Verteidigung im Notfall: Wenn der eigene Hund angegriffen wird

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Viele Hundehalter waren sicher schon in dieser Situation: Man geht mit dem eigenen Hund spazieren und plötzlich taucht ein fremder Hund auf und stürzt sich auf den eigenen Vierbeiner. Wie reagiert man nun in so einer Situation?

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„Angriff ist die beste Verteidigung“

Wenn man den anderen Hund vorher sieht, kann der andere Hund noch eventuell mit lauten Rufen (mit fester und drohender Stimme!) und oder durch Entgegenwerfen möglichst scheppender Gegenstände davon abhalten, sich auf den eigenen Hund zu stürzen. Hilft dies nicht, oder hat man den Hund vorher nicht gesehen, sollte immer dem eigenen Hund die Möglichkeit zur Flucht geboten werden. Ist er angeleint, sofort die Leine fallen lassen.

Schaukampf oder wirklicher Ernstkampf?

Als Hundehalter ist es erstmal ganz schlimm mit anzusehen, wenn beide Hunde miteinander kämpfen. Trotzdem sollte man auf alle Fälle immer einen kühlen Kopf bewahren, um die Situation einschätzen zu können. Tragen zwei Hunde einen sogenannten Schaukampf aus, ist dieser laut und mit viel Getöse.

Dabei hilft es, wenn beide Hundehalter sich in die entgegengesetzte Richtung entfernen und in einigem Abstand nach dem eigenen Hund rufen oder pfeifen. Gerade wenn die „Rückendeckung“ von Herrchen oder Frauchen nicht mehr das ist, hört so ein Kampf schnell auf.

Aggressive Hunde
Wenn der eigene Hund angefriffen wird: Hund droht dem anderen

Ist es ein Ernstkampf, herrscht Totenstille. Die kämpfenden Hunde verbrauchen ihre Kraft nicht für Knurren oder Bellen, sondern für das Wesentliche: Den anderen schwer zu verletzen, oder sogar zu töten.

In dieser Situation sollte man selber Ruhe bewahren. Wenn ich hysterisch werde, kann ich durch Fehler die Situation noch schlimmer machen, oder mich sogar in Gefahr oder in Lebensgefahr bringen. Das oberste Gebote in so einer Situation:

Ruhe bewahren, überlegt handeln und sich nie selber in Gefahr bringen!

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten zwei Hunde zu trennen, die nicht jeder und nicht immer angewandt werden können. Auf jeden Fall ist es von Vorteil, wenn man sich solche Situation schon selber immer wieder vor Augen geführt hat und die unterschiedlichsten Szenarien gedanklich durchgegangen ist.

Denn unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Wirklichkeit und Vorstellung. So kann in den entsprechenden Situationen auf diese Vorstellungen zurück gegriffen automatisch gehandelt werden.

Welche Möglichkeiten zur Verteidigung gibt es?

Treten oder Schlagen

Einen kleinen Hund kann man mit Treten oder Schlagen eventuell in die Flucht schlagen, wenn gezielt attackiert werden kann. Schwieriger wird es da bei einem großen Hund. Dieser könnte sich sogar angestachelt fühlen und greift den eigenen Hund noch intensiver an. Außerdem muss man immer bedenken, dass bei einem Kampf die Schmerzgrenze durch Ausschüttung eines Hormoncocktails wesentlich höher liegt und somit Schläge und Tritte gar nicht wahrgenommen werden. Es kann aber auch passieren, dass der Hund sich einem selber zuwendet und angreift. Da auch meistens die Hunde in Bewegung sind, können gezielte Schläge, wie zum Beispiel ein Schlag auf die Nase des beißenden Hundes, oft nicht wirklich durchgeführt werden.

Pefferspray

Wird das Pfefferspray gezielt gegen den angreifenden Hund eingesetzt, kann es helfen. Man muss aber hier immer bedenken, dass man bei entgegenkommendem Wind selber eine Ladung abbekommen könnte. Des Weiteren könnte der andere Hund sich dadurch noch angestachelt fühlen und wortwörtlich blindlings um sich beißen. Man kann aber genauso gut seinen eigenen Hund außer Gefecht setzen, wenn dieser die Ladung abbekommt. Vom Einsatz eines Pfeffersprays ist eher abzuraten, da man nicht vorhersagen kann, wie der andere Hund drauf reagiert und sich die Situation entwickeln könnte.

Messer

Ein Messer zur Hundeabwehr ist absolut tabu! Die Gefahr sich selber, den eigenen Hund, oder sogar den anderen Hundehalter damit zu verletzen ist viel zu groß und kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Elektroschocker

Es gibt zugelassene Elektroschocker, die man in so einem Fall einsetzen darf. Diese Variante ist am ungefährlichsten für einen selber, aber auch für den angreifenden Hund. Und auch wenn man seinen eigenen Hund erwischt, wird dieser nicht ernsthaft verletzt. Man sollte sich allerdings vorher schon mit der Handhabung eines Elektroschockers vertraut machen. In einer Ernstsituation hat man diese Zeit nicht mehr.

Aushebeln

Haben sich zwei Hunde ineinander verbissen, gibt es auch die Möglichkeit die beiden auseinander zu hebeln. Allerdings bedarf es dafür zwei Personen (am besten natürlich den anderen Hundeführer). Dafür muss jeder Hund an den Hinterläufen genommen werden (auch wirklich gut zufassen und festhalten, die Hunde können enorme Kräfte entwickeln!) und zeitgleich beide Hunde kräftig ineinander gestoßen werden und sofort danach rausgehoben, beziehungsweise zurückgezogen werden. Dies erfordert aber, dass beide Hundehalter überlegt und gleichzeitig agieren. Hunde niemals einfach auseinanderziehen, da dadurch schwerste Verletzungen entstehen können.

Luftzufuhr unterbrechen

Zwei Hunde
Hund geht auf anderen Hund drauf

Die sicherste Möglichkeit ist es, dem Hund, der sich verbissen hat, durch Zudrehen des Halsbandes die Luft abzudrehen. Dafür muss natürlich an das Halsband herankommen werden. Hat der Hund kein Halsband, oder nur ein Geschirr an, so kann man auch die Leine nehmen. Bekommt ein Hund keine Luft mehr, lässt dieser im Normalfall los.

Aber Vorsicht! Danach unbedingt festhalten, falls der andere Hund sich gegen einen wenden sollte. Notfalls muss man die Luftzufuhr solange unterbrechen, bis der Angreifer bewusstlos ist

Fazit: Wenn der eigene Hund angegriffen wird

Egal für welche Methode sich entschieden wird: Wichtig ist natürlich, dass diese Hilfsmittel (sollte man sie benutzen wollen), auch dabei und griffbereit sind und der Hundehalter sicher im Umgang damit ist. Des Weiteren ist es für einen selber hilfreich, wenn die Abwehr/Notwehr mündlich laut ankündigt wird. Egal ob der andere Hundehalter dabei ist oder nicht. So macht man sich selber bewusst, dass man jetzt handeln wird und auch muss. Ist man unsicher und/oder zögernd, sollte dem Kampf lieber freien Lauf gelassen werden, um somit nicht selber schwerwiegende Verletzungen davon zu tragen.

Autorin: Melanie Weber-Tilse

Warst du mit deinem Hund schon einmal in so einer Situation? Wie hast du reagiert?

147 Kommentare

  1. In Schaukämpfe? Ein oder zwei Mal. Meine haben bisher noch keine solchen angefangen (im Sinn von himlaufen, wahrscheinlich haben sie aber dementsprechende Signale ausgesendet). Ich entferne mich dann demonstrativ, weil mri furchtelnde und hysterische Halter mehr Angst machen, als zwei keifende Rüden.

