Fellpflege beim Hund

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Fellpflege beim Hund

Für unsere Hunde soll es doch immer das Beste sein. Das beginnt bei der Ernährung, geht über die Haltung und bis hin zur Fellpflege. Diese ist besonders wichtig für die Gesundheit eines Hundes, denn anders als Katzen können Hunde ihr Fell nicht so gut selbst pflegen. Zudem wird die Pflege als eine Art der Zuwendung empfunden und kann die Beziehung zwischen Mensch und Tier stärken. Hier sind die Hundehalter also gefragt und müssen regelmäßig Hand anlegen.

Wie oft und wie umfangreich die Fellpflege ausfällt, ist dabei unter anderem von der Hunderasse abhängig. Daneben gibt es jedoch noch weitaus mehr zu beachten, was wir im Folgenden zusammengefasst haben.

Das Hundefell: Mehr als nur schön anzusehen

Ein gepflegtes Fell bei Hunden ist zwar schön anzusehen – aber das ist noch längst nicht alles. Hundehalter können mit der richtigen Fellpflege bereits früh Krankheiten feststellen und auch präventiv arbeiten. Beispielsweise indem sie mit regelmäßigem Kämmen Verfilzungen verhindern und Zecken oder andere Parasiten gleich erkennen, die ansonsten eine Gefährdung für die Gesundheit des Tiers darstellen könnten. Ist das Fell über einen längeren Zeitraum hinweg stumpf und ohne Glanz kann der Weg zum Tierarzt sinnvoll sein.

Während die Fellpflege gerade am Anfang ziemlich zeitintensiv sein kann, wird sie mit zunehmender Routine immer leichter. Das hat den Vorteil, dass sich der Hund mit der Zeit daran gewöhnt und sich möglicherweise sogar darauf freut. Allerdings heißt das nicht, dass jeder Hund die Fellpflege auch mag.

Welche Folgen kann schlechte Fellpflege haben?

Erfährt das Fell des Vierbeiners keine regelmäßige Pflege, kann das mitunter schwerwiegende Folgen haben, wie etwa Hauterkrankungen oder Infektionen. Zudem bilden ungepflegtes Fell und Hundehaut einen idealen Nährboden für unerwünschte Parasiten. Dazu gehören etwa Milben, Zecken oder Flöhe, die zudem die Lebensräume der Menschen befallen können.

Mangelnde Pflege kann außerdem dafür sorgen, dass das Fell verfilzt. Dadurch wird die Haut des Hundes wiederum am Atmen gehindert. Die Haut kann dadurch einen erheblichen Schaden davontragen. Nässende Ekzeme und Entzündungen sind die Folge. In Verbindung mit Feuchtigkeit und Wärme kann es sogar zu Pilzinfektionen kommen.

Wie pflege ich das Fell meines Hundes?

Zunächst ist das regelmäßige Bürsten wichtig bei der Fellpflege des Vierbeiners. Dafür gibt es spezielle Striegel oder Kämme, die je nach Haarlänge des Tiers gewählt werden sollten. Gleiches gilt für die Häufigkeit des Bürstens. Das kräftige Bürsten regt die Durchblutung sowie die Talgproduktion der Haut an. Es macht Haut und Haar widerstandsfähiger.

Neben dem Kämmen und Bürsten ist wohl das Baden die wichtigste Pflegemethode für Hundefell. Allerdings gilt hier die Regel: So oft wie nötig und so wenig wie möglich. Bei starken Verschmutzungen, vor dem Scheren oder wenn sich das Tier in Kot oder Aas gewälzt hat, ist es natürlich sinnvoll. Nicht nur ist das Baden jedoch für viele Hunde sehr unangenehm, sondern auch nicht gesund.

Hund in der Badewanne
Viele Hunde mögen keine Dusche.

Ähnlich wie bei uns Menschen kann durch zu vieles Baden die Hautflora geschädigt werden, was zur Austrocknung der Haut führen kann. Deshalb ist es wichtig, dass die genutzten Shampoos rückfettend sind, um dem vorzubeugen.

Manche Hunderassen müssen zudem regelmäßig geschoren werden. Hier können Hundehalter mit einem Trimmer zwar selbst Hand anlegen, allerdings sollte man dies zu Beginn einem Fachmann überlassen.

Was kann ich meinem Hund für glänzendes Fell geben?

Neben den äußeren Umständen können auch innere Prozesse das Fell eines Hundes schwächen oder stärken. Ein Faktor dabei ist die richtige Ernährung. Besonders wichtig sind hierbei Proteine. Die bekommt der Hund durch einen hohen Fleischanteil im Fressen. Durch das Eiweiß werden die Haarwurzeln nachhaltig gestärkt.

