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Der Hundehalter des Hundehalters größter Feind?

Eine Mutter kommt mir ihrem Kind zu Besuch. Noch während man die Tür aufmacht, springt Einem das Kind entgegen. „Ooooooh, wer bist denn du? Hä?Hä? Ich bin der Kevin, ooooh du bist ja lustig, sollen wir spielen? Sollen wir? Ooooh du hast ja Brüste?“ *patsch* Hat man auch schon die Hände des Kevins dort, wo man sie nicht haben möchte.
Fassungslos starrt man die Mutter an. „Ach der Kevin ist immer so verspielt.“, sagt die Frau lächelnd. Immer noch sprachlos führt man die Mutter mitsamt umher rennenden Kind in den Garten. Die dort frei laufenden Hauskaninchen erwecken natürlich sofort Kevins Aufmerksamkeit. Ohne zu zögern stürzt er auf sie zu und rennt ihnen nach, während die Kaninchen panisch vor dem wilden Kevin davon rennen. „Hach, der bekommt sie ja eh nicht. Der will ja nur spielen. Schau mal was für einen Spaß er hat.“

Tatsächlich hat der Kevin grade einen riesigen Spaß. Die Kaninchen allerdings nicht. Plötzlich hält Kevin inne. Kurz hat man die Hoffnung, dass er zu Besinnung gekommen wäre, doch da läuft er schnurstracks ins Gemüsebeet, zieht die Hosen runter und kackt auf die Erdbeeren. „Kevin was machst du da? Hör auf in mein Essen zu machen! Das ist eklig!“ „Was fährst du meinen Liebling so an?“, faucht die Mutter einen an „Was mein Kind darf und was nicht, bestimme immer noch ICH. Solche Leute wie du sollten am besten keine Kinder haben!“ Wütend nimmt sie endlich ihren Jungen an die Hand und geht.

Eine völlig abstruse Geschichte? Sicherlich, wenn man von einer Geschichte einer Mutter mit ihrem Kind ausgeht. Viele Hundehalter verhalten sich aber tatsächlich so. Erziehung scheint überbewertet. Fremdes Eigentum wird nicht wertgeschätzt. Grundsätzlich ist alles nur dafür da, damit der eigene Hund sich entfalten kann. Und wehe dem, der dagegen dann etwas sagt.

Es scheint Trend zu sein, sich völlig rücksichtslos zu verhalten. Der Hund darf sich auf Kosten anderer frei entfalten. Wer etwas dagegen hat, ist natürlich völlig unwissend, egoistisch und unfähig.

Kindererziehung vs. Hundeerziehung

Fasan

Nur ein Bewohner der Natur, der dort ungestört leben möchte.

Schon als Kind lernt man fremdes Eigentum zu respektieren und nicht kaputt zu machen. Schon als Kind lernt man auf den Wegen zu bleiben, keine Beete zu betreten und keine Tiere zu ängstigen. Hunde dagegen dürfen genau das.

Männer die wild pinkeln, finden alle eklig. Aber dass der Hund sämtliche Vorgärten und Hauswände markiert, ist natürlich völlig ok. Dass der Hund durch die Felder läuft, seinen Kot in das Essen anderer Leute oder auch anderer Tiere platziert, ist natürlich auch völlig ok. Das gehört zur freien Entfaltung des Vierbeiners halt dazu.

Während man Kindern noch sagt, dass sie freundlich zu ihren Mitgeschöpfen sein sollen und sie nicht ärgern sollen, ist es natürlich völlig in Ordnung, wenn der Hund seine Mitgeschöpfe zu Tode ängstigt und dabei womöglich sie in den sicheren Tod (sei es durch Schreck oder durch Straßen) treibt. Hauptsache der Hund hat seinen Spaß und kann sich mal ganz ungeniert „ausleben“.

Der eigene Hund als Punchingball

Drei Hunde spielen Meer

Spielen die Hunde noch oder mobben sie schon?

Die schlimmsten Auswüchse dieser rücksichtslosen Hundehalter bekommt man am ehesten mit, wenn man selber Hundehalter ist. Der eigene Hund wird schnell zum Auslebungsobjekt für andere Hunde. Nimmt man den eigenen Hund an die Leine und bittet dem entgegenkommenden Hundehalter das dem gleichzutun, geht es oft los. „Der tut nix“ schallt es Einem entgegen, während die 40KG Labratonne einem entgegen rollt.

Dass der eigene Hund vielleicht etwas tut, weil er auf so eine unhöfliche Annäherung eines Artgenossen (wie erinnern uns an Kevin, der uns an die Brüste gepackt hat) entsprechend aggressiv reagiert, dass der eigene Hund aufgrund von schlechter Erfahrung ängstlich ist und dementsprechend aggressiv oder auch panisch reagiert, dass der eigene Hund vielleicht grade krank ist, Schmerzen hat und aufgrund dessen entsprechend reagiert oder gar ansteckend ist, dass der eigene Hund läufig ist und dementsprechend keinen Kontakt haben sollte um ungewollten Nachwuchs zu verhindern, dass der eigene Hund auch mal zu Trainingszwecken lernen soll, dass nicht jeder entgegen kommender Hund Spielpartner ist, dass der eigene Hund grade eine Übung absolviert, bei der man keine Störungen wünscht, dass man selber aufgrund schlechter Erfahrungen Angst hat vor einer Hundebegegnung, ist völlig egal. Der „Tut-Nix“ ist nämlich meistens kein „Tut-Nix“, sondern einfach nur ein „Hör-Nix“.

Die „Tut-Nixe“ entpuppen sich erstmal angekommen schnell zu „Tut-Wase“. Mit Glück wird der fremde Hund wenigstens eingesammelt. Mit Pech wird man beschimpft, weil – ja warum eigentlich? Einen triftigen Grund gibt es dafür nicht, außer dass solche rücksichtslose Hundehalter Egomanen sind (man verzeihe an dieser Stelle meine Ausdrucksweise, aber auch mir fehlen manchmal die Worte), die auf Kosten anderer ihre Erziehungsunfähigkeit ausleben möchten.

