
Das Tierheim Kapfenberg erhält bis November 2026 ein neues und tiergerechtes Hundehaus. Das Land Steiermark stellt dafür rund 528.000 Euro zur Verfügung.
Am 14. Juli starteten die Bauarbeiten mit einem gemeinsamen Spatenstich. Das Projekt schafft zehn Plätze für Hunde sowie direkt angeschlossene Freiflächen.
Außerdem verbessert der Neubau die Arbeitsbedingungen für das Team des Tierheims. Die Verantwortlichen wollen das Gebäude spätestens Ende November 2026 offiziell übergeben.
Altes Hundehaus kann nicht mehr genutzt werden
Das bisherige Hundehaus erfüllt wichtige gesetzliche und fachliche Vorgaben nicht mehr. Zu kleine Zwinger und fehlende Dämmung erschwerten eine artgerechte Betreuung.
Auch die unzureichende Heizung und das beschädigte Dach bereiteten große Probleme. Deshalb nutzt das Tierheim die alten Räume bereits länger nicht regulär.
Die Hunde leben derzeit vorübergehend in eingezäunten Bereichen mit beheizten Hundehütten. Der Neubau soll dieses Provisorium noch vor der kalten Jahreszeit beenden.
Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer sieht darin eine notwendige Investition in den regionalen Tierschutz:
Gelebter Tierschutz beginnt bei einer verlässlichen Infrastruktur, die es ermöglicht, Tiere in Not aufzunehmen, fachgerecht zu versorgen und ihnen Schutz zu bieten. Mit dem Neubau schaffen wir in Kapfenberg moderne und gesetzeskonforme Voraussetzungen für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Diese Investition ist notwendig, sinnvoll und kommt unmittelbar dem Wohl der Tiere zugute.
Zehn Plätze erhalten eigene Freiflächen
Die neue Anlage bietet künftig insgesamt zehn getrennte Plätze für betreute Hunde. Acht Boxen entstehen in einer speziell angepassten und gedämmten Containerbauweise.
Jede dieser Boxen erhält eine überdachte und direkt zugängliche Freifläche. Dadurch können sich die Hunde auch außerhalb ihrer geschützten Räume bewegen.
Zwei weitere Plätze baut das Land als Teil eines massiven Gebäudeteils. Dort sollen vor allem Tiere mit besonderen Bedürfnissen untergebracht werden.
Dazu zählen beispielsweise Mutterhündinnen, die gemeinsam mit ihren Welpen Schutz benötigen. Die ruhigeren Räume sollen eine gezielte und sichere Betreuung ermöglichen.
Zusätzlich richtet das Tierheim eine Futterküche und ein separates Futterlager ein. Eine eigene Waschmöglichkeit erleichtert künftig die Pflege der aufgenommenen Hunde.
Das Team erhält außerdem einen Sozialraum sowie WC, Dusche und moderne Heiztechnik. Der eingeschoßige Neubau umfasst insgesamt rund 110 Quadratmeter nutzbare Fläche.
Baufirmen tragen einen Teil des bisherigen Hundehauses vollständig ab. Den verbleibenden Gebäudeteil sanieren sie und nutzen ihn künftig als Lager.
Tierheim versorgt Tiere aus mehreren Bezirken
Das Land muss entlaufene, ausgesetzte und zurückgelassene Tiere sicher unterbringen lassen. Diese Pflicht gilt auch für beschlagnahmte oder behördlich abgenommene Tiere.
Dafür arbeitet die Steiermark mit erfahrenen Tierheimen und weiteren Vertragspartnern zusammen. Das Tierheim Kapfenberg übernimmt diese Aufgabe bereits seit vielen Jahren.
Sein Gebiet umfasst den gesamten Bezirk Bruck-Mürzzuschlag und angrenzende Regionen. Auch Teile von Leoben und Graz-Umgebung zählen zu seinem Einzugsbereich.
Das Team nimmt Tiere auf, versorgt sie und sucht geeignete neue Plätze. Damit übernimmt der Verein eine wichtige Aufgabe für Gemeinden und Behörden.
Hannes Amesbauer verbindet den gesetzlichen Auftrag direkt mit geeigneten räumlichen Bedingungen:
Wer einen gesetzlichen Auftrag ernst nimmt, muss auch die notwendigen Voraussetzungen für seine ordnungsgemäße Erfüllung schaffen. Genau das tun wir mit diesem Projekt. Wir investieren nicht in Luxus, sondern in eine solide, funktionierende, tierfreundliche Versorgung und in konkrete Verbesserungen für Tiere und Mitarbeiter.
Land kaufte Grundstück von der Stadt Kapfenberg
Die ersten politischen Schritte für das Projekt erfolgten bereits im November 2024. Damals fassten die Verantwortlichen einen Grundsatzbeschluss für das neue Hundehaus.
Anschließend prüfte das Land das Grundstück und kaufte es von Kapfenberg. Heute gehört das gesamte Areal offiziell dem Land Steiermark.
Für den Kauf sowie notwendige Entsorgungsarbeiten flossen weitere 180.000 Euro. Fachfirmen entfernten dabei belastetes Erdmaterial und alte Baureste vom Grundstück.
Mehrere Stellen entwickelten danach gemeinsam die konkreten Pläne für den Umbau. Dazu gehörten das Tierheim, die Stadt Kapfenberg und zuständige Landesabteilungen.
Auch die Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag und externe Fachfirmen arbeiteten an den Plänen. Das Tierheim brachte dabei seine praktische Erfahrung aus dem täglichen Betrieb ein.
Hunde sollen noch vor dem Winter einziehen
Beim Spatenstich nahmen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Tierschutz teil. Dazu zählten Kapfenbergs Bürgermeister Matthäus Bachernegg und Vizebürgermeister Herbert Suschnig.
Auch Bezirkshauptmann Bernhard Preiner und Tierheim-Obfrau Jenny Goldmann waren vor Ort. Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl begleitete ebenfalls den offiziellen Baustart.
Die Bauarbeiten sollen nun ohne größere Verzögerungen bis zum Herbst voranschreiten. Spätestens Ende November sollen die ersten Hunde ihre neuen Räume beziehen.
Hannes Amesbauer erwartet dadurch dauerhaft bessere Bedingungen für Tiere und Beschäftigte.
Das Projekt wurde sorgfältig vorbereitet und nun beginnt die sichtbare Umsetzung. Unser gemeinsames Ziel ist klar definiert. Noch vor dem Winter sollen die Hunde in eine moderne, sichere und tiergerechte Unterkunft einziehen können.






