Ebenfalls gut fürs Fell ist Lachsöl, das oft in Leckerlis verarbeitet wird. Es bietet beispielsweise Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die dem Fell einen gewissen Glanz verleihen. Gleiches gilt im Übrigen für fermentierten Kräuterextrakt, der dem Futter beigemischt werden oder sogar direkt aufs Fell gesprüht werden kann.

Welche Hausmittel sind für die Fellpflege sinnvoll?

Das Fell des Hundes sollte vor allem auf natürliche Art und Weise gepflegt werden – auf chemische Produkte sollte so gut es geht verzichtet werden. Ein besonders gutes Hausmittel für ein glänzendes Hundefell ist in diesem Zusammenhang Kokosöl. Durch die Wärme der eigenen Hände schmilzt es und wird dann ins Fell einmassiert. Es spendet nicht nur Feuchtigkeit, sondern wirkt durch die darin enthaltene Laurinsäure auch abwehrend auf Zecken.

Leinöl kann ebenfalls Wunder wirken. Allerdings wird es nicht in das Fell einmassiert, sondern dem Futter beigemengt. Für einen Hund, der etwa 15 Kilogramm wiegt, reichen pro Tag zirka 2 Esslöffel Leinöl. Alternativ können Tabletten aus Bierhefe das Fell wieder glänzen lassen.

Wie oft muss ich meinen Hund bürsten?

Neben diesen Hausmitteln pflegt nichts das Hundefell so gut, wie regelmäßiges Bürsten. Hier kommt es darauf an, wie lange die Haare der Rasse sind.

Langhaar

Hat der Hund längeres Haar, ist das Bürsten mehrmals pro Woche Pflicht. Die abgestorbenen Haare werden entfernt, sodass es gar nicht erst zu Verfilzungen kommen kann. Je länger die Haare des Tiers, desto länger sollten auch die Borsten der Bürste sein. Bei langhaarigen Hunden ist vor allem der Fellwechsel ein Thema. Dabei löst sich das Fell meist in größeren Büscheln und kann beim Tier unangenehm jucken. Auch hier kann man mit Bürsten entgegenwirken, bei Bedarf sogar täglich.

Kurzhaar

Bei Hunden mit kurzen Haaren reicht es oft bereits aus, wenn sie nur einmal die Woche gekämmt und gebürstet werden. Hier sollte man eher auf das Baden verzichten, da sie durch die kurzen Haare eine empfindlichere Haut haben, die durch das Baden geschädigt werden kann. Bei diesen Rassen kommen vor allem Massagen mit kurzen und weichen Bürsten mit Gumminoppen gut an.

Das Bürsten sollte generell nicht übereilt geschehen. Hundehalter sollten sich Zeit nehmen und dabei auch direkt die Ohren und die Krallen unter die Lupe nehmen. Wichtig ist, dass man die Fellnase langsam an die Pflegeeinheiten gewöhnt. Idealerweise wird der Vierbeiner bereits als Welpe regelmäßig gebürstet, sodass er es gar nicht mehr anders kennt. Dazu wird beispielsweise ein Zeitpunkt nach dem Spielen genutzt, wenn er sowieso müde ist. Wichtig ist, dass der Ort ruhig ist und die Pflegeeinheit zunächst nur ein paar Minuten dauert. Danach sollte der Hund direkt gelobt werden.

Die Pflege des Fells sollte zu einem angenehmen Ritual werden, das genossen werden kann. Essentiell dabei ist, dass das Frauchen oder Herrchen das Ende der Fellpflege bestimmt. Am Ende winkt dann ein Leckerli.

Welche Bürste ist optimal für meinen Hund?

Das Fell eines Hundes ist zum Glück meistens sehr pflegeleicht, hat man ein gutes Werkzeug bei der Hand. Eine gute Bürste ist also die Grundvoraussetzung. Dabei sollte man darauf achten, dass es sich dabei um eine weiche Naturbürste handelt. Aber auch ein Striegel ist empfehlenswert. Hat das Tier ein raueres Fell kann eine gröbere Bürste verwendet werden. Auf metallische Bürsten sollte man eher verzichten. Solche Striegel oder Drahtbürsten können die Haut verletzen.

Kleine Verfilzungen im Fell können mit einem Entfilzer entfernt werden. Haben sich bereits größere verfilzte Stellen gebildet, hilft meist nur noch das Trimmen oder Scheren des Fells. Neben Bürsten, Kämmen und Entfilzungsmessern sollten sich Hundehalter zusätzlich einen Trimmer oder eine Schermaschine zulegen, um zumindest kleinere Pflegearbeiten für das Hundefell durchzuführen.

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