Die ahnungslosen Hundehalter

angeleinter schwarzer Hund

Warum ist es so schwer seinen Hund anzuleinen, wenn es nötig ist?

Und dann gibt es noch die ahnungslosen Hundehalter, die sich eher wie Zombies, als wie denkende Wesen verhalten. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, im engen Begegnungsverkehr den eigenen Hund auf die abgewandte Seite zu nehmen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, den Hund nicht ungefragt angeleint zu einem anderen angeleinten Hund zu lassen.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, mit seinem aggressiven Hund nicht geradewegs auf einen anderen Hund zuzusteuern. Aber stattdessen darf der eigene Flexi-Leinen-Hund mal eben über die Straße rennen um am Popo des anderen Hundes zu schnüffeln, der diese Unverfrorenheit entsprechend quittiert.

Stattdessen lässt man seinen Hund an der 2m Leine den ganzen Weg einnehmen, während der andere Hundehalter zusehen darf, wie er sich irgendwie daran vorbei schlängelt, ohne das Kontakt zustande kommt. Stattdessen darf man den eigenen Hund hinter sich halten, um abwehrbereit den nur wenige Zentimeter an einem vorbeibeißenden Hund abzuwehren.

Einsehen? Fehlanzeige!

Wenn man versucht das Gespräch zu suchen und zu erklären, warum der eigene Hund keinen Kontakt wünscht, warum man Hunde nicht einfach über das frisch eingesäte Feld rennen lassen sollte, warum es gar nicht lustig ist, wenn andere Tiere gejagt werden, stößt man in den meisten Fällen auf taube Ohren.

Viele Menschen greifen solche Gespräche, egal wie freundlich und sachlich sie formuliert sind, als Einmischung in die Erziehung auf und dies ist nicht erwünscht. Fehler einzugestehen ist nicht leicht, und nicht jeder kann in solchen Fällen seinen Irrtum einsehen.

Hinzu kommt eine „Hauptsache Ich“-Mentalität, die in der heutigen Gesellschaft immer erstrebenswerter erscheint, denn wer seine persönlichen Interessen nicht vehement durchsetzt, läuft Gefahr „unterzugehen“.

So manch Hundehalter hatte selber auch schon negative Erfahrungen mit Radfahrern, Passanten, Bauern, Jägern oder anderen Hundehaltern. Agiert wird frei nach dem Motto „warum soll ICH denn immer Rücksicht nehmen, wenn die Anderen es auch nicht tun?“ Und so stoßen selbst nett gemeinte Erklärungen schnell auf Ablehnung beim Gegenüber, der diese mit Glück dann nur ignoriert, sich aber mit Pech mit Beschimpfungen oder gar Schlimmerem revanchiert.

Die Konsequenzen: Eine Belastung für alle

Hund kotet

Nicht der schönste Anblick…

Die Folgen sind nicht nur unangenehme Begegnungen, sondern auch immer striktere Verordnungen und auferlegter Leinenzwang, was letzten Endes einer Kollektivbestrafung gleich kommt. Außerdem werden Hundehalter in ein schlechtes Licht gerückt.

Schlechte Erfahrungen brennen sich bei Menschen besonders tief ein. Hinzu kommt, dass Menschen dazu neigen zu übergeneralisieren und einzelne Verhaltensweisen auf die Persönlichkeit zuzuschreiben. Und so kommt es schnell zu Äußerungen wie „Hundehalter lassen überall den Kot ihrer Viecher liegen“, „Die lassen ja eh immer ihren Köter frei laufen“, „Hundehalter haben ihre Hunde doch gar nicht im Griff“, „Freilaufende Hunde sind gefährlich“ und so weiter.

Dies führt natürlich wieder zu Problemen im Miteinander und selbst wenn man einen gut erzogenen Hund hat, kann es passieren, dass man Ärger bekommt mit Bauern, Jägern, Passanten oder Radfahrern. Die schlimmste Folge sind sicherlich Giftköder, die ausgelegt werden um Hunden zu schaden.

Was sollen Hundehalter tun?

Hund Finix ratlosNun kann man sich über diese Missstände beschweren und aufregen, wenn mal wieder etwas nicht gelaufen ist wie gewünscht, und seinem Unmut bei anderen kund tun. Das mag befreiend sein, bringt aber nichts um etwas zu ändern. Hier spielt sicherlich auch Aufklärung eine wichtige Rolle. Insbesondere die Trainer, ob im Verein oder der Hundeschule, sind gefragt die Hundehalter über die Regeln des Miteinanders aufzuklären.

Aber auch die Hundehalter können selbst dafür sorgen, dass sie positiv wahrgenommen werden. Dies beugt Hundehass und Hundeangst vor, genauso wie gesetzlichen Zwangsmaßnahmen. Und sie haben auch eine nicht zu unterschätzende Macht gegenüber anderen Hundehaltern. Um dies zu verdeutlichen und damit klar zu machen, wie enorm wichtig es ist, als Vorbild zu agieren, möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Ausflug in die Psychologie machen, genauer gesagt in die Sozialpsychologie.

Das Experiment

Es gab ein sehr bekanntes Experiment, bei dem man wissen wollte, wann Menschen erwünschte Verhaltensweisen durch eine soziale Einflussnahme am wahrscheinlichsten zeigen. (Reno, Cialdini & Kallgren (1993): The transsituational influence of social norms. Journal of Personality and Social Psychology, 64, 104-112)

Dafür ließ man Besucher einer Stadtbibliothek zu ihrem Auto laufen. An diesem angekommen, fanden sie einen Flyer an der Windschutzscheibe. Für die Forscher stellte sich nun die Frage, unter welchen Bedingungen die Leute den Müll mitnahmen (=erwünschtes Verhalten) und sie ihn nicht auf den Boden warfen.