    • Die Ignoranz so mancher Hundehalter kotzt mich echt an. Alle behaupten immer, ihr Hund tut nichts, ist immer abrufbar und freundlich zu allen. Ein Scheissdreck. Dass ein Hund wirklich so gut erzogen ist, dass man ihn ohne Leine führen kann, ist doch nur in 5 Prozent der Fälle gegeben. Auch wenn man Leute mit Hund entgegen kommen sieht und sie bittet, ihre Hunde anzuleinen erntet man nur Ignoranz. Es gibt tausende von Gründen, warum ich darum bitte, den Hund anzuleinen. Meine Hündin beispielsweise habe ich aus einem ungarischen Tierheim gerettet. Sie ist sehr ängstlich gegenüber Männern und versteht sich aufgrund ihrer Vergangenheit nicht mit jedem Hund. Wurde im Tierheim mal durch einen Hund verletzt. Und hat von ihrem Vorbesitzer wohl Schläge bekommen. Zusätzlich ist meine Hündin Bluter. Selbst in einem Schaukampf kann sie leicht verletzt werden. Was ist denn dann, wenn ich nicht mehr rechtzeitig Hilfe holen kann? Mein Problem, nee? Deshalb gehöre auch ich zu den hysterischen Hundehaltern. Und da mir in letzter Zeit so viele ignorante………… entgegen gekommen sind, habe ich mich entschieden, meinen Hund, meine Tochter und mich bei Spaziergängen zu schützen, indem ich mir ein legales Verteidigungsmittel besorge.

      • Ich glaub sie Leben am Mond oder in einer Gegend, wo wenig Hunde sind. Ich gehe jeden Tag mit meinem Rüden un kastriert ohne Leine und treffe viele Hunde, die nicht angeleint sind. Er wurde in 5 Jahren zweimal gebissen. Jeweils waren die Hundeführer Frauen und es waren nicht kastrierte Rüden. Einer davon war angeleint der andere ohne Halsband und von der Tochter ausgeführt.
        Was lernt man (Frau) daraus?
        Kann nur hoffen, dass solche Personen wie sie unter 5% liegen.

        • Lustig wirklich Lustig. Freuen Sie dich an ihren positiven Erfahrungen, diese hatte ich auch ganze 10 Jahre lang. Letzte Woche wurde einer meiner Hunde Tod gebissen, heute wurde mein anderer angegriffen, ich konnte noch rechtzeitig reagieren.

          Sie sollten nicht andere Leute beleidigen, nur weil Sie bisher gut gefahren sind , dass Blatt wendet sich manchmal schneller als einem Lieb ist.

        • Es tut mir Leid, nur das sehe ich anders… Hunde können scharf gemacht werden … Wir haben in der Nachbarschaft einen Besitzer der sich über seinen Hund proviliert. Er hat ihn absichtlich asozial gemacht! Der Hund ist gemeingefährlich 40 kg geballte Ladung, er hat unseren sozialen Hund so schwer verletzt das er ohne Schmerzmittel nicht mehr leben kann. Und das alles durch einen Sprung aufs Steissbein und er fand es noch witzig. Wie soll man sowas belegen? 500 Euro Tierarztkosten, die Frau hat bereits 2 Mal auf der Erde gelegen, weil sie keine Kontrolle hat über das Tier. Sollte es nochmal zu so einem Vorfall kommen töte ich diese Mistgeburt … Wo man eigentlich, dem Tier keine Schuld zukommen lassen darf. Nur was tun? Entweder ist mein liebes soziales Tier ( übrigens unkastrierter Rüde ) tot, oder ich reagiere.

          • Liebe Marion darf ich fragen wo sie herkommen? Ich habe eine selbe Situation hier bei mir gerade. Vielleicht ist es ja der selbe Hund , Lg

          • Am Dienstag wurde ein Zwergspitz von einem Kampfhund der angeleint war sofort totgebissen. Das Herrchen des Kampfhundes war nicht in der Lage, den Hund zu halten. Geschehen am 21.09.21 in Schwerin Benjaminstr.

        • Lieber Herr Schaller, unser Hund wurde von einem nicht angeleinten Jagdhund fast tot gebissen. Das Vieh war hoch aggressiv. Der reinste Killer. Der Besitzer ein Jäger kam uns danach noch vollkommen blöd. Leider (leider) war meine Frau dabei. Würde das mir passieren ist das angreifende Vieh tot.

        • @Rudolf Ja das sagen Sie alle mein Hund wurde erst heute angegriffen der Hund hatte sich in seinen Bauchfell verbissen ich hab den anderen Hund sofort gepackt und gewürgt ( es war ein Rüde ca. 30kg schwer ) und somit die situation sofort Entschärft die Hundehalterin war einfach nur da gestanden und war mit der Situation übefordert ich denke mal das du genauso eine Person bist wegen solchen Menschen wie dir sterben öfter als man denkt Hunde sowie Menschen durch Hundeangriffe :)

        • Dein Hund wurde 2mal gebissen, meiner noch nie dank Leine. Dein hund wurde 1mal von einem Hund, der an der leine war gebissen. Wäre das passiert wen dein Hund an der Leine gewesen wäre?

      • Ich bin absolut der gleichen Meinung! Wir haben unseren Hund (Dackel-terrier-mix, Mädchen) aus dem Tierschutz und die Pflegestelle, bei der sie untergebracht war, war unter aller S..
        Sie ist sehr misstrauisch, ängstlich und auch krank, was sich erst im Nachhinein so herausstellt (chron. Magen-Darm-Problematik, Stuvitkristalle im Urin, Analdrüsenentzündung) Wenn sie bellt, heißt es immer sofort: elender Kläffer, Köter usw. Dabei hat es immer einen Grund, warum ein Hund bellt. Ich hab auch schon zu einigen „Menschen“ gesagt, das sie auf ihre Art spricht!
        Und seit heut früh werde ich mir auch echt überlegen, mir ein Verteidigungsmitttel zuzulegen. Unser Hund wurde bereits zum dritten Mal von aggressiven Hunden angegriffen, die ohne Leine unterwegs waren. Ich habe heut bei der Attacke dazwischen gegriffen und unseren Hund an seinem Geschirr hoch“gerissen“, damit er nicht verletzt werden konnte, da der andere Hund immer wieder nach ihr geschnappt hat. Die Besitzerin war machtlos, sie ist ihrem Hund nachgerannt und hat ihn immer wieder gerufen. Der hat überhaupt nicht reagiert. Erst nach ner ganzen Weile gab der Hund auf und haute ab. Die Besitzerin kam zwar und schaute, ob unserem Hund was passiert sei und entschuldigte sich auch. Aber es war nicht das erstemal, das ihr Hund unseren attackiert.
        Dies geschah jedoch nicht irgendwo unterwegs im Wald oder so, sondern im Dorf! Der Hund ist wohl von zuhause „ausgebüxt“ und nach seinem versuchten Angriff ist er dort wieder hin gerannt.
        Natürlich habe ich auch dran gedacht, dieses Eck jetzt mit unserem Hund zu meiden. Aber ist das die richtige Strategie? Habt ihr nen Tip oder Rat?
        Dank Euch schon mal ?

      • Wenn Hunde sich anpöbeln immer ableinen. Die Leine sorgt dafür, dass sich die Hunde nicht Art üblich verständigen können.

        Es ist gruselig zu lesen, wie sich unsichere Halter gegenseitig in ihren Aggressionen gegen das eigene Tier, die fälschlicherweise als Schutz wahrgenommen wird, bestätigen und sich gegen andere Hunde und Halter bewaffnen.

        • Man kann auch einfach weitergehen?! Wieso muss ich denn zwei pöbelnde Hunde aufeinander loslassen, wenn sie doch zuvor angeleint sind, macht halt absolut keinen Sinn.
          Falls mir ein unangeleinter Hund entgegenkommt und meinen Hund angreifen würde, dann würde ich meine Leine natürlich loslassen, um den anderen Hund zu würgen, bis er loslässt.

