens vorrausschauend von weitem, wenn da ein unangeleinter Hund mit bescheuertem Besitzer kommt. Und weisste was ich mache, ich drehe mich um und geh in die andere Richtung.

    Ooh mein Gott, da hat doch wirklich ein Hund in meinem vorgarten gekackt, auf meinen schönen Rollrasen, alsoooo sowas unerzogenes! Das lasse ich nicht auf mir sitzen! Ich muss mich jetzt mit meinem erhobenen Zeigefinger verabschieden.

  12. Also ich erlebe das so: Es ist wie wenn man schwanger ist und wildfremde Leute im Supermarkt nach dem Bäuchlein grabschen und einen mit fragwürdigen Ratschlägen überziehen, weil sie der Meinung sind, sie würden etwas über einen wissen. Weil man schwanger ist und jeder denkt, er könne da mitreden, muss man regelrechte Übergriffe erleben, die in keinem Verhältnis zu irgend einer Angemessenheit stehen. Und genauso verhält es sich auch mit den Hundehaltern. Jeder denkt, er wisse über den andern gleich mit bescheid, nur weil er auch einen Pfiffi bei sich hat und könne sich scham- und rücksichtslos über jede Toleranzgrenze hinweg setzen. Lassen wir mal die Hunde beiseite. Nur weil ich einen dabei habe, heißt das nicht, dass ICH Wert darauf lege, andauernd mit vollkommen fremden Menschen jetzt mal eben so in Kontakt zu treten. Spontanität in allen Ehren. Nette Menschen kennenlernen- Super. Aber nicht jede dahergelaufene Person lasse ich nun gleich an meinem Leben teilhaben, nur weil wir beide zufällig einen Hund dabei haben. So aufgeschlossen wie ich bin, aber das ist vollkommen idiotisches Verhalten. Von den Hunden habe ich jetzt mal lieber gar nicht erst angefangen. Dann wird’s nämlich richtig ernst.

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