Hierfür wurde zuerst die Umgebung manipuliert. Die Leute die zu ihrem Auto liefen, fanden entweder einen sauberen Parkplatz vor oder einen vermüllten. Es überrascht wenig, dass die Leute, die auf einen sauberen Parkplatz kamen, eher ihren Müll mitnahmen, als die Leute die auf den vermüllten Parkplatz kamen. Diese warfen den Flyer häufiger auf den Boden, nach dem Motto „wenn es alle machen, wird es schon recht sein“.

Nun brachten die Forscher aber noch einen Helfer ins Spiel. Dieser lief vor den Versuchsteilnehmern her und warf in einer Versuchsbedingung Müll auf den Boden, und hob in einer anderen Versuchsbedingung Müll vom Boden auf. Damit symbolisierte er, dass es nicht richtig ist, Müll wegzuwerfen.

Was hatte nun den größten Einfluss auf die Versuchsteilnehmer? Wann würden sie am ehesten das erwünschte Verhalten zeigen? Tatsächlich hatte den größten Einfluss der Helfer, der Müll aufhob. Und dies sogar auf einem verschmutzten Parkplatz! Dies ist nur eine Studie von vielen, die zeigt, dass man ganz maßgeblich dazu beitragen kann, dass sich an die Regeln des Miteinanders gehalten wird.

Der Grund ist ein ganz simpler: Wir Menschen sind soziale Lebewesen, denen es wichtig ist in der Gesellschaft nicht anzuecken. Wir verhalten uns konform, um nicht aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Soziale Regeln sind nicht immer derart präsent, dass sie auch immer befolgt werden. Sie werden aber präsent, wenn Situationen darauf hinweisen, was erwünscht ist und was nicht.

Was heißt das also für uns Hundehalter?

Wir können andere mit unserem Verhalten beeinflussen und zu erwünschtem Verhalten bringen. Als soziale Gruppe der Hundehalter können wir sogar Druck ausüben, sofern wir gemeinsam ein rücksichtsvolles Miteinander in dem Regeln herrschen vorleben. Selbst das Aufheben von Kot auf einem bereits völlig verkoteten Grünstreifen, bringt andere Hundehalter dazu es gleichzutun. Wenn wir unsere Hunde in einer Begegnung unter Kontrolle haben, den Hund an die Seite nehmen und dem anderen Platz machen, damit er passieren kann, wird das einen Effekt auf den Beobachter haben. Wenn wir den Hund abrufen und vorher fragen ob Kontakt erwünscht ist, setzt dies Maßstäbe für den anderen. Je mehr dies tun, desto eher wird der andere sich daran orientieren.

Wenn wir dabei freundlich bleiben, wird die Wahrscheinlichkeit nochmal höher, dass wir nachgeahmt werden, denn kompetente und sympathisch wirkende Menschen werden wahrscheinlicher nachgeahmt.

Appell an Halter von Hunden

Frau Hund Spaziergang

WIR als Hundehalter setzen die Regeln des Miteinanders fest. WIR haben es in der Hand wie wir wahrgenommen werden und ob sich an sozialen Regeln gehalten wird. WIR können andere Menschen durch unser vorbildliches Verhalten beeinflussen und etwas bewirken.

In diesem Sinne appelliere ich an alle Mithundehalter: Seid ein Vorbild, ihr habt es in der Hand! Erzieht eure Hunde, lasst sie nicht jagen oder auf fremde Menschen oder Hunde ungefragt zu rennen. Räumt den Kot weg. Seid aufmerksam, wenn ihr spazieren geht, nehmt Rücksicht auf die Befindlichkeiten und das Eigentum anderer und denkt daran, dass ihr in der Natur nur zu Gast seid und es der Lebensraum anderer Tiere ist, die ebenfalls ein Recht auf ein ungestörtes Leben haben. Natürlich kann es auch mal passieren, dass der eigene Hund ungefragt zu einem anderen Hund oder einem Menschen hinstürmt. Dann hilft es aber sich zu entschuldigen und daran zu arbeiten, damit es in Zukunft nicht wieder vorkommt.

Hattet ihr schon schlechte Erfahrungen mit anderen Hundehaltern? Wie begegnet ihr denjenigen, die sich rücksichtslos verhalten? Macht ihr andere Leute auf ihr Fehlverhalten aufmerksam? Wie sind eure Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema. Kommentiert unter dem Artikel, bei Facebook auf unserer Seite oder meldet euch in unserem Forum an und diskutiert mit mir. Ich freue mich euch zu lesen.

Autorin: Nina Dany

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Eingereicht von 19 Kommentare

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19 Comments »

  • Monika Mosch sagt:

    Ein Problem sehe ich bei den Hunden, die Löcher buddeln dürfen / sollen … wenn dem so ist, dann wünsche ich mir, dass die Halter diese auch wieder zu machen … Windhunde brechen sich im besten Fall das Bein und im schlimmsten Fall das Genick … leider wird man für diese Bitte auch noch unfreundlich angemacht, wie der Artikel es so schön beschreibt, mit der Argumentation: „Wieso, die anderen machen das doch auch und hier sind ja schon so viele Löcher“ … wer selbst mal in ein Buddelloch getreten und umgeknickt oder gestürzt ist, der weiss wie sich ein verstauchter Knöchel anfühlt, dass das ganze bei Tempo 50-70 km/h ganz anders ausgeht sollte jedem klar sein, der einen Kfz-Führerschein hat.

    Die letzte Beschimpfung, eines Hundehalters aus Absurdistan, erhielt ich, weil ich 2 von 5 Hunden an der Leine führte und der Halter der „Tut-Nixe“, die sich auf 50 Meter Entfernung animiert fühlten uns „guten Tag“ zu sagen, der Meinung war, dass die Hundehalter, die ihre Hunde an der Leine führen letztendlich an allem Schuld sind °° … OK ?