        • Meine 2kg Hündin wurde vor ein paar Tagen von einem Herdenschutzmischling angegriffen – ableinen? Super Idee! Bitte überlegt, bevor ihr solche Tipps gebt! Es war nicht der 1. Angriff dieser absolut assozialen Hündin und meine beiden, wenn auch klein, haben absolut kein Problem mit grossen Hunden – im Gegenteil! Und dieser Hund hat ohne jegliche Vorwarnung aus dem nichts angegriffen! Hätte ich diesen Hund nicht fassen und zu Boden drücken können, wäre ich wohl ohne Hunde nach Hause gegangen… also bitte, etwas mehr Verständnis…
          War auch schon auf der „anderen“ Seite und hatte einen – gegen andere Hunde agressiven Rottweiler – da gibts nur eines, vorausschauend spazieren, rechtzeitig abrufen und handeln – nicht nur zuschauen! Wir wurden 1x von einem Schäferhund angegriffen, den ich erfolgreich abgewehrt habe und einmal musste ich einen Yorrki-Halter bitten, seinen Hund doch bitte zu holen – mein Rotti hat nicht ewig Geduld – der ist nervig kläffend vor dem Rotti hin und her gerannt. Obwohl dieser Hund 10kg
          schwerer war als ich hatte ich ihn jederzeit im Griff! Ich kenne beide Seiten… ableinen und der Sache ihren Lauf lassen – für mich keine Option! Bis jetzt bin ich nur mit blossen Händen dazwischen – werde mir aber nach dem letzten Angriff – meiner Zwerghündin gehts beschissen – mit Sicherheit ein paar Notfallutensilien besorgen!

      • Ich kenne das mein Hund wurde auch schon mal schwer verletzt von einem anderen Hund. Dieser geht nun in letzter Zeit mehrmals an unserem Haus vorbei. Ich habe nun auch wieder Angst denn wenn es los geht bist du einfach ohnmächtig und kannst nicht tun. Ich werde mit jetzt ein Elektroschocker kaufen leider.

      • Welches Verteidigungsmittel haben Sie gewählt?
        Unser Rüde, eine französische Bulldogge, wird auch immer wieder angegriffen und ich hab genug, ich stimme Ihnen vollkommen zu, spazieren ist immer eine angespannte Situation für mich.

  2. Hallo,
    hierzu hätte ich eine Frage:

    Mir ist das heute passiert, ein Hund hat meinen Hund ohne Vorwarnung attackiert und gezielt in den Hals gebissen. Nun stand ich daneben und habe ihn sofort mit einem „Hey!!“ angebrühlt und mich drohen in seine Richtung bewegt. Dies hat gut geklappt, nur erntete ich von der Hundebesitzerin des anderen Hundes wüste Beschimpfungen („schließlich hätte ich Göre kein Recht dazu, zumal meiner noch nicht mal blutet!“ – ich Göre bin 30 Jahre alt….^^).
    – Nun begegne ich dieser älteren Dame mit ihrem IMMER unangeleinten, extrem frechen und unkontrollierbaren Hund fast täglich beim Spazieren gehen (so ist es leider in der Stadt) und kann solchen Situationen nicht immer aus dem Weg gehen…

    Ich kann sehr wohl auseinanderhalten (das vorneweg) was Schaukämpfe oder Spiele sind, aber mir stellt sich nun die Frage:

    Wenn ich diesen anderen Hund, z.B. wegtreten müsste und die Hundebesitzerin mich deswegen anzeigt… – was erwartet mich dann? Sachbeschädigung (ok), aber/oder gibt es da eine Klausel wegen „Hilfeleistung für den angegriffenen Hund“?

    Vielen Dank uand viele Güße,

    Juli

    • Hallo Julia,

      natürlich kann die genaue Sachlage nur ein Anwalt klären.

      Normalerweise ist es aber so, dass du den angreifenden Hund zur Anzeige (bzw. beim Ordnungsamt) bringen kannst, da Hundehalter verpflichtet sind, einen Hund so zu halten und zu führen, das keine Gefahr von ihm ausgeht.

      Wenn du, oder dein Hund angegriffen wird, dann darfst du dich entsprechend wehren und dürftest dafür auch nicht belangt werden.

      Wenn du einen Hund einfach so trittst, ist es nicht nur Sachbeschädgigung, sondern auch strafbar nach dem Tierschutzgesetz.

      LG
      Melanie

      • Wenn der andere Hund meinen angreift, auch wenn es nur ein Schaukampf ist (was von vielen auch gar nicht erkannt wird) so können auch hier Verletzungen entstehen. Oder bei einem Größenunterschied, kann es für einen kleinen Hund sehr gefährlich werden.
        Des Weiteren kann mein Hund evtl. Erkrankungen haben, was für ihn gefährlich wird, wenn ein anderer Hund auf ihn drauf geht.

        Hier nur mal ein paar Beispiele, wo ich selber nicht zögern würde, den anderen Hund von meinem eigenem wegzubekommen. Je nach Situation, auch mit nicht schönen Mitteln.

        Auch hier hat dann derjenige das Problem, dessen Hund auf den anderen drauf ging. Wenn mich nicht alles täuscht (auch das kann nur ein Anwalt klären) spielt es hier nämlich keine Rolle, ob Schau- oder Ernstkampf! Denn das ist erstmal nicht ersichtlich, wenn der andere Hund auf meinen draufgeht.

        So wird ja auch nicht unterschieden, ob der Hund aus „Spaß“ hinter Wild herläuft, oder wirkliche Jagdabsichten hat. Hier spielt es auch keine Rolle, ob mein Hund nur Hetzabsichten hat, oder das Wild auch zur Strecke bringen möchte.

        An sich sollte man natürlich bei einem Kampf nicht überreagieren, Hunde sind nun mal nicht immer nett zu einander :) Trotzdem muss ich natürlich nicht alles zulassen und über meinen Hund ergehen lassen.

        LG Melanie

        • Hallo Melanie,

          danke für die promten Antworten. :-) Dann werde ich es weiterhin so handhaben wie gewöhnlich (meist reicht es ja wirklich sich selbst drohen groß zu machen und warnende Laute von sich zu geben.

          Viele Grüße,
          Julia

          • genau so habe ich es schon öfters gemacht,hat mir ein Hundetrainer so gezeigt,gross und breit sich vor den Angreifer stellen und mit fester Stimme aus rufen.Ansonsten verfahre ich so wie beim Autofahren,vorrausschauend und immer Aufmerksam sein aber sich trotzdem den spass nicht nehmen lassen,denn das merkt dein Hund auch.

      • Sag Mal, Du bist schon ganz schön ignorant. Wenn die / der Hundehalter/in Dich bittet (auch im Angstvollen oder in der Situation sogar verständlich hysterischen Ton), den Hund anzuleiten bzw. zurückzupfeifen…müsste das für Dich selbstverständlich sein…. denn Du musst Deinen Hund IMMER unter Kontrolle haben, besonders wenn er freiläuft. Da gibt es keine Diskussion!! Das ist das Alphatier-gesetz!!!

        • Ich bin heut mit unserem
          ( gehört meiner Tochter) verspielten Terrier spazieren gewesen. Sehr lebendig. Aber hat noch nie gebissen
          Es kam eine Frau mit einem grossen Hund entgegen Ich ging automatisch auf Distanz, auch mein Hund.
          Sie forderte uns auf herzukommen, es sei kein Problem. Ihr Hund war sehr still steif und konzentriert. Mir war eher nicht wohl. Dann meinte sie, mein Hund sei ja ein Weibchen. Nein. Dann sagte sie nichts. Meiner ging in die Nähe. Wollte spielen wie immer. Der grosse fand das gar nicht toll blieb steif. Bereits nach ein paar Sekunden knurrte er laut und es ging los. Der kleine Hund unten. Der grosse oben drauf. Kampf.
          Natürlich hatte der kleine nicht die geringste Chance. Weiss nicht was der Grosse Hund gemacht hätte. Dachte er beisst ihn kaputt.
          Ich hab den kleinen aus Angst rausgezerrt. Nicht schlau ich weiss, aber es ging.
          Die Frau hat mir dann gesagt meiner hätte angefangen und sei ein Angstbeisser. Ich müsse da besser aufpassen. Kam mir recht blöd vor. Was hab Ich da falsch gemacht. Beiden waren an der Leine. Leider bin ich kein Hundeprofi.

