Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund beim Spaziergang

Hund an der Schleppleine, Foto: Melanie

Bestimmt genießt ihr es, gemeinsam mit eurem Hund oder Hunden unterwegs zu sein. Vielleicht habt ihr auch entdeckt, dass man draußen noch viel mehr machen kann, als gemeinsam mit seinen Vierbeinern durch die Landschaft zu spazieren – auch wenn das zweifellos sehr entspannend ist. Richtig Spaß machen aber auch ein paar gemeinsame Erlebnisse an frischer Luft.

Hindernisse und Herausforderungen aller Art warten auch auf dem täglichen Spaziergang. Wer seinem Hund dort etwas bietet, hat weniger Probleme mit Ausflügen, die der Hund auf eigene Faust initiiert. Ihr werdet merken, dass euer Vierbeiner aufmerksamer wird und mehr auf euch achtet, wenn ihr regelmäßig kleine Überraschungen in euren Spaziergang einbaut. Auch Hunde, die zum Beispiel aufgrund ihres starken Jagdtriebes nicht freilaufen können, schätzen diese Art der Ersatzbeschäftigung, die auch prima an der Leine durchgeführt werden kann.

Leckerchen im Laubhaufen

Eine echte Schnüffel-Herausforderung sind Laubhaufen, die ihr beim herbstlichen Waldspaziergang im Nu zusammen kratzen könnt. Hier kann euer Vierbeiner so richtig stöbern! Wenn euer Hund auf Spielzeug steht, könnt ihr auch seinen Lieblingsball oder das Lieblingstau im Laub versenken.
Zwei Hunde im Feld

Rauf auf die Wurzel

Was im Agility-Parcours der Tisch, ist im Wald der Baumstumpf. Mit etwas Übung könnt ihr euren Hund leicht dazu bringen, auf euer Signal hin zum nächsten Baumstumpf zu flitzen und ihn zu erklimmen. Dafür lockt ihr euren Hund einfach auf den Stumpf und belohnen ihn dort. Während ihr bei den ersten Malen noch mitgeht, bleibt – wörtlich – Schritt für Schritt immer weiter zurück und lasst euren Hund sein Ziel alleine erreichen, bis dass ihr ihn schließlich zum Baumstumpf schicken könnt. Wenn ihr das häufig tut, wird er bald schon von selber nach Baumstümpfen Ausschau halten, auf die ihr ihn dann leicht schicken könnt.

Balance-Akt auf dem Baumstamm

Hier kann sich Hund zu einem echten Baumläufer entwickeln. Auf dem Naturlaufsteg heißt es nicht nur auf einem vergleichsweise schmalen „Laufsteg“ entlang zu laufen, sondern auch noch die Balance zu halten. Auch hier leistet ihr mit Leckerchen oder Spielzeug in der Hand wieder Pionierarbeit und lotst euren Hund auf den liegenden Stamm. Noch besser ist es, wenn der Hund gelernt hat, eurer (leeren) Hand zu folgen und dafür belohnt zu werden – er konzentriert sich dann einfach besser auf das gar nicht so einfache Hindernis. Vorsicht bei glitschigen Stämmen!

Entdecke die Langsamkeit: Bodenarbeit im Wald

Hund sieht in die Ferne
Verstecken mit Hund spielen

Hier werden Körperbewusstsein, Konzentration und Geschicklichkeit gleichermaßen trainiert: So manches Element der „Bodenarbeit“ findet man am Wegesrand.Führt euren Hund langsam über liegende Äste und dünne Baumstämme. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch euer persönliches „Mikado“ (Äste fächerförmig) oder eine „Leiter“ aus ein paar Ästen legen, oder ihr lotst euren Hund durch ein kurvenreiches Äste-Labyrinth.

Verstecken mit Hund spielen

Wenn euer Hund schon „Bleib“ kann, könnt ihr das Spiel prima zu zweit spielen, ansonsten braucht ihr einen menschlichen Assistenten. Zunächst noch sichtbar für euren Hund sucht ihr euer Versteck auf – bewaffnet mit Leckerchen oder Spielzeug. Euer Hund wird natürlich bestrebt sein, auf schnellstem Wege zu euch zu kommen, wenn ihr ihn ruft oder euer Assistent ihn zu euch schickt. Später sieht euer Hund dann nicht mehr, wo ihr versteckt seid. Mit etwas Übung wird euer Hund mit Vergnügen größere Flächen nach euch absuchen. Übrigens: Nach gleichem Prinzip funktioniert die Ausbildung von Flächensuchhunden.

Autorin: Melanie Weber-Tilse

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