    Eine Frau, scheinbar auch aus Absurdistan stammend, die ich letzte Woche (Mitte Mai) ansprach, weil ihr Setter ungebremst im Naturschutzgebiet quer durch den Wald schoss, argumentierte: „Ach der Hund, der macht doch nichts kaputt, die Fahrradfahrer, die sind es, die stören, weil sie überall im Wald herum fahren und nicht auf den Wegen bleiben“. Das der Hund gerade in der Brut und Setzzeit nicht fern ab der offiziellen Wege zu sein hat, weil er die Vögel und andere Tiere durch sein Gestöber stört, war für sie nicht relevant, auch der Hinweis auf das Schild „Naturschutzgebiet“ brachte sie nicht von ihrer Überzeugung ab, dass ihr Hund das darf, weil die Tiere ja bereits durch die Radfahrer gestört und verjagt sind °° … OK ?

    Nur zwei Beispiele aus dem täglichen Leben … mir graut es bereits vor neuen Regeln und Einschränkungen für uns Hundehalter, nur weil es mittlerweile viel zu viele Egoisten aus Absurdistan gibt.

    Nobody is perfect – aber man sollte es zumindest erkennen, dass der Hund oder man selbst gerade eine Grenze überschritten hat, die andere Lebewesen beeinträchtigt – Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

    Danke Nina für diesen Artikel.
    LG
    Monika

  • Lea sagt:

    Danke für diesen guten Artikel. Obwohl ich ständig versuche, mich in Sachen Hundeerziehung weiterzubilden, fühle ich mich als Hundeanfänger öfter verunsichert, wenn ich anderen Hundehaltern begegne. Oft widerspricht alles, was sie tun, dem was ich gelernt habe. Ich wurde sogar schon angegangen, weil ich in einem Gebiet mit Leinenpflicht meinen Hund an der Leine hatte. Zitat: „Mein Hund ist nur aggressiv, weil ihrer an der Leine ist.“ Mittlerweile habe ich mir bei aufdringlichen Hunden als Trick angewöhnt, meinem Hund eine ansteckende Krankheit anzudichten. Dann ist der andere Hund meist ruckzuck an der Leine. ;) Trotzdem traurig, dass man zu solchen Mitteln greifen muss.

    • Eva sagt:

      Auf die Idee hätte ich auch kommen sollen.
      Wirklich schlimm, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, aber schön zu wissen das man eine Chance hat unerwünschten Kontakt zu verhindern.

      Ich hatte einen nicht sozialisierten Malinois. Habe ihn im Alter von 1,5 Jahren übernommen und es ist mir leider nicht gelungen ihn zu vergesellschaften.
      Er hat zum Glück erst ernsthaft gekämpft wenn der gegner ihm Schmerzen bereitete, aber es ist schon schlimm wenn auf die Bitte, den anderen Hund zurückzunehmen blos die dämliche Antwort kommt „meiner tut nix“ und selbst auf mein lautes rufen „meiner aber“ keinerlei reaktion kommt.
      Danach darf man sich dann noch beschimpfen lassen warum ein so Aggressiver Hund keinen Maulkorb trägt… „Verantwortungslos“ war da noch eine der harmlosesten Aussagen.
      Den Hund Abseits sitzen lassen und mit dem eigenen Körper dazwischen zu stehen scheint solch ignoranten Leuten leider nicht zu reichen.
      Ich kann wenigstens behaupten meinen Hund unter kontrolle gehabt zu haben (zumindest bis der andere sich auf 40cm genähert hatte). Ernsthaft zu schaden kam glücklicherweise auch niemand und die 10cm Narbe an meinem Unterarm hat zumindest einen vermutlich tödlichen Kampf verhindert.

      Die Leute sollten sich wirklich mal Gedanken über ihr Verhalten machen… Wenn mein Hund nicht hört muss er an die Leine und besser noch in die Hundeschule.
      Aber hauptsache die anderen sind schuld.

  • Ivola Kaim sagt:

    Toller Artikel, diese Situationen sind uns von unseren täglichen Spaziergängen bekannt und man muss sich ständig den verschiedensten „Hundeexperten“ erklären. Leider werden die Hundehalter die es nötig hätten solche Artikel vermutlich nicht lesen und, wenn doch, die einfachsten Verhaltensregeln trotzdem ignorieren. Trotzdem werde ich weiterhin mit gutem Beispiel voran gehen :-)

  • Susanne Paul sagt:

    Vielen Dank Nina, für diesen wirklich sehr guten Bericht.
    Du schreibst mir aus der Seele!

    Gerade im Zusammenhang von ausgelegten Giftködern von ‚Hundehassern‘ und auch, den zum großen Teil recht exremen Kommentaren, von Hundehaltern und „normalen Menschen“ ;D ,
    habe ich mir in der letzten Zeit einige Gedanken dazu gemacht.
    Es gibt nicht in erster Linie die Guten und die Bösen.
    Es ist sehr schlimm, dass einige Menschen den Ergeiz an den Tag legen, Hunden und damit auch den dazugehörenden Menschen/Familien, derart Schmerzen zuzufügen und zu schaden.
    Es ist mir absolut unverständlich.

    Verstehen dagegen, kann ich unbedingt,den Ärger über das Verhalten vieler Hundehalter.
    Rücksichtnahme wird oft nur von anderen erwartet. Das Bewußtsein für die eigene Verantwortung läßt oft mehr als nur zu wünschen übrig.
    Das ist schon aus dem Grunde schade, weil die nettesten Begegnungen entstehen, weil jemand vielleicht sogar etwas mehr Rücksicht nimmt, als von ihm erwartet wird.

    Wenn jeder aus seiner Position heraus, immer etwas mehr Rücksicht walten läßt als zu erwarten wäre,
    bekommen wir eine neutrale Schnittmenge, die uns einen Toleranzspielraum einräumt,
    bei dem wir je nach persönlichem oder situationsabhängigem Bedürfnis, agieren können. Das würde sich zur Zufriedenheit Aller, sehr positiv auswirken.