          • Nach meiner Meinung hast du nichts falsch gemacht. Die Frau hat ja gesagt das es in Ordnung ist. Wenn sie sagt es ist in Ordnung das die Hunde spielen, trägt sie die Schuld.

        • Das finde ich aber auch,wo ist das Problem? Ich leine meinen Hund generell erstmal an wenn ein anderer Hundebesitzer/besitzerin mir entgegenkommt und meistens klärt sich dann auch die Sache wie man es am besten hält.Ich mache das eigentlich bei allen so mit oder ohne Hund denn es gibt auch genügend Leute wo Angst vor Hunden haben. Man muss doch nicht immer gleich auf Agro aus sein,oder?

    • Das ist mir vor kurzem auch passiert. Zwei Kinder führten den Hund, die nicht in der Lage sind ihn zu handeln. hat meinen gezielt in den Kopf und in die Gurgel gebissen. Auge auch fast erwischt. Ordnungsamt hat erst erklärt, sie müssen Namen wissen, Adresse genügt nicht, nachdem wir dann Namen geliefert haben ist gar nix passiert. Und die Besitzer von dem beißenden Hund lassen ihn immer frei laufen, ich hatte schon drei Zwischenfälle und als ich einen Brief schrieb kam er „korrigiert“ zurück, Satzbau etc. mit einem Hahaha Vermerk. Das ganze hat mich 70 Euro gekostet. Das Problem ist, der Hund keucht und fletscht und hat es eben auf unserena bgesehen, ich manchmal richtig Angst mit meinem rauszugehen, denn die Personen haben uns Schläge angedroht etc. von wegen Hundehaftpflicht bekanntgegeben und dann haben sie einfach den Spieß rumgedreht und gemeint wir haben die Kinder bedroht, ist gar nicht wahr. Hatten Stock in der Hand. Bin ziemlich im unklaren ob ich diese Frau vom Ordnungsamt nochmal aufsuchen soll.

      • Vielleicht fehlen auch die Beweis. Ich würde an deiner Stelle einfach mal ohne Hund diese Strecke gehen und filmen dass der andere Hunde von der Leine gelassen wird und die Kinder nicht mit ihm klarkommen. Der Tierarzt kann ja bestätigen dass Verletzungen durch einen Angriff eines anderen Hundes entstanden sind. Und eventuell einfach direkt beim Tierschutz anrufen da ich auch schon oft erlebt habe dass sich das Ordnungsamt einfach nicht um sowas kümmert.

          • Hey erstmal an alle. Ich bin der Siggi, und bin einer! Der einen (Bösen frei laufenden Hüte-Jagthund Mischling ohne Halsband) hat, und waren dazu noch nicht mal in einer Hundeschule:). Allerdings erlebe ich es meist anders herum. Die am meist bissigsten wie unerzogenste Hunde sind zu 90% die kleinere Hunde, oder aber auch Hunde mit unsicheren Hundehaltern. Ob aggressive Hunde hin oder her. Mein Hund sowie auch ich, geben aggressiven oder respektlosen Hunden gegenüber sofort eindeutig per laute wie selbstbewusster Körpersprache zu verstehen, das das bei uns nicht funktioniert und Respekt gefordert wird in unserer Nähe. Und siehe da, es funktioniert einwandfrei.I ch wäre auch für ne Art Hundeführerschein, aber für alle Hundebesitzer.

  3. Wie kann ich mich, als Jogger bzw. Fahrradfahrer legal gegen angreifende Hunde, auch gegen solche die „nur spielen“ woollen besser schützen.
    Für eine konstruktive Rückmeldung Danke ich im voraus!

    Gruss Roy

    • Hallo Roy,

      für Dich als Jogger/Fahrradfahrer, aber auch für den Hundehalter, ist es erstmal hilfreich, wenn du das Tempo rausnimmst, am besten stehen bleibst. Auch wenn es sich komisch anhört, langsamer zu werden oder sogar anzuhalten, wenn der Hund hinter Dir herläuft, so ist das in dem Fall das Beste was Du machen kannst. Du nimmst dem Hund das Hetzobjekt. Denn die meisten Hunde rennen wegen des „Verfolgen der Beute“ hinterher. Du hilfst auch dem Halter, der in dem Moment nun mal die Kontrolle über seinen Hund verloren hat, diesen einzufangen. Denn wenn Du weiter rennst, der Hund hinterher, bleibt dem Hundehalter keine Chance diesen Umstand zu ändern, wenn er nicht hinterher kommt.

      Die meisten Hunde lassen Dich in Ruhe, wenn du stehen bleibst und sie einfach nicht anschaust. Sollte es ein Hund nun doch auf Dich abgesehen haben, tja, dann geht es einfach um Deine Sicherheit. Wie oben aufgeführt gibt es dann diverse Hilfsmittel, die Du auch für Dich selber einsetzen kannst.

      Ein Bitte an Jogger und Radfahrer: Wenn ihr seht, dass vor euch ein Hund frei läuft, dann macht doch bitte auf euch aufmerksam. Auch wenn viele Hundehalter versuchen vorausschauend (und somit auch immer wieder nach hinten schauen) spazieren zu gehen und den Hund rechtzeitig anzuleinen, so schafft man dies nicht, wenn ihr direkt an einem vorbeisaust, den Hund noch zu packen (wenn dieser gerne ein Jogger/Fahrradfahrer-Jäger ist). Ich weiß, dass es natürlich auch genug rücksichtslose Hundehalter gibt, denen es egal ist.

      Wenn beide Seiten aber Rücksicht auf den jeweils anderen nehmen, dann muss man als Jogger/Fahrradfahrer auch nicht darüber nachdenken, was man machen kann, wenn ein Hund hinter einem her ist :)

      LG Melanie

  4. Bisher hat es gereicht dem Agressor, ohne Rücksicht ob er dabei schwer verletzt werden könnte oder nicht, äusserst kraftig in die Flanke zu treten. Gibt im Nachhinein zwar mächtig Theater wegen entstehender Behandlungskosten, jedoch ist solch ein Sachverhalt vom Gesetzgeber eindeutig geklärt. Eigentum, in diesem Falle der Hund, darf beschützt werden! Voraussetzung ist dass die „Ausgangsagression“ nicht vom eigenen Hund ausging!

    Alternativ kann auch ein GUTES Pfefferspray eingesetzt werden, man muß sich jedoch der Handhabung bewusst sein. Es gibt durchaus Sprays die den Hund definitiv ausser Gefecht setzen und ihn NICHT aufstacheln. Der Markt ist voll mit entsprechenden Produkten.
    Eines der Mittel ist grün eingefärbt (ich stehe nicht so drauf mit Produktnamen zu werben…), das ist zur Zeit das „Maß der Dinge“.

  5. Beim Wandern (wohne seit 3 Jahren in den Voralpen) nehme ich jeweils meine 2 Hunde (Cairn Terrier) vor einem Haus/Hof oder Häusergruppen an die Leine (präventiv).
    Ein off. Wanderweg führt an einem Bauernhof vorbei (z.Teil auch zwischen den Hofhäusern)
    Gestern war es nun das 3. Mal, dass der Hofhund meine angeleinten Hunde direkt angegriffen hat. Der Bauer sieht sich in keiner Verantwortung, im Gegenteil!
    Was kann ich noch tun (präventiv), dass es nicht mehr zu solchen Angriffen/Situationen kommt!?
    Es gibt noch einige Hofhunde in der weiteren Umgebung und das Laufen mit meinen Hunden möchte und kann ich nicht aufgeben, d.h. ich möchte nicht kapitulieren müssen!
    Einige Wanderwege habe ich inzwischen bereits schon aufgegeben.
    Es führen auch keine anderen Wege um die „Gefahrenzonen“.
    Danke für das Feedback/Unterstützung
    Anitase

    • Hallo Anitase,

      verständnisfreie Hundehalter scheint es überall zu geben. Leider auch in unserem Dorf und der Umgebung. :-(

      In diesem Falle kann ich nur eine anzeige bei Ordnungsamt empfehlen. Gemäß dem Motto: „Mache dein Problem zu dem des Anderen“ wirst du verwundert sein, wie schnell der Hundebesitzer/In Abhilfe schafft. Die Gefahr eine (kostspieligen)Verwarnung durch das Ordnungsamt zeigt in der Regel Wirkung. Bedingung ist jedoch, dass du den Vorgang sauber nachweisen kannst. Am Besten ist eine Aufzeichnung 8z.B. mit dem Handy) oder ein belastbarer Zeuge, der den Vorgang gesehen hat.

