Dunkle Jahreszeit & Spaziergänge mit Hund im Dunkeln

Reflektorweste

Es ist jedes Jahr das selbe. Gestern noch sind wir im Hellen spazieren gegangen und heute tappen wir mit unserem Hund im Dunkeln. Im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes Jahr verlängert sich die An- und Ausziehprozedur damit um ein paar Minuten. Zumindest bei jenen Hundebesitzern, die ein wenig Verantwortungsgefühl sich selbst, ihrem Tier und anderen gegenüber zeigen.

Worauf kommt es nun an, wenn man im Dunkeln spazieren geht? Reicht eine einfache Taschenlampe oder muss es gleich die volle Ausstattung mit Blinklichter, Reflektorweste und Stirnlampe sein? Letztendlich ist dies jedem selbst überlassen. Meine persönliche Meinung ist es, dass man sich nicht nur auf sich selbst und seine hoffentlich gute Voraussicht verlassen sollte, sondern auch anderen die Chance geben sollte ein Hund-Mensch Gespann frühzeitig im Dunkeln zu entdecken.

Wenn man an einer Straße entlang geht, auf der Autofahrer und Radfahrer (die ich an diesem Punkt darauf hinweisen möchte, dass auch ihnen ein kleines Licht am Rad nicht schaden würde!) unterwegs sind, ist die Verwendung von Reflektorgeschirre oder Reflektorwesten Pflicht. Drüber hinaus machen sich Reflektoren an der Jacke von Herrchen und Frauchen auch gut!

Hunde Reflektorgeschirre und Reflektorhalsbänder
Mit dem Reflektorgeschirr sind Hunde in der Nacht sichtbarer.

Ein Auto- oder Radfahrer sollte die Chance haben einen Hund zu sehen.  Blinklichter machen hier meines Erachtens nach nicht so viel Sinn, da man im Straßenverkehr mit diverseren Lichtern konfrontiert wird und ein Blinkhalsband nicht unbedingt wahrnimmt, geschweige denn, dies als einen Hund identifizieren kann.

Ein Blinkhalsband finde ich dann sinnvoll, wenn man mit seinem Hund beispielsweise im Park spazieren geht. Häufig sind diese wenig bis gar nicht beleuchtet und man findet seinen Hund schlichtweg nicht wieder. Blinklichter und Blinkhalsbänder helfen bei der Ortung seines Hundes.

Eine Taschenlampe gehört zur Standardausrüstung, egal wo man spazieren geht. Sei es nun um für sich selbst eine dunkle Gasse oder einen Waldweg zu beleuchten oder seinen Hund bei Entgegenkommen eines Fahrzeuges durch Anleuchten sichtbar zu machen. Eine Taschenlampe kann ebenfalls, bei der durch die Dunkelheit erschwerte Suche nach dem Haufen, nützlich sein. Nur nach seiner Nase zu gehen, führt oftmals nicht zum erwünschten Erfolg …

Vor allem aber braucht man die Taschenlampe, falls der Hund sich verletzt hat und humpelt oder gar blutet. Soviel zur Ausrüstung von Mensch und Hund.

Es gibt noch andere Dinge, auf die man achten sollte, wenn man im Dunkeln unterwegs ist.

Hunde reagieren im Dunkeln anders

Oftmals verhalten sich die Hunde im Dunkeln anders als tagsüber. Einfachste Sachen wie Mülltonnen oder abgestellte Fahrräder sehen plötzlich unheimlich aus und werfen monströse Schatten. Vor allem aber entgegenkommende Fußgänger, welche meist dick mit Mütze und Schal eingepackt sind und die Hände in den Taschen haben wirken auf Hunde beängstigend.

Spaziergang im Dunkeln mit Hund
Ein Reflektorband erhöht die Sicherheit.

Einige Hunde haben Schwierigkeiten solche Situationen richtig einzuschätzen und reagieren entweder mit ängstlichem Zurückziehen oder mit dem Angriff nach vorne. Auf so etwas sollte man vorbereitet sein um schnell handeln zu können. Niemand mag es – auch Hundemenschen nicht – im Dunkeln von einem fremden Hund bedrängt zu werden. Auch Begegnungen mit Artgenossen verlaufen manchmal anders als bisher gekannt.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man seine Hunde im Dunkeln nicht frei laufen lassen sollte, sofern diese sich nicht unmittelbar bei Herrchen oder Frauchen aufhalten. Selbst mit einem Blinklicht kann man zwar sehen wo sein Hund sich aufhält, aber in den wenigsten Fällen kann man auch sehen was er macht.
Steht nun unvorhergesehen plötzlich eine Person auf dem Weg oder es kommen einem andere Hunde entgegen, hat man zu wenig Zeit um zu handeln. Ebenfalls sieht man nicht, ob der Hund etwas vom Boden aufnimmt.
Dies heißt als logische Konsequenz für mich, dass meine Hunde an einer Flexileine oder an einer Schleppleine laufen. Natürlich haben sie damit weniger Spielraum, als wenn sie frei laufen würden. Sie sind aber gesichert.

Für mich als Hundebesitzer bedeutet dies natürlich, dass ich in der dunklen Jahreszeit, sofern ich nicht die Möglichkeit habe tagsüber raus zu gehen, meinen Hunde eine Alternative zur Auslastung anbieten muss. Wie oder was man dann macht, da ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Und nicht die Winterjacke vergessen, denn im Winter ist es nicht nur dunkeln, sondern auch ordentlich kalt!

Also bitte liebe Hundebesitzer, denkt auch an andere, wenn ihr mit eurem Hund raus geht ;)

2 KOMMENTARE

  1. Sehen und gesehen werden!

    Wer bei Dunkelheit unterwegs ist sollte sicherstellen, dass er genügend Licht hat um zu sehen und von anderen gesehen zu werden.

    Ohne Licht gefährdet Mensch sich und andere.

    Und alle Verkehrsteilnehmer sind bei Dunkelheit aufgefordert noch etwas rücksichtsvoller unterwegs zu sein.

    Bleibt nur zu hoffen, dass jedem ein Licht aufgeht!

  2. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie viele Hundehalter in der Dunkelheit ohne Taschenlampe oder ein Geschirr- oder Weste mit Reflektorstreifen unterwegs sind.

    Wir benutzen abgesehen von einer Taschenlampe und einem Hundegeschirr mit gut sichtbaren Reflektorstreifen noch eine einfache Warnweste, da wir finden, dass diese in der Dunkelheit von anderen Spaziergängern oder Autofahrern von noch weiterer Entfernung wahrgenommen werden kann.

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