  • Viola sagt:

    ich wundere mich immer wieder, dass die einfachsten Grundregel (ALLE in diesem Artikel) nicht beachtet werden. so finden andere Hundehalter „ach wie schön, da kommt eine mit vielen Hundies, na los geh spielen“ und schon bin ich mitten im Geschehen. Ein anderes Mal mit einer angstagressiven Hündin unterwegs, ANGELEINT, kommt einer entgegen, ich bitte höflich, seinen Hund zu sich zu holen, wird ignoriert eben genau nach dem Motto „meiner macht ja nix“…anfangs hab ich noch ruhig versucht solchen Leuten zu vermitteln, was die Folgen einer solchen Begegnung sein könnten und sehr freundlich und ruhig auf allgemeine Grundregeln hin gewiesen…nach etlichen solcher Begegnungen, teilweise auch mit Folgen und viiiieeeler tauber Ohren und entrüsteter Hundehalter, lauf ich, langsam kochend vor Wut, einfach weiter, bevor ich auch noch Aggressionsverhalten zeige!

  • Sylvia sagt:

    Der Artikel bestärkt mich darin, meinen Weg mit unserer DackelIn weiterzugehen. Die beschriebenen Grundregeln durchzuziehen und trotz ständiger unpassender Kommentare „typisch Dackel“, wenn sie nicht beschnuppert werden will und sich wehrt, Besitzer von 2 Windhunden, die unsere mit Speed überrennen „die meinen das wäre ein Kaninchen…“sagen und ihre Hunde daher null abrufbar sind. Wenn Mops-Besitzer von „Tierquälerei“ sprechen, weil mein Dackel mit großer Freude am Fahrrad läuft, ungefragte Tipps von langjährigen Dackelbesitzern, deren eigene Dackel nur noch hinter ihnen herschleichen usw., usw…wir sind auf einem guten Weg!

  • Ingrid sagt:

    ein wirklich lesenswerter Artikel, aber wahrscheinlich lesen ihn doch nur die, die das sowieso schon wissen  

    Aus leidvoller Erfahrung möchte ich noch eine Situation draufsetzen, die mir mind. 1x pro Woche passiert: Ich komme mit meinen drei Hündinnen angeleint in den Stadt-Waldeingang. Bevor ich sie überhaupt ableinen kann, kommt irgend ein anderer Hund (oft Rüde) voll in die angeleinte Gruppe geschossen, weil er „nur mal schnuppern“ will.
    Sheila („Leithündin“) wird fuchsteufelswütend, weil sie ihr Rudel verteidigen will, Ida (kleine Rumänin) macht vor Angst unter sich, und fürchtet sich immer mehr vor großen Hunden. Nur Shahri (2. Chefin) ist das alles schnuppe, sie blafft, wenn der Hund ihr zu nahe kommt. Aber trotzdem habe ich Leinenchaos und Tumult.

    Wenn es mir gelingt meine drei so eng an mich ranzuholen, dass sie absitzen und den anderen Hund wegjage, kann ich nicht auch noch erwarten, dass die Halter des fremden Hundes sich etwa beeilen. Und von den Besitzern werde ich auch noch als frustriert und unsozial beschimpft.

  • Melanie sagt:

    Der Artikel ist sehr gut geschrieben, und ich habe viele Situationen wiedererkannt.
    Leider ist es auch bei uns nicht anders. Gesehen und gesehen werden. Leider werden wir zu sehr gesehen. Wir haben unsere Hunde nun seit 5 Jahren, erst unser Mädchen und zwei Jahre später kam unser Junge hinzu. Die ersten zwei Jahre waren wir viel mit anderen Hunden unterwegs, und auch in der Hundeschule. Sie hat sich mit den meisten Artgenossen gut verstanden. Dann kam unser Junge, den wir mit 3 Monaten bekamen. Das zweite mal schon vermittelt waren wir dann die 3 Familie. Der arme Kerl ist heute noch sehr verschreckt und ängstlich. Er versteht sich mit keinen anderen Hunden, weder weiblich noch männlich. Bis auf unser Mädchen, die wenn wir alle zusammen raus gehen das gleiche Verhalten annimmt wie unsere Junge. Aber wir achten sehr darauf das wenn andere Hunde uns entgegen kommen wir ausweichen. Leider geht das nicht immer, dadurch wurde es hier kompliziert. Mit den Hundehalter die in unserer Umgebung wohnen gibt es leider keinen Kontakt mehr, da Sie sich sehr engstirnig verhalten. Ich bekomme oft gesagt,“ ich habe unsere Hunde nicht im Griff“ , oder „ich hätte keine Ahnung von Hundeerziehung“. Das aber wir es mit viel Liebe und Erziehung, Hundeschulen und verschiedene Hunde Trainer versucht haben, interessiert niemanden. Und ehrlich gesagt, bin ich es satt mich immer rechtvertigen zu müssen. Beide unserer Hunde sind weder Beißer, noch bösartig. Wenn uns Hunde entgegen kommen die abgeleint sind , frage ich ob man sie anleinen kann. Natürlich bekomme ich Kommentare wie“ dann hätten Sie sich nur einen Hund zulegen sollen wenn Sie überfordert sind“. Was bitte hat das denn da mit zu tun? Ich mache mir keine Sorgen um meine, sondern eher um die anderen. Mittlerweile bin ich es satt immer die zu sein, die auf andere Rücksicht nimmt, oder angeschnauzt zu werden weil ich angeblich den Kot liegen lasse. Was wir nicht tun. Es mag ja sein das die Studie über den Parkplatz stimmt, aber irgend wann resigniert man. Warum sollen wir immer die sein die sich an Regeln halten wenn es doch alle anderen nicht tun, und wir auch noch beschimpft werden! Sobald wir ein Haus gefunden haben mit Garten, werden wir hier weg ziehen. Vielleicht haben wir dann die Möglichkeit da die zwei nun älter sind noch mal neu anzufangen.