      Auf jedem Falle empfehle ich eine gute Rechtschutzversicherung. Denn, neben der Anzeige, kommt oftmals eine dicke Rechnung durch den Tierarzt hinterher. Un dies fällt unter Zivilklage und ist nicht mehr Bestandteil der Ordnungswidrigkeit, welches das Ordnungsamt mahnt.

      Viel Erfolg …

      Jose

  6. Hallo^^
    Ich besitze eine kleine Münsterländerhündin, die sich eher zurückhält was das anpöbeln von anderen hunden angeht. Deswegen hat sie schon ein paar mal eins auf die nase bekommen, auch schon zweimals ernsthaft, da es relativ viele schäferhunde im Dorf/ kleinen stadt bei uns gibt, mit denen anscheinend niemand umgehen kann. Mittlerweile ist es mir egal ob der andere hund meinen angreift oder „bloß“ eine show abzieht, jeder hund der meinen eigenen anpöbelt(darunter fällt für mich jegliches agressive verhalten, begrüßen und schnüffeln ist natürlich okay, das ist schließlich auch wichtig für das sozialverhalten) dringt in meine und die privatsphäre meines hundes ein und das ist unter hunden ein verhalten,das ein ranghöheres tier niemals tolerieren würde. Besonders nervt mich das bei wanderern die ihre hunde einfach vorlaufen lassen (unangeleint natürlich) und sich überhaupt nicht kümmern, ob das dem gefällt der ihnen gerade entgegenkommt. Solche hunde weise ich jetzt immer ab, ich habe einfach keine lust mehr auf ärger. Wenn wir eine größere gruppe sind, nehme ich meine hündin in die mitte, und es geht eine möglichst große(also hoffentlich auch beeindruckende) person vor mir, die den anderen hund auch mal wegdrängen kann, wenn er einem wirklich auf die pelle rückt. Viele hunde meinen es auch gar nicht böse: entweder sind sie frech oder neugierig, aber ich bemerke, bei meinem eigenen hund, seit den bissen, bei denen sie einmal genäht werden musste immer eine gewisse angst, wenn ein anderer hund so schnell auf sie zukommt und als ihr „Rudelführer“ ist es meiner meinung nach auch zum teil meine aufgabe sie zu beschützen, wenn ihr etwas so unangenehm ist. Ich möchte anderen hunden gegenüber natürlich nicht handgreiflich werden, in den meisten fällen, verstehen sie meine körpersprach und die stimme auch und ziehen ab, das ist für mich immer das mittel das ich zuerst versuche. Ich gehe auch in eine hundeschule, wo sie mit vielen hunden kontakt knüpfen kann. Da bin ich mir dann auch sicher, dass es noch jemanden gibt, der die lage besser einschätzen kann als ich und das spiel dann auch beendent.
    Naja, ich hoffe ich habe keinen mit meinen langen sätzen gelangweilt^^
    GLG Toni

  7. Der Hund meiner Freundin (eig. reinrassiger Jackrussel,glauben das da Dackel drin ist wegen kurzen Beinen und langem Körper) wurde 2x angegriffen und zwar schwer,kein Schaukampf.Beim ersten mal vor einem Jahr hat ein Rhodisian (Weiß nicht wie die Rasse geschrieben wird) sich in seinem Bauch festgebissen und dem Halter war es total egal!Er hat den Hund genommem und ist weggegangen (Jackrussel hat überlebt, bauch war offen).Beim Zweiten mal (ca. 10-20 Juni) war es ein Golden Retriver der sich im Hals festbiss und ihn wie ein Plüschtier schüttelte.Wir selber sind minderjährig, aber wir hatten eine Erwachsene Frau mit einem klein Hund der mit meinem Kleinspitz spielte.(Der Jackrussel ist sozusagen Rudelführer) auf jedenfall haben sich die Hundebesitzerin und die Frau die mit uns war auf den Hund gestürtzt und haben versucht das Maul aufzureißen.Er hat nicht losgelassen.(Jackrussel lebt immer noch :) )

    Meine Frage ist was ich tun sollte wenn sowas passiert Halsband rumdrehen ist ja schön und gut aber was hätten wir tun können anstatt rumzustehen und zu schreien?Die beiden haben sich eig. Immer gut verstanden bis der Goldi sich im Gras gewältzt hat und der Jacki geschnüffelt hat,Goldi knurrt, Jacki will gerade gehen, Goldi stürtzt auf Jacki und beißt sich fest,Besitzerin drauf,als losgelassen zum nächsten Tierartzt, Besitzerin hat alles bezahlt.

    • Hallo Leonie,

      ich weiß nicht wie jung ihr seid, daher möchte ich mich mit einem Rat doch zurückhalten. Denn wenn ihr euch in Gefahr begebt hilft das dem Hund auch nicht. Hier sollte ein Erwachsener eingreifen, der die Situation eventuell besser einschätzen kann. Auch wenn es in so einer Situation schwer ist ruhig zu bleiben, so sollte man das doch versuchen. Gerade Schreien stachelt die Hunde noch mehr an, was dann natürlich kontraproduktiv ist.

      Ich kann euch nur raten immer einen Erwachsenen dabei zu haben, oder solche Situationen – wenn ihr alleine seid – zu meiden.

      LG
      Melanie

  8. Hallo!

    Leider sind es nicht nur die Hunde, deren Verhalten zu denken gibt. Meiner Erfahrung nach sind die Besizer der Tiere die eigentliche Ursache.
    Vor zwei Tagen wurde mein kleiner Sheltie (7 Kg) von zwei ausgeqwachsenen Border Collies in die „Mangel“ genommen. Innerhalb von dreizig Sekunden fügten sie schwere Verletzungen zu (tiefe Wunden an Kopf, Riß der Bauchmuskeldekce, Bein ausgekugelt, diverse Bißwunden am Fell). Der Kleine wird jetzt zum zweiten Mal operiert. Unklar, wie sein weiteres Leben aussehen wird …

    Leider kein Einzelfall. Meine (zwei) vorherigen Hunde (beide Shelties) wurden ebenfalls attackiert und z.T. schwer verletzt.

    Die Besitzer der Hunden zeigen keine Einsicht noch sehen sie die Notwendigkeit für entsprechende Massnahmen (Maulkorb, Leinenzwang, Grundstück einzäumen). Alle Massnehmen sind entweder ist es lästig oder kostenaufwendig. Ein Maulkorb macht die Hunde „wehrlos“, was sie von „Täte“ zum „Opfer“ degradieren würde. Daher auch abgelehnt …

    So ein Zwischenfall spricht sich in einer kleinen Gemende schnell herum. So erfahre ich nach und nach, dass es sich hier um einen bedauerlichen Einzelfall handelt, sondern und eine wiederkehrende Routine. Gerüchte Zufolge soll ein Zeitungsausträger (Schuljunge) ebenfalls „gezwickt“ worden sein.

    In den vergangenen Jahren hat as Ordnungsamt bereits mehrere Hinweise erhalten, welche als „Nachbarschaftsstreit“ abgetan wurde. Daher erwarte ich von amtlicher Stelle keine besondere Unterstützung.

    Was nun? Ich sehe nicht ein, mein Grundstück einzuzäumen und es zur „Festung“ umzubauen.

