Fotobuch: Die Geschichte der spanischen Jagdhunde

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Jeden Winter werden im ländlichen Spanien bis zu 150.000 spanischen Jagdhunde aufgegeben oder am Ende des Hasen-Hetzjagd-Saison getötet. Einige werden in Brunnen geworfen, einige auf Bäumen erhängt. Jene Hunde, die zu langsam oder zu alt oder einfach in der Fütterung zu teuer sind, werden durch skrupellose Jäger auf der Suche nach einem schnelleren Ersatz entsorgt.

Spanisch Jagdhunde kommen in verschiedenen Formen vor. In den meisten Fällen sind es Galgos, die für ihre Geschwindigkeit und ihre Fähigkeit begehrt werden, Hasen über die Ebenen zu jagen oder die kleiner und stämmigere Podenco Hunderasse. Podencos werden zur Jagd in hügeligen Gebieten verwendet.

The story of the Spanish Hunting Dog

Das Fotobuch von Martin Usborne dokumentiert die Windhunde, die von Tierschutzorganisationen aufgenommen wurden um an einem geschützten Ort Ruhe zu finden. Er möchte mit seinem Buch Licht auf traurige Zustände werfen und zeigt auch Landschaften und Umgebungen wo Hunden „ihre Ruhe fanden“, die nicht so viel Glück hatten: Am Straßenrand, tiefen Schluchten, breite Flüsse, Ränder der Städte, leere Parkhäuser und harte Ebenen. Auf die Idee zu diesem Buch kam Usborne während er ein Jahr lang Tieren auf der ganzen Welt zu helfen versuchte und dabei über die Situation der spanischen Windhunde in Spanien im Internet las. Insgesamt brauchte er zwei Jahre für die Aufnahmen und hoffte dabei mit seinem Projekt helfen zu können.

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Galgo – spanischer Windhund

Martin Usborne fotografierte die spanischen Jagdhunde im Stil von Velazquez, einem Maler des 17. Jahrhunderts, der damals die Hunde gemalt hatte. Zu dieser Epoche wurden die spanischen Jagdhunde mit großem Respekt behandelt. Es war ein Verbrechen die Tiere zu töten und wurde mit schwerer Strafe geahndet. Nun sind die Galgos und Podencos in Spanien in Ungnade gefallen. Die Fotos sollen nicht nur die klassische Schönheit dieser Tiere zeigen sondern auch die „Hässlichkeit“ ihres Zustands in der heutigen Zeit: Ihre Körper sind geschwächt, der Ausdruck ängstlich und ihre Haltung unbequem. Dennoch haben sie irgendwie noch ein Echo von Eleganz und Anmut.

So romantisch die Landschaften doch erscheinen mögen, durch die Verzicht auf diese Hunde sind sie von einer unheimlichen Leere geprägt.

Über die Plattform Kickstarter möchte der Fotograf das Fotobuch „Die Geschichte der spanischen Jagdhunde“ (The story of the Spanish Hunting Dog) finanzieren und sucht derzeit noch Unterstützter (aktuell fanden sich schon 373). Das Finanzierungsziel von 10.000 £ konnte bereits erreicht werden. 10 % der Einnahmen gehen dabei an involvierte Tierschutzorganisationen. Bereits einer der letzten Fotobücher von Usborne – The Silence of Dogs in Cars – wurden über diese Plattform finanziert. (Übersetzung)

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Galgo
Galgo
Galgo
brunnen spanische windhunde
Nur zu oft werden spanische Jagdhunde in Brunnen geworfen

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Fotobuch von Martin Usborne: Where Hunting Dogs Rest

Fotos: (c) Martin Usborne

Link:

www.kickstarter.com/projects/1293604819/the-story-of-the-spanish-hunting-dog-a-photography

 

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