  • Andrea sagt:

    Jaaa, auch ich habe den Artikel und die folgenden Kommentare sehr aufmerksam gelesen und erkenne viele Situationen wieder, die auch mir oft passiert sind.Was mich dabei erstaunt ,das hier im Forum so verständnisvolle Hundehalter sind ,denen ich leider persönlich selten begegne.Wo seit IHR denn wenn ich mit meinen Hunden gelaufen bin ?? Einem Briard der im Alter keine wilden Hundebegegnungen wünschte….aber dabei total verträglich war !!
    Einer Galgo-Labrador Hündin aus dem spanischen Tierschutz die einfach nur ohne Bedrängung an der Schleppleine laufen wollte und Angst vor Menschen genauso wie vor anderen Hunden hatte….bis sie ,sie in RUHE hat kennenlernen dürfen !! Einem Hovawart der das beste Nervengerüst hatte um freie Kontakte/Begegnungen mit Hund und Mensch zu tolerieren aber dann erkrankte und er Begegnungen nur noch auf Distanz tolerierte??
    Ja und aktuell eine sehr ängstliche,unterwürfige Wällerhündin in der „Ausbildung“.Absprachen mit anderen Hundehaltern bzgl. Freilauf….oder an der Leine „vorbei“ klappen kaum. Ganz zu schweigen von der „Läufigkeit“…Fussgänger oder auch Jogger und Radfahrer sind meist kooperativer und absprachefähiger als Hundeführer.Ich finde das sehr traurig und auch ärgerlich denn im Endeffekt zeigt das ja nur die Bequemlichkeit seinen Hund unter Kontrolle zu halten !!! Man läuft eben nicht nur so mit dem doggi durch die Natur…..es gehört eben „Arbeit“ dazu!!! Ich hoffe das die Einführung der gelben Schleife dazu beiträgt respektvolleren Umgang unter Hundehaltern zu ermöglichen.Und mit Respekt meine ich auch den vor anderem Eigentum wie : Vorgärten , Mauern , Katzentreppen und…und….und …!!!

  • Jörg sagt:

    Liebe Hundehalter, mal eine grundsätzliche Frage die kaum irgendwo zur Sprache gebracht wird. Warum kauft Ihr Euch überhaupt einen Hund?
    Ja ich besitze 3 eigene Hunde und bin im Schlittenhundebereich einzuordnen.
    Die Frage warum überhaupt einen Hund, beschäftigt mich schon seit Jahren , wenn ich die steigende Zahl der Hundebesitzer betrachte. Ich mache hier einen grossen unterschied zwischen Besitzer und Halter.
    Ein Besitzer ist jemand der einen Hund besitzt , ihn aber weder Rasse noch Lebensgerecht hält.
    Ein Halter ist jemand der seinen Hund der Rasse endsprechend ausbildet und demensprechend lebt.
    Also betrachten wir einmal die Besitzer; Aus welchem Grund hält dieser Mensch einen Hund? Aus Angst alleine zu sein, mangelnde Sozialkontakte, Unfähigkeit zu einer Partnerschaft, Babyersatz falschem Mitgefühl, Modeerscheinung, usw.
    Ein Halter bildet seinen Hund demensprechend aus und arbeitet mit ihm zusammen.
    Da ja der Trend zu immer mehr kleinen Hunden geht und diese oft sehr unerzogen sind ( der jöööö Effekt) gibt es hier schon genug Zündstoff.
    Der andere ist, warum einen Hund in einer Stadt, da sind die Probleme schon da und es ist in meinen Augen schon eine Unsinn da sich einen Hund anzuschaffen.
    Hundehaltung ist ein Milliardengeschäft auf kosten der Hunde.
    Es währe in der ganzen Hundehalterwelt Zeit aufzuwachen und sich der ganzen psychologischen Problematik bewusst zu werden. Die ganzen Streitereien beginnen in der Unfähigkeit des Menschen, aus der emotionalen Wunschdenken mit Hund sei das Leben besser und weniger einsam usw auszutreten und auf den Boden der Realität zurückzukommen.
    Unsere Gesellschaft ist emotional und moralisch so kaputt, da hilft kein Hund das es besser wird.
    Der Mensch muss zuerst da mal aufräumen und es verbessern.
    Dann kann man wieder über Hundehaltung sprechen und die Hunde werden es Danken.

  • Driene sagt:

    Tja, ich führe zwei Hunde. Mein (großer)Rüde hat aus seiner Vergangenheit leider Defizite… so führe ich ihn an der Leine. Zu seiner Sicherheit und die anderer. Wir liefen schnurstracks 3 freilaufenden Hunden aus dem Auslandstierschutz mit ihren Tierschutz-Haltern, oder Vermittlern oder wie auch immer, in den Weg. Bzw. gab es gar keinen anderen Weg, wie gesagt liefen die drei (großen) Hunde frei und interessierten sich für meinen Rüden, die Körpersprache sah nicht gerade freundlich aus. Die Rufe „die tun nichts“ halfen auch nicht. Ich wies die beiden Damen darauf hin, dass es wohl seinen Grund hat, warum mein Rüde angeleint wäre und es wohl das Mindeste sei, die eigenen Hunde abzurufen und sich erst mal zu vergewissern, oder nachzufragen. Ich erntete postwendend deren Pöpelei und unqualifiziertes Gerede über den absolvierten Wesenstest derer Hunde etc. Das sind mir die richtigen Tierschützer, die keine Rücksicht auf die Hundehaltung anderer Halter nehmen und es nicht mal im Ansatz erkennen, dass eine Nachfrage nötig sein MUSS bevor ein Rudel auf einen angeleinten Rüden trifft.