    Welche juristische Möglichkeiten habe ich?
    Meine Rechtschutz verweißt mich an das Ordnungsamt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und kann mir eine (ernsthaften)Tip geben?

    Gruß

    Jose

    • Anzeige bei der Polizei . Das geht ja gar nicht. Was für Spinner sich immer wieder Hunde holen . Die Hund können ja nicht Mal was für die Unfähigkeit ihrer Besitzer. Die müssten bestraft werden. Und zwar so das es richtig weh tut

  9. Hallo, mein Parson Russel Terrier wurde gestern von einem grösseren Hund angegriffen und quasi ohne vorwarnung in den Rücken gebissen…er hat ihn ebenfalls herumgeschüttelt wie ein Plüschtier, was dfazu führte dass sich am rücken die Oberhaut von der Unterhaut ablöste. Ich hab da keine Sekunde gezögert und dem Angreifer mit dem rechten Fuss mit aller Gewalt in den Unterleib getreten, worauf dieser zum Glück sofort abliess und weglief…der hätte ihn sonst getötet.

  10. In einem Hundekurs haben wir mal eine sehr effektive Methode anwenden müssen, die mir heute nochmal sehr geholfen hat. Mein Hund wurde von einem freilaufenden anderen in gleicher Größe angegriffen. Der Hund hatte sich bei meinem festgebissen. Als sein Besitzer dazu kam und seinen Hund wegholen wollte, dies aber nicht ging, sagte ich ihm, er soll ihn an den „Eiern packen“. Daraufhin ließ der Hund sofort los. Der Eiergriff funktioniert schnell und ohne, dass man den Angreifer verletzen muss.

  11. Was auch hilft ist eine Drukluftfanfare (wie im Stadion z.B.) Greift einer unangeleint deinen Hund an dann hälst du ihm die an den Kopf und drückst ab. Hilft 100%.

  12. Mein Hund(Dalmatiner Rüde) wurde bereits zum zweiten Mal von Hunden (2x Berner Sennenhund und ein brauner Mischling) des gleichen Hundehalters angegriffen. Beim ersten Mal haben sie meinen Hund zu dritt in die Mangel genommen, erst der Hundehalter war fähig die Hunde wegzukriegen. Das war vor 5 Wochen die Wunden waren nicht tief, also kein Tierarzt. Gestern kamen 2 dieser Hunde auf uns zugelaufen, ich hatte meinem am Halsband, habe aber losgelassen. Ich hatte keine Chance die Hunde zu vertreiben und kam erst dazu als einer sich im Schulterbereich verbissen hatte. Nur durch Zudrehen des Halsbandes und Griff auf die Lefzen konnte ich den Hund runterkriegen. Letztendlich musste ich mit meinem Hund zum Tierarzt und die Wunden versorgen lassen.
    Ich verstehe nicht, warum diese Berner Sennenhunde dem Hundehalter so weit davonlaufen nur um meinen Hund zu attackieren.
    Ich habe jetzt überlegt mir einen Elektroschocker zuzulegen. Einen Hund kann ich ja noch runterbringen, aber drei Hunde?!. Vorerst werde ich meine tägliche Morgenrunde abändern.
    Irgendwelche Ideen, wie ich diesen Hunden die Jagd auf meinen Hund für immer vergällen kann?

  13. Hallo Leo,

    das Thema „Elektroschocker“ wurde bereits im Report erwähnt. Ich halte es für die schonenste, aber effektivste Art, den Hund in die Schranken zu verweisen. Es wirkt sofort, falls nötig kann es erneut genutzt werden (wichtig, wenn mehrere Hunde angreifen) und kann die elektrische Spannung kann bei einigen Modellen dosiert werden.

    Apropos elektrische Spannung: hierbei gibt es unterschiedliche Modelle. Beginnen bei wenigen Tausend Volt (ca. 5000 Volt bei sogenannten „Viehtreiber“) bis hin zu 200 000 Volt. Letztere sind eher in Personenschutz zu finden und sehr handlich. Allerdings sehr wirkungsvoll. Nachteil der handlichen Modelle: du mußt Körperkontakt mit dem Angreifer aufbauen. Das kann u. U. ziemlich gefährlich werden …

    Ein schöner „Nebeneffekt“: diese Geräte senden ein leises Pfeifen, soabld sie sich laden. Tiere, die dieses Geräusch kennen (und die anschließende Wirkung) zeigen „Respekt“. Sie asozieren sehr schnell das Pfeifen mit Schmerzen. Eine abschreckende Wirkung …

    Eines möchte ich jedoch erwähnen. Diese Geräte fallen unter das Waffengesetz. Daher empfehle ich eine entsprechende Beratung und den Erwerb von Modellen, die auch frei verkäuflich sind. Andernfalls hat man schnell Ärger mit dem Gesetzgeber, was sich leicht veremiden läßt …

    Lieben Gruß und weiterhin viel Glück wünscht

    Jose

  14. Wenn ich soetwas lese bekomme ich wirklich die Kriese. Falsches Wissen wird vermittelt und daher kommt es das viele Hundehalter „die regeln das unter sich“ von sich geben.

    Wenn ein Hund, eurem Hund droht ..greift ein!!
    Dafür seid ihr da.Das geht nicht nur mit treten, sonstiges ..
    Wenn er vor eurem steht und knurrt, geht Dominant auf diesen Hund zu & schützt euren!! Sowas nennt sich Rudelführer.

    Ich wünschte mehr Menschen würden sich wirklich mal mit dem Verhalten und der Körpersprache der Hunde untereinander beschäftigen. Ich hatte die Situation heute erst. Das meiner von einem anderen geblockt & angeknurrt wurde. Nur weil der meinte auf Big Bos machen zu können. Aber es auch ziemlich ernst meinte. Ich bin frontal auf ihm zu. Und er ist gewichen. Warum ? Weil er meine Präsenz gespürt hat. Das ich keinerlei bedrohung meines Rudels zulasse und somit dominanter bin als er. Lernt die Hunde besser einzuschätzen. Man kann dann sehen wann man den Besitzer besser bitten sollte den Hund wegzunehmen vom eigenen Hund und wann nicht.

    • heute wurde mein hund angegriffen. wir spazierten an einem haus vorbei und plötzlich sprang ein hund wie eine rakete aus deren garten und ging sofort auf meinen hund los. das ging so schnell da konnte man gar nicht reagieren. mein hund konnte sich zum glück wehren. aber ich war sehr wütend. das kann doch nicht sein!!!!

    • Hallo,
      ich habe eine Shi-Tzu Hündin, die schon 2x angegriffen wurde. Zum Glück waren die Besitzerinnen sofort da und haben reagiert. Wenn ich mit ihr spazieren gehe (Feld und Wiese), lasse ich sie frei laufen. Kommt mir aber ein anderer Hundehalter entgegen, leine ich sie sofort an. Ich meide jeden Kontakt mit fremden Hunden, ja, aus Angst. Warum meinen viele Hundebesitzer (haupts. männliche), jeder Hund will mit ihrem Kontakt? Wenn ein 40 Kilo Hund meine 8 Kilo Hündin erstmal angreift, ist alles zu spät. Erst letzten Monat wurde ihre Yorkie-Freundin von einem Bordercollie getötet. Warum lässt man nicht „Verantwortung“ walten und leint seinen Hund beim Zusammentreffen an??

      • Weil sich die Leinen verfangen könnten und es dann zu sehr grossen problemen kommen kann wenn zwei 30kg hunde fresse an fresse sind und sich gegenseitig fertigmachen wollen, nur weil sie nicht von selbst loos kommen. Bin auch schon reingegangen (mit meinem eigenen Kopf)und versuche diese Situation seither zu vermeiden.