    Meine Junghündin führe ich täglich in Ausbildung, daher angeleint bei Begegnungen mit Mensch und Tier. Das Lehrziel ist gebührender Abstand und respektvolles Verhalten bei Näherung. Das kann sie nicht lernen, wenn andere Hundehalter weder Respekt noch Kenntnis haben, sondern ihre Hunde einfach laufen lassen a la „das machen die schon aus“. Leider ist das die breite Masse, leider geraten Hundehalter dadurch immer mehr in Kritik und leider gibt es dadurch immer mehr Hunde, die ihr wohlgemeintes Erziehungsziel einfach nicht erreichen KÖNNEN!!!

  • Dole sagt:

    Ein Hund mit einem Kind vergleichen??? Genau deshalb sind die Hundehalter samt ihrer Hunde immer bekloppter!
    Bloß nie Hunde schnüffeln lassen.

    Leute, Hunde sind Hunde!! Und die gehören ebenso in die Natur! Aber natürlich, ihr Menschen wollt ja über alles bestimmen.

    Dann schafft euch doch gleich gar keinen Hund an, wenn ihr meint einen Hund auf diese Art und Weise, wie oben beschrieben, halten zu müssen!!

    Traurig, traurig, dumm, dümmer, Mensch!

    • Kerstin sagt:

      „Leute, Hunde sind Hunde!! Und die gehören ebenso in die Natur! Aber natürlich, ihr Menschen wollt ja über alles bestimmen.“

      Na, dann möchte ich aber auch kein Geschrei hören, wenn meiner so einem „Naturhund“ mal ganz natürlich Bescheid gibt, daß er keine Lust auf Spielstunde hat! Das macht der nämlich ganz natüüüüürlich mit seinen Zähnen.

      Und nachher bitte auch nicht vom Tierarzt nähen lassen, gell – die gibt’s in der freien Wildbahn nämlich auch nicht.

      „dumm, dümmer, Mensch!“

      Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung…

  • Irene Ponke sagt:

    Ich führe von Berufswegen Hunde aus. Vom oder zum Auto ist immer mal einiges an Weg per Leine zurückzulegen. Das geht auch mit zehn Hunden gut – solange andere ihre Hunde bei sich behalten.
    Leider gehören Rücksicht, Nachdenken oder Einsicht nicht gerade zu den Stärken manch anderer Hundehalter. Und dieser Mangel breitet sich zudem noch aus.
    Manchmal empfinde ich es als äußerst ätzend und mehr als lästig, für andere beständig mitdenken zu müssen, immer diejenige zu sein, die nachgibt und ausweicht. Fällt schon schwer, das immer als eine Übung für die von mir geführten Hunde zu betrachten, Vorbild für andere zu sein.
    Zum Glück gibt es aber hin und wieder doch noch verständige Hundehalter, die ihren Hund zeitig zu sich rufen und die sogar noch ein freundliches Wort oder Blick übrig haben.

  • Marianne sagt:

    Mit meinen beiden Hunden fahre ich immer ins Feld zu einem geteertem Weg. Grundsätzlich an der Leine. Sollte ein anderer Mensch mit seinem Hund unterwegs sein drehe ich um und suche einen anderen Platz. der Grund ist, daß mein Dobermann/brake so los geht, dass ich große Mühe habe ihn zu halten. einmal war ich schon auf dem Rückweg als ich einen frei laufenden Hund sah und ein Pkw, der hinter meinem stand. ich blieb ne ganze Weile stehen, damit der Hundehalter reagieren konnte. Leider ohne Erfolg. also bin ich sehr mühsam langsam auf meinen pkw zu. der Hundehalter rief mir zu, ich solle doch meine Beiden frei lassen, was ich ablehnte. Ich bat ihn seinen Hund einzufangen. mein Dobi war die ganze Zeit am Bellen und Zerren wie wild und ich am Ende meiner Nerven. als ich meine im Auto hatte erklärte ich ihm, daß er nicht korrekt gehandelt habe. Er antwortete, daß es für seinen Hund schön gewesen wäre, wenn sie zu dritt spielen hätten können. Meine Erklärung, daß ich immer, wenn ich sein Auto sehe, nicht anhalte und einen anderen Platz suche um die Hunde sich lösen zu lassen, da ich friedlich unterwegs sein will. Dann erst kam eine leichte Entschuldigung, es sei nicht böse gemeint gewesen.

  • Matthias Bleiß sagt:

    Moin, moin!
    Mein Hund, ein Labrador Mischling, 25 Kg, 5 Jahre alt, wurde in den letzten 7 Tagen 2x von anderen Hunden angegriffen! Ich führe meinen Hund in der Regel an einer langen Schleppleine. Im ersten Fall, kam uns ein Herr mit frei laufenden Hund entgegen. Auf ca. 70-80 Meter Entfernung, beschloss der fremde Hund , auf meinen zu zu rennen. Der andere Hundeführer brüllte sich die Seele aus dem Leib – den Hund hat es nicht interessiert! Gerade noch rechtzeitig vor der Beißerei, war „Herrchen“ dann endlich an seinem Hund und zog ihn dann, Entschuldigungen murmelnd, von meinem weg.
    Im anderen Fall treffe ich mit meinem Hund an einer nicht einsehbaren Kreuzung auf 2 unangeleinte Hunde, die sofort zum Angriff übergingen. Der Kleinere der Beiden ging direkt auf die Kehle meines Hundes, der Größere versuchte meinen in der Flanke zu fassen. Herrchen und Frauchen waren völlig überfordert. Den kleineren hat meiner alleine weggebissen, den zweiten Hund musste ich, leider, treten, da er nicht loslassen wollte… Ich habe keinen Bock mehr auf nicht angeleinte Hunde!

  • Miss Maira sagt:

    Es ist schon einige Jahre her,in 2010. Damals hatte ich eine Zwergpudel- und eine Bolonka-Zwetna-Hündin, Miss Maria und Julischka. Mein Mann und ich gingen eines Tages in den Feldern spazieren. Ich muss vorweg sagen das es in Nordhessen außerhalb geschlossener Ortschaften keinen Leinenzwang gibt. Hinter einer Kurve kam uns eine Frau mit ihrem freilaufenden Hund entgegen. Auch unsere Hunde liefen frei. Mein Mann konnte noch die Bolonka-Zwetna-Hündin Julischka anleinen, aber bevor er Miss Maira anleinen konnte, war der große Hund auch schon da und packte sich Miss Maira. Er packte sie am Geschirr undvrannte mit ihr weg. Ein völlig unnatürliches Verhalten laut Tierarzt. Der Jäger tötet seine Beute normalerweise sofort. Aber dieser Hund ist mit Miss Maira weggelaufen, hat sie totgebissen (linke Halsschlagader), totgeschüttelt (Fell wird vom Fleisch gelöst) und totgedrückt (der Jäger legt sich auf sein Opfer, sodass der Darm austritt). Ein Erlebnis, was ich nie vergessen werde, Julischka auch nicht. Manchmal begegnen wir der Frau noch. Jule zieht sofort den Schwanz ein und versteckt sich hinter mir. Ich gehe nur noch in Gebiete wo ich einen Rundumblick habe und sofort sehe, wenn da ein großer freilaufender Hund ist. Ich habe in den vergangenen 17 Jahren sehr viele negative Erfahrungen mit freilaufenden GROSSEN Hunden gemacht, auch in NRW. Das hier alles zu schreiben, würde allerdings GS den Rahmen sprengen. Ich habe mittlerweile noch eine Kleinpudelhündin dabei, LilliBo, eine echte Jägerin. Hund – ohne Leine – jagen – das geht mal gar nicht! LilliBo bleibt im Spurt stehen wenn ich mein „gesungenes“ Hiiiiiiier“ rufe. Egal ob Reh oder Hase, sie bleibt stehen und kommt zu mir. Ein überschwengliches Lob bestätigt sie in ihrer Reaktion, zu MIR zu kommen.
    Durch Erziehung mit viel Lob (auch ohne Leckerchen) kann man viel erreichen, sodass der Hund im Spurt noch die Kurve kriegt und zurück kommt.

  • Indalo sagt:

    Liebe Hundefreunde,
    vor 50Jahren habe ich zum ersten Mal auf einem SV-Platz gestanden und seit dem begleiten mich Hengste und/oder grosse Hunde. Mit Interesse und unter dem Eindruck alter Erinnerungen habe ich Eure Beiträge gelesen.
    Einmal haben wir alle ein gemeinsames weltweites Problem: es gibt nicht nur knapp 9 Milliarden Menschen, wobei unser Planet nur höchstens eine Milliarde schadlos verkraftet, sondern zu viele Menschen halten auch noch zu viele Tiere. Den „Rest“ schaffen wir mit unseren Massen an Nutztieren, obwohl diese längst nicht mehr notwendig wäre, da wir längst die Technik haben, unsere Schnitzel durch Zellteilung medikamentenfrei im Labor herzustellen. Ja, es ist einfach überall zu eng geworden. Wir diskutieren hier also über die Folgen der ÜBERBEVÖLKERUNG.
    Dass die Gestörten immer mehr werden, wissen wir schon seit den Tierversuchen mit zB Ratten und Hühnern. Man pferchte sie so eng zusammen, bis der Individualabstand, den jedes Wesen als „Sicherheitsabstand“ zum anderen benötigt, um sich entspannen zu können, dauerhaft unterschritten wurde. Das dann gezeigte Notverhalten bestand im Mord an der eigenen Spezies, bis die Abstände wieder gewahrt werden konnten. Dass Halter und Hunde es also immer schwerer haben, „normal“ zu bleiben, lässt sich so einfacher verstehen…
    Doch was ist zuviel? In Malaga erzählte man mir von einer brutalen Säuberungsaktion bei verwilderten Hunden und Katzen. Sie wurden entweder erschossen oder gefangen und sofort getötet. Wilde Hunde hatten zuvor Menschen angegriffen. Erst regte ich mich auf, bis ich Zeit fand, darüber nachzudenken. Statt die Fundtiere in unwürdige Tierstationen zu pferchen und sie in die halbe Welt zu vermitteln, wurden sie getötet. Von Tieren aus dem ferneren Ausland geht leider eine enorme Seuchengefahr aus. Einige davon gehen auch auf Menschen und haben eine Inkubationszeit von bis zu 50 Jahren. Brauchen wir das? Sind wir also wirklich Tierschützer, wenn wir einen Streuner aus dem Ausland einfliegen lassen?? Das Problem der Sozialisierung solcher Hunde ist in einigen Beiträgen angesprochen worden. Ich möchte keine Wertung abgeben, bitte Euch aber um etwas Nachdenken…
    Immer mehr Initiativen kümmern sich um flächendeckende Kastrationen, auch in Spanien. Und damit sind wir wieder im heimischen Wald: was hindert uns daran, alle Hunde (und Katzen!!!) zu kastrieren, mit denen nicht gezüchtet werden soll? Gerade Rüden werden etwas weniger „gamsig“ und können vor allem einer läufigen Hündin (von denen es dann auch weniger gäbe) nicht mehr gefährlich werden. Dann gibt es auch keine „Unfallwelpen“, die im Tierschutz oder sonstwo landen.
    Letzter Punkt: die Ausbildung potenzieller Hundehalter sollte schon mit geschulten Hunden VOR dem Kauf des eigenen Hundes erfolgen mit Abschluss eines „Hundeführerscheins“. Wer nicht besteht, darf keinen Hund halten – basta. wir fahren ja im Interesse unserer Mitmenschen auch nicht ohne Führerschein, oder?? Vom Gesetzgeber ist aber wohl nicht viel Sinnstiftendes zu erwarten…
    Meine Gassi-Erfahrungen, die ein Buch reichlich füllen würden, habe ich nur mit grossen Hunden gemacht, die zumindest die Grundkommandos sicher beherrschten oder Azubis waren. Raufereien habe ich nicht erlebt- auch nicht in der Grossstadt.

    Liebe Grüsse vom Bodensee

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