        Hatte auch einen anderen Fall, wo ein 70kg Kampfhund beim vorbeilaufen durch die Menschenmenge ist und direkt auf den Nacken meines Hundes. Habe sofort das messer gezogen und war bereit das Vieh umzulegen. Zum glück hat der Besitzer reagiert.
        Hat einen riesen ZS von mir bekommen, weil er immer andere leute mit seinem hund gassi gehen lässt. Die Leine war eine Ausziehleine für kleinhunde 2mm Faden und der Kollege des Hundebesitzers, der den Hund führte war auch auf Drogen und sagte dass er den STOP-Knopf an der Ausziehleine nicht finden konnte.
        Dazu kam das der Besitzer selber mir sagte, er habe zwei nächte nicht geschlafen.

        Habt Ihr das verfi*kte Gefühl das ich tatenlos danebenstehe und einfach zuschaue? Schon mal was vom Gesetz des stärkeren gehört?
        Ich beschütze meinen Tierschutzhund mit Leib und Seele, alles andere ist ungenügend.

        Habe auch schon bei meinem „Kollegen“ der seinen Rotti extra aufhetzt und dann ohne Leine am See laufen geht gesehen, wie der Hund eine Gummischaukel gepackt hat und durch die Kiefersperre nicht mehr loosliess obwohl er vom Besitzer geschlagen, getreten, und ihm fast das genick gebrochen wurde (hund quietschte aber dachte nicht daran aufzugeben). DER HUND LÄSST NICHT LOCKER! 15minuten lang ging die show und seit dem gehe ich nicht mehr mit ihm laufen.

        Es gibt auch ignorrante menschen, die extra auf den Hund zulaufen und sich durchschlängeln, obwohl es viel Platz hätte. Wenn man etwas sagt, machen sie trotzdem weiter. Auch daneben. Rufen den Leuten dann sowas wie verrückter Mongo nach.
        Mal sehen wie du es findest wenn ich direkt auf dich zulaufe, wenn es rundherum keinen Tiere oder Menschen hat.

        Bitte achtet immer auch drauf ob der Besitzer des aggressiven Hundes drogen genommen hat und meldet alle vorkommnisse der Polizei, bzw. dem Ordnungsamt in Deutschland.

        Wenn sich genug leute beschweren (Anzeige machen), können Behörden nicht wegschauen und es wird ein Wesenstest veranlasst.

        Oder dann halt im Notfall mit dem Vieh kämpfen, ihr könnt euch sicher vorstellen wie der Kampf ausgeht wenn Mann 70Kg mit einem Sackmesser gegen einen 70Kg Kampfhund kämpft, weiss nicht mal wieviel Beisskraft sowas hat!!! Mein Arm wäre wahrscheinlich sofort durch…

    • Moin Moin.
      In meiner Geschichte wurde mein 7 1/2 Jahre alter Bordercollie, welcher aus einem serbischen Auffangstation stammt und es nicht leicht hatte, einfach so von einem Husky angegriffen.
      Geräuschlos, wie ein Scharfschütze stürmte der Husky an und verbiss sich im Nacken von meinem Hund und fing an zu schütteln. Ich habe seine Wange gepackt in einem sehr festen Griff und ihm tief in die Augen gesehen und ihn zu verstehen gegeben, dass ich ihn töten werde, wenn er nicht abhaut. Dies geschah instinktiv und automatisch, in Bruchteilen von Sekunden und ich würde jedem davon abraten, da ich mich in unwahrscheinlich große Gefahr befanden habe, vielleicht sogar in Lebendgefahr. Aber so ist das eben, ich würde mein Leben für meinen kleinen Scheisser geben! Passiert ist, bis auf vier tiefe Zahnabdrücke, welche zum Glück nur leicht bluteten – nichts. Der Husky hatte Tötungsabsicht, ohne knurren und bellen kam er um die Ecke geschossen und direkt ans Genick – ohne Leine! Ich führe heute lieber eine Schreckschuss Pistole bei mir natürlich mit Berechtigung, zwar extrem aber effektiv.
      LG

      • Interessant! Ist das zufällig in Wellingsbüttel oder Umgebung passiert? Das selbe ist nämlich unserem Gassi-Sheltie mit einer Husky Hündin namens Shiva schon mehrmals hier passiert! Andere Hundebesitzer haben ebenfalls dieselbe Situation geschildert! Zum Glück waren wir bei einer Begegnung, der Husky natürlich ohne Leine oder Maulkorb, zu zweit und hatten ihn rechtzeitig am Fahrrad laufend gesehen, so konnte ich ihm warnend entgegenspringen und ihn so von der Tat abhalten! Die Besitzerin jedoch ohne jegliche Einsicht! Seit einem Anwaltsschreiben der Besitzer nach mehreren, und vor allem dem letzten wirklich kritischen Vorfall, wurde der Husky nur noch angeleint gesehen.. zum Glück!!!! Heute aber wieder rin echt ätzender Vorfall hier mit einem jüngeren Rhodesieni Ridgeback, ich war stinksauer!!!

  15. Hallo
    Ich komme aus össterreich/Tirol
    Mein problem dabei ist,wenn ich mit meinr Hündinn Miley(Staffordshire Bullterier)Spazieren geh natürlich angeleint lauft oft ein hund frei ohne leine herum und der knurrt immer meinen Hund an,Natürlich bellt meine Miley auch zurück.Es wäre fast dazu gekommen das der andere Hund mein hündchlein angegangen ist aber zum glück wurde sie dann ins nebenbei liegenten resturant gebracht und alles fried voll…
    Aber was tun wenn keiner zuhause ist um den freilaufenten
    hund weckzu speren??

  16. Hallo an die Hundegemeinde,
    hier mein Erlebnis: Gehe im Park, meine Yorkshire-Dame läuft unangeleint friedlich neben mir, kommt uns entgegen eine ebenfalls unangeleinte Mischlingsdame, etwas größer als meine, diese Dame legt sich zunächst platt hin = Demutsgeste, als mein Yorrkshire darauf nicht reagiert, kommt der Mischling auf sie zu und es entsteht sofort ein wildes Gerangel,Getöse und Gebelle, ich will zuspringen, um dieHundezutrennen, erreichesienicht, fallehin, Hoseein Loch am Knie und Brille -Wert ca.€ 650,–, zerbrochen, eine Schürfwunde an der Hand. Der andere Hundebesitzer sagte mir, ich hätte keinen Anspruch auf Schadensersatz, da 1. beide Hunde unangeleint waren – da gelte der Rechtsgrundsatz, da trägt jeder sein eigenes Risiko und auch seine Kosten selbst und 2. es sei eine grobe Fahrlässigkeit und ein Eigenverschulden von mir gewesen, in das Hundegerangel eingreifen zu wollen – darüber – Punkt 2 – habe ich tatsächlich beim Googeln hier Gerichtsurteile gefunden. Ein bekannter Polizist sagte mir, bei unangeleinten Hunden muß jeder seine Schäden selbst bezahlen, um solcheFälle kümmere sich die Polizei auch gar nicht, obwohl sie von erbosten und geschädigten Hundehaltern oft deswegen gerufenwird, das sei Sache des Ordnungsamtes, und wenn noch einer – sowie ich – eingreifen will und hinfällt und sich dabei noch selbst schädigt – Hose/Brille/Wunde – dann sei es Eigenverschulden. Übrigens: Das Hundegerangel dauerte max. 15 Sek., dann ließen beide voneinander ab,standen friedlich und völlig unversehrt da – war also eine Art „Schaukampf“; habe ich tatsächlich keine Ansprüche?? Denn der andere Hund ist ja zur Kontaktaufnahme auf meinen zugekommen, es sah zunächst nicht nach „Angriff“ aus, dann fing das Gerangel an – eben „zwei Weiber unter sich“ – kennt man ja – auch aus dem menschlichen Bereich …. Kenntjemand die „Rechtslage“ bzw. hat Erfahrungen damit gemacht??

    • Wenn ein Hund sich platt hinlegt bei einer Begegnung, ist das nicht immer Unterwerfung, sondern ziemlich oft Lauern. Am besten du guckst dir das nächste Mal den Kopf dabei an. Ist der Blick abgewand oder auf den anderen Hund gerichtet? Sind die Ohren nach hinten oder nach vorn? Hundesprache ist weit komplexer als es zunächst den Anschein hat. Wenn du dir unsicher bist es einzuschätzen dann geh lieber das nächste Mal einen anderen Weg, bzw dreh um und schaffe etwas Abstand. LG

  17. Hallo,

    so eine Situation habe ich einige male erlebt.
    Vom eigenen Hund, oder Attacken von fremden Hunden.
    Es hat jedesmal leichte Blessuren, oder leichte Wunden gegeben. Meine Erfahrung ist, das nur situationsbedingt gehandelt werden kann. Jedes mal muss man in Sekundenbruchteilen entscheiden. Ist das ein Schaukampf oder Ernst.Wie verhalte ich mich? Wir haben einen erlaubten E-Schocker. Das Ding ist nur zur Abschreckung. Das Geräusch schreckt Tiere im allgemeinen extrem ab. Obacht, sollte wirklich nur im Notfall benutzt werden!! Wir kennen die Charaktäre der Hunde in unserem Umfeld. Das hilft. Tierarzt u. od. Arztkosten übernehmen die Versicherungen oft nur wenn der eigene Hund angeleint war. Umbeding mit der Versicherung sprechen was abgedeckt ist.
    LG.

  18. War letztens mit einer größeren „Gassigruppe“ unterwegs als sich plötzlich zwei der Hunde in einen Kampf verwickelten. Habe sofort gemerkt dass es kein ernster Kampf war, da die beiden Hunde sehr laut waren und sich total angekeift haben. Nach eigener Erfahrung habe ich den Besitzern gesagt sie sollen weg gehen und ihre Hunde rufen. Wurde daraufhin angeschrien und beleidigt ohne Ende. Die beiden hysterischen Damen schrien ihre Hunde an woraufhin es sich dann doch zu einem ernsthaften Kampf entwickelt hat. Ich konnte trotz dessen dass ich beleidigt und angeschrien wurde nicht einfach weggehen und habe die beiden Hunde schließlich doch auseinamder bekommen. Daraufhin wurde mir noch eine Anzeige angedroht da ich angeblich zu grob mit den beiden war.
    Ich verstehe solche Menschen nicht die zusehen wie ihre Hunde kämpfen und dann nichtmal auf einen Rat hören können aber mehr als die Hunde anschreien und denken dadurch lassen sie voneinander ab können sie. Könnte kotzen bei sowas.

  19. Hallo..

    Ich bin immer wieder erschüttert vom mangelnden Sachverstand und der Rücksichtslosigkeit vieler Hundehalter, ebenso von den dürftigen gesetzlichen Regelungen die einem selbst bei ernsthaften Auseinandersetzungen nicht wirklich den Rücken decken..

    Bei uns geht es nicht mal um Angriffe oder Kämpfe. Ich bin damals selbst etwas blauäugig und romantisch verklärt an die Hundehaltung heran gegangen, dachte meine Hündin würde mit jedem Haussetzenen wollen, ließ mich zu sehr von anderen HH beeinflussen („Das machen die unter sich aus!“) und habe sie dadurch permanent überfordert. Irgendwann als meine Hündin etwa 2 Jahre alt war stellte ich fest, dass sie eigentlich nur noch Stress hatte bei den meisten Hundebegegnungen und es ihr nicht mehr darum ging mit den anderen Hunden zu spielen sondern sie mit Verbellen und Scheinangriffen zu verjagen. Ich belas mich viel in Sachen Hundesprache, Individualdistanz und wir begannen mit Lakoko und Gegenkonditionierung. Das hat insofern auch gut funktioniert als dass meine Hündin jetzt darauf vertraut, dass ich die Begegnungen draußen manage und sie sich darum nicht kümmern muss was sich sehr positiv auf ihr allgemeines Stresslevel ausgewirkt hat. Seit ich bei ihren sozialen Kontakten auf Qualität statt Quantität achte ist sie viel entspannter geworden. Sie hat an die 8 Hunde die sie gut kennt und regelmäßig für mehrere Stunden sieht was ihr vollkommen ausreicht, die hohe Frequenz an Hundekontakten draußen ist ihr aber schlichtweg zu viel, erst recht die ständigen Frontalkonfrontationen wenn andere Hunde auf uns zu schießen und die Besitzer nicht reagieren, selbst wenn ich sie bei mir behalte oder anleine.
    Das Problem ist, dass andere Hundehalter einfach nicht akzeptieren, dass wir keinen Kontakt mit deren zum Teil aufdringlichen, übermütigen Hunden wünschen. Immer mal wieder lasse ich meine Hündin auch ausprobieren und neue Hunde kennen lernen. Stelle ich dabei jedoch fest, dass diese sie bedrängen und auf ihre Zurechtweisung (Abschnappen mit Verharren) nicht reagieren bzw. daraufhin noch übermütiger werden, splitte ich und schicke den anderen Hund über Körpersprache und Stimme weg, manchmal kommen dabei auch Wurfdiscs zum Einsatz wobei ich immer darauf achte, den Hund vorerst nicht zu treffen. Bemerke ich außerdem, was hier leider keine Seltenheit ist, dass die Besitzer ihren eigenen Hund überhaupt nicht im Blick haben, einfach weiter gehen und sich gar nicht darum kümmern wen ihr Hund gerade belästigt bzw. noch der Meinung sind, er hätte das Recht dazu auch wenn wir das ganz deutlich nicht wünschen, dann unterbinde ich den Kontakt bei der nächsten Begegnung von vorn herein. Der Witz ist, dass ich dafür nicht bloß belächelt sondern auch beleidigt werde und sogar schon körperlich angegriffen wurde, selbst wenn ich den anderen Hund nicht einmal berührt hatte..
    Auch musste ich feststellen, dass es den meisten Leuten viel zu unbequem und anstrengend ist, sich mit einer Erklärung auseinanderzusetzen weshalb ich mir die Energie dafür mittlerweile meistens spare.
    Es ist mir wirklich schleierhaft, dass man per Gericht dazu verdonnert werden kann einen Hundetrainer zu engagieren, sich aber seitens der Behörden über die Ursachen wie ständige Unterschreitung der Individualdistanz und Bedrängen durch andere Hunde was drohendes oder aggressives Verhalten meist überhaupt erst auslöst, keine Gedanken gemacht werden. Man stelle sich vor jemand kriegt eine solche Auflage, ändert seine Einstellung und Sichtweise und bemüht sich, auf die Bedürfnisse seines Hundes in diesen Situationen einzugehen. Dann würde man tun, wozu man verpflichtet wurde aber kein anderer muss sich an diese Spielregeln halten weil Rücksichtnahme in dieser Gesellschaft immer mehr zum Fremdwort wird und die gesetzliche Grundlage dazu fehlt. Wie soll das denn funktionieren?
    Da mir die gesetzliche Lage hierzu sehr schwammig erscheint, wäre meine Frage an Sie, welche Erfahrungen Sie bisher mit solchen Situationen gemacht haben und wie Sie mir raten würden, mich zu verhalten. Ich bin kurz davor mich einfach anzupassen und meine Hündin bei den entsprechenden Kanditaten ganz gezielt zum Verjagen und Verbellen zu schicken, das kann sie nämlich ziemlich gut..! Eigentlich möchte ich sie diesem Stress nicht wieder aussetzen und sie vor allem nicht in Gefahr bringen. Unser Trainer meinte ich soll es so machen wie bisher und nichts darauf geben was andere dazu sagen aber so macht das spazieren gehen wirklich keinen Spaß mehr und ich bin am Ende mit meinem Latein.
    Gilt es als Belästigung wenn andere ihre Hunde ständig zu uns laufen lassen obwohl wir das nicht möchten?
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar für einen Rat!
    LG

    • *Im 3. Satz sollte es heißen „Ich dachte meine Hündin würde mit jedem Hund spielen wollen“…
      Mit dem Smartphone wurde es etwas unübersichtlich ;-)

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